Re: polierte Alu's schützen; Tipps in Hülle u. Fülle+ Link


[ Rostschutz und Restauration (schweißen, lackieren ...) ]


Geschrieben von Claus am 16. Juli 2000 21:19:05:

Als Antwort auf: polierte Alu's schützen geschrieben von Tom am 13. Juli 2000 20:16:51:

>Hi,
>habe ein Satz Stilauto-Alu's erworben und auf Hochglanz poliert (Felgenhorn + Stern).
>Frage: Macht es Sinn das blanke Alu mit Klarlack zu überziehen (wie lange hält das?) oder ist es besser ab und zu mal nachzupolieren?
>Erfahrungen?
Hochglanzpolierte Felgen sollten biespielsweise mit Liquid Glass versiegelt werden. Ohne diesen Schutz "gammeln" sie schneller und sind dementsprechend problematischer wieder aufzubereiten. Volker Schmidt (Schmidt Tuner-Felgen) empfiehlt, Felgen mit Heißwachs oder Silikonspray zu behandeln. So wird der Dreck bei der nächsten Wäsche mit abgespühlt. Anschließend sollte der Neuauftrag natürlich nicht vergessen werden (bevor es auf "große Fahrt" geht, empfiehlt sich dann eine kurze Bremsprobe). Bei einer regelmäßigen Reinigung reicht so in der Regel schon Spülwasser, um den Rädern zum alten Glanz zu verhelfen.

Doch was tun, wenn`s zu spät ist? Wenn sich der Bremsstaub bereits eingebrannt hat, Rostflecken den Glanz trüben oder die ersten Blindstellen sichtbar werden? Dann muß die Chemie ran. Wobei "Chemie" fast schon negativ klingt: Die meisten Reiniger sind mittlerweile auch biologisch abbaubar.

P21-s von Dr. O.K. Wack sollte, je nach Verschmutzung, bis zu vier Stunden einwirken, um das beste Resultat zu erzielen. Hartnäckige Flecken oder Korrosionsspuren lassen sich zudem mit der dazugehörigen Hochglanz-Alupolitur beseitigen. Dabei kann die Paste, so der Hersteller, auch Chrom-Felgen wieder "aufmöbeln". Ähnlich gründliche Resultate erzielt man mit "Wheel Mist" von Mothers, auch wenn der Name für den deutschen Markt vielleicht nicht so geschickt ist. Selbst festsitzende Verunreinigungen lassen sich nach kurzer(!) Einwirkzeit mühelos wegwischen. Da das Mittel aber wesentlich aggressiver (auch im Geruch) ist, sollte man es im Freien oder in gut durchlüfteten Garagen verwenden und vor allem sparsam auftragen.

Um effektiv einwirken zu können, dürfen die Glanzbringer nicht zu flüssig sein, damit sie sich einige Zeit auf dem Untergrund halten. Einige Hersteller verwenden spezielle "Gelformeln" oder Haftschaum, wie zum Beispiel Rex. Besonders intensiv schäumt der "R2000" von Sonax, der somit auch gut sichtbar auf der Felge zu verteilen ist. Weniger effektiv scheint die Kappe des Caramba-Felgenreinigers zu sein, die das "Gel" mehr auf die Hand tropfen läßt, als es auf dem Rad zu verteilen. Die Resultate hingegen sind durchaus vergleichbar.

Was nützt die sauberste Felge beim Show`n`shine-Contest, wenn der Reifen drumherum nach wie vor schmuddelig aussieht? Autoglym empfiehlt seinen Reiniger daher nicht nur für Chrom-, Leichtmetall-, lackierte oder kunststoffbeschichtete Räder, sondern auch für den dazugehörigen Pneu.

Teroson bietet gleich zwei Produkte zum Thema. Der Felgenreiniger in der Sprühdose soll alle Stahl- und Leichtmetallräder mühelos und schonend reinigen. Ist der Schmutz zu hartnäckig, hilft der Alu-Felgen-Reiniger in der Sprühflasche weiter - übrigens kommt auch dieser demnächst in Gel-Form auf den Markt.

"Formel-Ein-erprobt" ist das säurefreie Mittel von Arexons in ferrari-roter Flasche. Da Schumi sein Auto offenbar nach jedem Rennen putzt (oder putzen läßt), eignet sich der Felgenreiniger eher für relativ "frische" Verschmutzung.

Auch Liqui Moly empfiehlt die regelmäßige Felgenpflege, am besten alle 14 Tage.

Gute Ergebnisse erzielten wir auch mit den Felgenreinigern von D&W (Magic Shine) und Loctite, was wiederum zeigt, daß die billigsten Produkte keineswegs die schlechtesten sein müssen. Von BBS of America empfohlen ist der "Whell Cleaner" von Meguiar´s.
Hier handelt es sich um ein sanftes Pflegemittel, das vor allem bei regelmäßigem Gebrauch seine Qualitäten ausspielen kann.

Unser Fazit: Eine optimale Wirkung kann bei allen Felgenreinigern nur erzielt werden, wenn man sie nicht erst als "Retter in der Not" benutzt.
Um den Wert der Räder zu erhalten, empfiehlt es sich, sie abzumontieren und auch die Innenseite zu behandeln, da sich gerade hier der Bremsstaub einbrennt.
Auch wenn die meisten Anbieter eine "mühelose" oder "selbsttätige" Reinigung versprechen, ein Schwamm oder noch besser eine Bürste sollten immer zur Hand sein, um auch Ecken und Kanten zu erreich. Denn wie sagte schon einst die Werbung: "Nur was schon richtig sauber ist, kann richtig glänzen!"

(Quelle: Schmidt Felgen Tuning, http://www.felge.de)





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