hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

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    • hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Hallo zusammen,

      den folgenden Bericht hatte ich schon vor ein paar Tagen in das W124er-Forum gestellt, aber hier passt er ebensogut her, hoffe ich. Mit ein paar Anpassungen recycle ich den Beitrag also mal für dieses Forum.

      Hatte im Juli den hinteren rechten Radkasten saniert, und dabei war der rostige Hinterachskörper mit aufs Bild geraten. So sah das damals aus:




      Habe mich inzwischen ans Werk gemacht:






      Die schwarze Farbe besteht aus rund zwei Teilen Hammerite Metallschutzlack glänzend (auf Alkydharzbasis) und einem Teil Owatrol-Farbkriechöl. Der Gammel war nur oberflächlich und wurde mit einer Drahtbürste und grobem Schmirgelleinen handentrostet, dann alles mit Spiritus und Bremsenreiniger gereinigt. Entfetten war nötig, weil auch noch Reste von Mike Sanders Fett vorhanden waren. Am Ende der Vorarbeit gab es einen tragfähigen Untergrund ohne Fett, Unterrostungen oder losen Rost, aber noch mit festem Restrost. Owatrol haftet ohnehin nicht so gut auf blankem Metall, sondern funktioniert am besten bei Restrost. Auch die Hauptkomponente, Hammerite ("direkt auf Rost"), sollte zumindest bei solchem Untergrund nicht überfordert sein, und außerdem müsste es der hohe Owatrol-Anteil richten. Also eigentlich ideale Voraussetzungen für diese Anstrich-Mischung. Deshalb habe ich zur Abwechslung auf ein maschinelles Blankschleifen an diesen verwinkelten und dicken Teilen verzichtet. Die Verschraubungen der Streben und den Bereich unmittelbar drumrum sowie die Enden der Federn habe ich beim Streichen ausgespart, dort nehme ich Vaseline und direkt auf die Gummis auch Silikonpaste.

      Bevor böse Kommentare wegen Hammerite kommen: Im "stationären Einsatz" ist das eine gute 1K-Rostschutzfarbe. Schützt im Salzsprühtest mehr als doppelt so lange vor Rostbildung (1000 Stunden) wie etwa der Wachs-Unterbodenschutz Terotex Ultra (480 Stunden).

      Zu Hammerite am Auto habe ich vorher die unterschiedlichsten Berichte gelesen. Die Urteile reichten von "empfehlenswert" bis "unbrauchbar". Von den Kritikern wurden meist Risse und Abplatzen beklagt. Vielleicht rät der Hersteller deshalb von einer Nutzung an Kfz ab. Auch den Satz "Systemfremde Verdünnungen sind für Hammerite Metall-Schutzlack Glänzend nicht geeignet" habe ich ignoriert. Denn Owatrol ist explizit als Zusatzmittel zur Optimierung von Alkydharzfarben gedacht, und durch das Hinzufügen von Owatrol lässt sich Elastizität erzielen, also Rissbildung vermeiden. Als Testobjekt sind die Federn wohl am besten geeignet. Hammerite ist nach 14 Tagen ausgehärtet, diese Zeit ist längst um, und im Fahrbetrieb hält der Anstrich auf den Federn tadellos, keine Risse, kein Abplatzen. Sehe keinen Grund, warum sich das ändern sollte, und wenn es an den Federn keine Probleme gibt, dann taugt der Anstrich anderswo am Fahrwerk allemal. Durch den hohen Owatrol-Anteil ist die Deckkraft von Hammerite allerdings herabgesetzt, und die Mischung ziemlich dünnflüssig. Habe dreimal gepinselt, damit die Schichtdicke nicht zu gering ausfällt. Kanten werde ich vielleicht mit Wachsspray nachbehandeln, obwohl es wahrscheinlich nicht nötig ist.


