Re: Anfrage Dröhnschutz
Geschrieben von Tom am 13. Februar 2003 12:09:55:
Als Antwort auf: Re: Anfrage Dröhnschutz geschrieben von Roman Luplow am 12. Februar 2003 19:44:51:
Also eigentlich ist das nicht so sonderlich schwierig, allerdings macht es eine Menge Arbeit:
Erste Voraussetzung ist immer Rost+Fettfreiheit. Gegen Rost in Poren (aber nur wirklich gegen diesen - nicht gegen groben und schuppigen Rost!!!) hilft Phosphorsäure (z.B. Nigrin-Rostumwandler), gegen Fett Silikonentferner. An schwer zugaenglichen Stellen, an die man mit mechanischen Werkzeug nicht ran kommt, kann man auch eines der hier viel diskutierten "Wundermittelchen" einsetzen.
Naja, dann halt eine vernuenftige Grundierung (Primer) drauf. Ich persoenlich habe auch recht gute Erfahrungen mit Zinkstaubfarbe gemacht, allerdings ist hier die Haftung nicht sooo sonderlich gut (es geht so halbwegs), weswegen ich diese am Unterboden nicht einsetzen wurde. Nach dem Prmer dann den Steinschlagschutz in mehreren duenne Schichten aufbringen. Dabei ist es ganz essentiell wichtig, dass diese vor dem Auftragen der Decklackierung wirklich durchgedrocknet ist - sonst reist die Farbe spaeter!!!
Ich mache dass immer so, das ich 3 Schichten mit ja 15-30 Minuten Abstand aufpinseln. Danach lasse ich das ganze einen Tag durchtrocknen und bringe wieder 2-3 Schichten auf. Wenn die Schicht besonders dick sein muss, kann man nach einem weiteren Tag Wartezeit nochmal was "nachtragen". Zum Schluss lasse ich alles nochmal 48 Stunden durchtrocknen.
Dann geht es an die Decklackierung. Ich mache da zunaechst auf den Unterbodenschutz eine duenne Schicht Haftgrund (Filler oder Kombiprodukt) drauf und nachdem dieser trocken ist dann den Decklack (2K, also mit Haerter, kann man auch pinseln).
Ach ja, ganz zum Schluss, weil es gerade Winter ist: Die Verarbeitungsremperatur + Trockentemperatur sollte im Bereich von +15 bis +25 Grad liegen (optimal).