Re: Lackieren mit Baumarkt-Acryl-Lacken
[ Forum für Rostschutz und Fahrzeugrestauration ]
Geschrieben von gerd am 30. Oktober 2000 12:13:36:
Als Antwort auf: Lackieren mit Baumarkt-Acryl-Lacken geschrieben von André am 23. Oktober 2000 18:51:24:
>Hat jemand erfahrung mit baumarkt acryllacken zum lackieren eines Pkws ? ein Autolackierbetrieb hat mir gesagt das mit acryllack aus dem baumarkt eine lackierung eines pkw durchaus akzeptabel ist ? hat jemand erfahrung mit solchen sachen ?
Meine Erfahrung:
1. Kleine Schäden (Schrammen aus der Tiefgarage etc.) repariere ich mit Acryl-Lacken mit gutem Ergebnis. Große Flächen/ganze Autos werden mit Spraydosen zu teuer.
2. Wenn der Farbton stimmt, kann man auch nur die Schadstelle spritzen und muß nicht immer das ganze Teil (z.B. Tür) machen - ausprobieren. Abdecken muß man die Schadstelle "auf Abstand", d.h. Papier/Karton einige cm von der Karosserie halten (z.B. mit Styroporstückechen weit hinten).
3. Der Lack muß gesprüht werden, bis er fast fließt, um eine schöne Oberfläche zu erhalten. (Abstand ca. 10-15cm, 1xsprühen, 1-2 Minuten warten, kreuz sprühen etc.) - und satt aufgetragen werden. Auf der Strasse sprühen geht nicht wegen Windwirbeln (Druck aus der Dose gering) - in der Garage auf Sprühnebel und Nachbarfahrzeuge achten.
4. Transparentlack für Metallic gibt es auch als 2-Komponenten Sprühdose, d.h. wird hart wie guter Lackierer-Lack und ist kaum teurer! Ansonsten wie oben bis kurz vor dem fliessen sprühen, wobei Klarlack leichter fließt als Farblack. Evtl. Nachpolieren erst viel später (1-2 Wochen warten)
5. Mit Strukturdüse gespritzte Teile (Stoßstange, Schweller bei meinem Auto) kann man mit Rolle schön hinbekommen - dafür angemischte Farbe lt. Farbcode nehmen (wg. der Härte)Kleine Reparaturen selbst mit der Dose machen. Was das schlechter ist als eine Einbrennlackierung, freut man sich am gesparten Geld.
Gerd.
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