      Soweit dazu. An den Querlenkern und den vorderen Stoßdämpfern blühte ebenfalls der Rost, und da habe ich noch was ausprobiert, das relativ schnell zu machen war: Erst den losen Rost mit Drahtbürste und Schmirgelleinen entfernt, dann Owatrol inkl. Graphitpulve drauf. Owatrol hatte ich ohnehin noch, Graphit-Pigmentpulver hatte ich Anfang Juni mal billig im Künstlerbedarf gekauft. Ohne Graphit sieht Owatrol wie Klarlack aus, bei handenrosteten Oberflächen also nicht allzu ansehnlich. Mit Graphitpulver ist die Optik schon mal deutlich besser, außerdem erhoffe ich mir vom Graphitpulver auch noch eine zusätzliche Rostschutzwirkung. Die Kombination Graphitpulver und Leinölfirnis (die Low-Cost-Version von Owatrol) war früher eine verbreitete Rostschutzfarbe ("Diamantfarbe"); mit dieser Farbe wurden auch Eisenbahnwagen vor Rost geschützt.

      Stoßdämpfer und Querlenker sind mit Owatrol/Graphitpulver gestrichen, der Stabi mit Hammerite/Owatrol. Die vorderen Federn sind nächstes Jahr dran:




      Der graphitierte Querlenker als solcher:




      Hier sieht man am Stabi ganz gut die Oberflächenstruktur des Hammerite-Lackes. Die Stabigummis sind neu, die Querlenker habe ich zusätzlich mit einer Schicht Multi-Wax-Spray von Teroson geschützt, welches auch noch rumstand und langsam wegmusste... Ohne schützende Wachschicht würde Owatrol an so einer Stelle wohl allmählich abgewaschen:



      Mal im Querformat und von etwas weiter weg. Der Unterboden über dem Datum ist bereits mit einem Yachtlack/Owatrol-Mix gestrichen, jenseits der Bremsleitungen steht diese Arbeit auf der Fahrerseite noch aus:




      Auf der Beifahrerseite ist bereits 2x Yachtlack/Owatrol aufgetragen, damit der intakte Unteroden so bleibt, wie er ist. Die transparente Schutzschicht ist absolut beständig gegen Salzwasser (kann man von Bootslack jedenfalls erwarten), und der Unterboden ist schnell zu säubern und zu kontrollieren. Beim Bootslack handelt es sich um den Kunstharz-Yachtlack von Clou, den es in kleinen 0,25-l-Dosen auch in Baumärkten gibt. Der Yachtlack ist abriebfest und bietet sich wegen seiner KH-Basis zur Mischung mit Owatrol geradezu an:




      Kofferraum-Staufach auf der Fahrerseite mit Yachtlack/Owatrol:



      Wie gut diese Anstriche auf lange Sicht ist, lässt sich natürlich nur ahnen. Machen jedenfalls einen haltbaren Eindruck. Ein Pluspunkt von Hammerite/Owatrol und Yachtlack/Owatrol ist die sehr glatte, elastische Hochglanz-Oberfläche, die keinen Dreck festhält und auch noch edel aussieht. Über Hammerite pur will ich damit keine Aussagen treffen. Der Mix mit Owatrol soll die jeweiligen Nachteile der beiden Mittel aufheben, wie auch bei meiner Yachtlack/Owatrol-Empfehlung für den Unterboden und die Radkästen.

      Hätte auch ebensogut meine Reste von Permafilm black aufbrauchen können oder die Stellen nach dem Entrosten mit Haftfett schützen können, das wäre in Hinblick auf Rostschutz auch o.k. gewesen. Eine Rolle hat auch gespielt, dass ich ohnehin das Owatrol mal aufbrauchen muss und dass es Hammerite im Laden in kleinen 250-ml-Dosen zu kaufen gibt, im Gegensatz etwa zu den Brantho-Korrux-Farben.

      Sind also nur ein paar Möglichkeiten unter vielen, aber offenbar keine schlechten.

      MfG, Hanseat
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Karl schrieb:


      Oh Herr im Himmel! Bewahre uns Händler und Hersteller vor solchen Heimwerkern!


      Nur Blöd das bei Dir ja viele Heimwerker nicht mehr Kunden sind, nur das Wurmt Dich wohl so.

