Re: opferanode


[ Forum für Rostschutz und Fahrzeugrestauration ]


Geschrieben von Gerald Trost am 12. August 2000 06:13:12:

Als Antwort auf: Re: opferanode geschrieben von Ingo S. am 04. Juli 2000 08:06:06:

Korrekt, super Antwort!

Auch ich bin zum dem Schluß gekommen, daß ohne zweiten Stomweg
nichts läuft und daß das verzinken ebenfalls eine Opferanode
darstellt.

Aber ich kam nicht von selbst auf die Idee mit der hohen Spannung.

Ich möchte meine Überlegungen gleich vorbringen:

a.) Prinzip: die Anode hat nur den Sinn, zusammen mit dem Blech ein galvanisches Element zu erzeugen und als PlusPol zu dienen.
Damit wir das Blech negativ geladen und es widersetzt sich der Oxidation.
Das galvanische Element setzt den Elektrolythen (Feuchtigkeit) voraus.

b.) Man kann auch die Anode weglassen und gleich an das Autoblech eine
negative Spannung legen. Dabei müßte es ausreichen, daß das Potential des Blechs negativer ist als die Umgebung.
(von dieser Lösung habe ich schon gehört)
Die Umgebung - die "Erde", die Luft und die Feuchtigkeit können wohl zur
Vereinfachung näherungsweise auf demselben Potential angenommen werden.

c.) Damit sollten einige Volt ausreichen, es muß also nur der Minuspol
der Autgobatterie am Blech angeschlossen werden und der Pluspol an der
Umgebung. Außerdem sollte ein variabler Widerstand in Serie geschaltet
werden, der den Stom begrenzt, sodaß nicht gleich die Batterie leer wird.
Der Minuspol ist schon mit dem Blech verbunden - aber wie schließt man
den Pluspol der Batterie an die Umgebung an ????

- Vielleicht sollte man das Auto in einem Gitterkäfig parken, der mit dem Pluspol verbunden wird und der zusammen mit der Umgebung als Anode dient ?

- Vielleicht reicht es aus, das Auto auf einer Metallplatte zu Parken, die
mit dem Pluspol verbunden wird wird und die zusammen mit der Umgebung als Anode dient ?

- Vielleicht reicht es auch aus, den Pluspol einfach zu erden, gleich wie es Elektriker als Schutzerede von Hausinstallationen tun ?

- Vielleicht muß doch eine hohe Spannung her - aber dann mit einem
sehr hohen Serienwiderstand (Vorwiderstand) - sodaß das Autoblech im wesentlichen nur elektrostatisch aufgeladen wird und kaum ein Strom fließt - das schüzt Menschenleben und Batterie.

siehe auch:
http://http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/tip/02_98.htm

d.) im gleichen Forum gibt es einen interessanten Hinweis, der vielleicht
schon alle Fragen klärt:
siehe: Autosaver (elektronischer Rostschutz) - Mick

Anmerkung: Die amerikanische Firma Auto Saver
System bietet "nur" ein 2-Schichten System an,
hat nichts mit elektrischem Rostschutz zu tun. (http://www.rustproofingkit.com/kit.html)

Ich habe eine australische Internetseite gefunden:
http://www.corroless.com.au/tass.htm

Auch die amerikanische Internetseite http://www.tgmr.com/eshield10.htm
bietet anscheinend dasselbe Produkt an wie die australische Firma.

Das Prinzip: Das Auto wird de-facto in eine leitende Schutzschicht "verpackt" und diese wird an über eine elektronische Steuerung an den Pluspol der Batterie angeschlossen.


Ich hoffe, daß in diesem Forum
noch gute Ideen zum elektronischen Rostschutz
entstehen werden

Wenn ihr einen konstruktiven Beitrag ins Forum stellt, dann
informiert mich bitte per Email - so kann ich nichts versäumen

Gerald Trost
mailto:Gerald.Trost@mail.com






Antworten:


[ Forum für Rostschutz und Fahrzeugrestauration ]