Anmerkung zum Thema Zinn und Zink
[ Forum für Rostschutz und Fahrzeugrestauration ]
Geschrieben von Johannes Böhringer am 24. Dezember 2000 16:49:40:
Als Antwort auf: Hilfe, mein Auto rostet oder auch Antworten auf FAQ's geschrieben von Thomas Döring am 03. August 2000 01:16:15:
Wenn man die Spannungsreihe für reine Metalle mal genau betrachtet stößt man auf weitere Kriterien, die uns vom verzinnen der Metalle abbringen sollte.
In der Spannungsreihe wird für jedes Metall eine Spannung U in Volt angegeben.
Sie ist stellt elektrische Aufladung der Metalle in einer genormten Flüssigkeit dar und ist ein Maß für das Auflösungs- und Korrosionsverhalten des jeweiligen Metalles. Je negativer die Ladung (das Potential) eines Metalles ist, desto schneller löst es sich auf.Hier ein kleiner Auszug einiger bekannter Metalle:
Metall U in V
Gold +1,5
Silber +0,8
Kupfer +0,34
Blei -0,13
Zinn -0,14
Nickel -0,23
Eisen -0,44
Chrom -0,56
Zink -0,76
Aluminium -1,67
Magnesium -2,40
Hieraus lässt sich auch die Wertigkeit der Metalle herbeiführen (edel-unedel).Wir erkennen also, dass wie im Text beschrieben das unedlere das edlere Metall schützt. Oder anders gesagt das negativer geladene das positiver geladene. Entsteht zwischen edlen und unedlen eine Elektrisch leitende Verbindung, beginnt die Korrosion. Dies ist zum Beispiel ein Grund dafür, das es bei Blechbedachungen an Häusern keine Kombination aus Kupfer und Zink geben darf, oder das Wasser aus Kupferleitungen in verzinkte strömen darf.
Zink schützt Stahl (je nach Güte mit Kohlenstoff versetztes Eisen) also aufgrund seiner Ladung. Was aber Macht Zinn? Es lässt den Stahl für sich korrodieren. Schöne Bescherung.....
- Re: Anmerkung zum Thema Zinn und Zink ingo s. 24.12.2000 17:48 (3)
- Oxidationsschicht ist auch nicht alles Johannes Böhringer 25.12.2000 15:28 (2)
- Kontaktkorrosion Ingo S. 27.12.2000 18:54 (1)
- Re: Kontaktkorrosion Dirk 04.1.2001 18:47 (0)
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