      Amen :P

      Gruß

      Holger
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Hallo zusammen!

      Karl schrieb:


      Mach uns doch mal bitteine Kostenrechnung auf, so nach dem Schema:
      Hammmerite Dose XX ml / Preis
      Owatrol Dose XX ml / Preis

      Die Kostenfrage stellt sich zwar, lässt sich aber nicht eindeutig beantworten.

      Hammerite (250 ml) für 8,30 Euro.
      Graphitpulver (ca. 100 Gramm) für 2,40 Euro.
      Von beidem ist nur wenig verbraucht, schätzungsweise erst ein Drittel.

      Zum Bootslack gibt´s keinen Kassenbon mehr, war eine 250-ml-Dose während einer 20-Prozent-Aktion bei Praktiker. Bei Ebay ist dieser Lack momentan für 7,80 Euro / 250 ml zu haben.

      Owatrol, 1-Liter-Dose, habe ich vor X Jahren in einem Laden für Bootsbedarf gekauft, war nicht gerade günstig. Die heute üblichen rund 20 Euro hat es damals nach meiner Erinnerung nicht ganz gekostet. Das Mittel ist teuer, aber sehr ergiebig. Owatrol habe ich also nicht extra wegen dieser Aktion neu gekauft, sondern benutze die Dose jetzt bereits am zweiten Wagen und will sie langsam mal leerbekommen. Das Zeug ist mittlerweile zu zwei Dritteln aufgebraucht.

      Das 1x Drübersprühen über die Querlenker aus einer fast leeren Dose mit Multiwax-Spray fällt für mich komplett unter kostenlose Resteverwertung.

      Eine exakte Kostenrechnung ist also nicht möglich. Das tatsächlich verbrauchte Material hat, grob überschlagen, nicht mehr als 15 Euro gekostet. Die Brutto-Kaufpreise der Artikel lagen addiert bei rund 40 Euro. Von diesen 40 Euro entfällt allerdings ca. die Hälfte auf den Liter Owatrol, von dem jetzt nur eine relativ geringe Menge verbraucht wurde. Der Preis des tatsächlich verbrauchten Materials einerseits und der Brutto-Kaufpreis für die vollen Dosen andererseits können also nur ungefähre Anhaltspunkte sein. Teuer war´s aber nicht, Versandkosten fielen nicht an, und mir persönlich ist das erzielte Ergebnis den Preis allemal wert. Mir kam es bei gutem Rostschutz auch darauf an, die Fahrwerksteile wieder mit ihrer Originalfarbe Schwarz zu versehen, den Unterboden-Anstrich hingegen glänzend-transparent zu halten, mir keinen Stress mit Härter (2K) zu machen, keine großen Reste übrigzubehalten und weitgehend auf Schmierig-Fettiges zu verzichten.

      Karl schrieb:


      Welcher OWATROL "Bootslack" ist da verarbeitet worden?

      Hatte ja schon geschrieben: "Beim Bootslack handelt es sich um den Kunstharz-Yachtlack von Clou." Steht weiter oben. Wie heißt es doch? "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil" - diese Weisheit erfährt man u.a. auf dieser Seite.

      Als 1-Komponenten-Klarlack ist der Yachtlack ursprünglich zum Schutz von Holzbooten konzipiert. Die Produkteigenschaften kann man sich aber auch am Auto zunutze machen: "Glänzender Kunstharz-Klarlack, seewasserfest, witterungsbeständig nach DIN 53387, glanzstabil, abriebfest, beständig gegen schwache Laugen und Säuren, sowie gegen haushaltsübliche Reinigungsmittel." (Quelle)

      Der Lack kann im Prinzip auch ohne Owatrol-Beimengung am Unterboden und in den Radkästen verwendet werden. Er ist aber ziemlich dickflüssig, streicht sich mit Owatrol besser, wird ergiebiger und dringt besser in Haarrisse und raues Material ein.

      Karl schrieb:

      Warum gibts kein Brantho-Korrux im nächsten Baumarkt? Vielleicht wiel beide Farben in ganz anderen Klassen spielen? Das Hammerite ist ein Heimwerkewässerschen, das andere ist eine Bautenschutzfarbe und dazwischen liegen Welten, die länger als Dein Beitrag sind.

