Re: Absetzzangen-Philosophie
Geschrieben von Flo am 28. September 2001 13:24:50:
Als Antwort auf: Re: Absetzzangen-Philosophie geschrieben von Tobi am 25. September 2001 20:56:48:
>Zu 3.) nicht an tragenden TeilenSo pauschal würde ich das nicht sehen. Als tragende Teile bezeichnet der TÜV grundsätzlich alle Teile, die der Karosse halt geben, sie also tragen. Pauschal fällt dabei alles raus, was angeschraubt ist (Türen, Kotflügel etc.).
Das was übrig bleibt ist tragend und kann auf verschiedene Arten geschweißt werden. Hierbei muß man zwischen den verschiedenen Schweißtechnik (MAG, MIG, WIG, Autogen, Induktionsschweißen etc.) und den Schweißart (V-Naht, Lochpunktschweißen, I-Naht, überlappend, auf Stoß etc.) unterscheiden.
Um letzteres geht es bei der vorliegenden Frage. Um sie zu beantworten, müssen aber vorab einige Rahmenbedingungen geklärt sein:1. Welches Material wird geschweißt?
2. An welcher Stelle der Karosse wird geschweißt?
3. Mit welcher Schweißtechnik wird gearbeitet?
Hierbei können trotz Übereinstimmung zweier Punkte (z.B. Punkt 1 und 3) durchaus verschiedene Schweißarten erforderlich bzw. möglich sein, weil die zu reparierenden Stellen unterschiedlich belastet werden.
Beispiel:1. Des durchgerostete Schwellerstück einer selbsttragenden Stahlkarosse darf nur überlappend und nur im Punktschweißverfahren ersetzt werden.
2. Das Seitenteil einer Limo ab C-Säule (also Kofferraumseitenteil) kann durchaus stumpf angeschweißt werden. Die V-Naht ist dann z.B. beim Autogenschweißen die beste Schweißtechnik.
Fazit: für das Schweißen an selbsttragenden Stahlkarossen gilt im Hinblick auf die Sicherheit, daß man an tragenden Teilen eher überlappend als stumpf schweißen sollte. Daß auch andere Methoden erlaubt sind, ist aber nicht von vornherein ausgeschlossen.
Andere Variante: man besorgt sich die Literatur, welche auch von den Instandsetzungswerkstätten bzw. bei der Ausbildung benutzt wird.
Gruß Flo