      Soso, Brantho Korrux ist gegenüber Hammerite eine ganz andere Liga! Dann werfen wir mal einen Blick auf die Standard-Vergleichsmethode für Rostschutzeigenschaften, nämlich den DIN-Salznebelsprühtest. Und schauen, wie weit Brantho Korrux Nitrofest und Hammerite Metallschutzlack tatsächlich auseinander liegen. Auch die notwendige Schichtdicke ist interessant:

      Brantho Korrux "nitrofest":
      480 Stunden ab 80 µ Schichtdicke
      1000 Stunden ab 200 µ Schichtdicke
      (Salzsprühnebelprüfung nach DIN 50021)

      HAMMERITE METALL-SCHUTZLACK SPRAY - KORROSIONSWIDERSTAND: Getestet nach DIN 50021 SS im Salz-Sprühnebel über 1000 Stunden. (Voraussetzung: Prüfbleche mit 100 µ Trockenfilm, getestet nach DIN 50021) Zertifizierter Metall-Schutzlack, geprüft durch TÜV Produkt- und Umwelt GmbH, Prüfnummer: 424-030005, Freiwillige Prüfung nach TÜV Standard 02.00.001.01

      An der Qualität von Branth-Farben will ich damit nicht zweifeln, diverse Tests sprechen aber nicht gerade gegen Hammerite. Auch im privaten Rostschutztest eine Opel-Frontera-Fahrers sind Hammerite und Brantho Korrux auf dem selben Testblech vertreten (Testfelder 7 und 8), neben anderen Produkten. Und auch da liegt Hammerite nicht schlechter: "die Fläche 7 Hammerite Schutzanstrich direkt auf Rost hält noch was die Werbung verspricht, die Fläche 8 Brantho Korruz 3 in 1 direkt auf Rost zeigt leichten Rost an den Rostpickeln, die Fläche ist noch unauffällig" (zum Test)


      Karl schrieb:

      Oh Herr im Himmel! Bewahre uns Händler und Hersteller vor solchen Heimwerkern! Und bewahre andere Heimwerker davor, es so zu machen und bei den Herstellern und Händlern zu reklamieren, wenn es nicht funktioniert!


      Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, Owatrol mit Graphitpulver zu mischen. Du sprichst von einem Risiko? "Diamantfarbe" (Leinölfirnis mit Graphitpulver) ist eine seit Jahrzehnten bewährte Rostschutzfarbe. Aus dem Vortrag von 1928 (!) eines Schweizer Eisenbahningenieurs zu Erfahrungen mit Rostschutzfarben während 30jähriger Praxis:
      "Neben diesen Emailfarben kamen auch eine Reihe anderer rostschützender Farben auf den Markt, die sich speziell für Brücken- und Eisenkonstruktionen eignen und bei welcher sogar die vorherige Bleigrundierung erspart werden kann. Ich nenne davon die jetzt hauptsächlich verwendeten Produkte: Schuppenpanzerfarbe, Ferubron, Eisenglimmerfarbe, Diamantfarbe (...) Weiter sind aufzuführen die Teer- und Asphaltfarben. (...) Ihre Haltbarkeit ist bedeutend geringer als die vorher angeführten Rostschutzfarben." (Quelle, PDF-Datei) - Aus´m "Brockhaus", 14. Auflage: "Für Eisenanstrich ist in neuerer Zeit die besser als Mennige und Bleiweiß-farbe schützende Diamantfarbe in Gebrauch gekommen, welche aus fein gemahlenem Graphit und Leinölfirnis besteht." - Auch die erwähnte Schuppenpanzerfarbe und Eisenglimmerfarbe sind übrigens heute noch ein guter Rostschutzanstrich.

      Abgesehen davon: Lieber Karl, ich glaube, dass ich Dir gegenüber schon mal dezent angedeutet hatte, dass ich Zugang zu Profi-Lacken bei guten Konditionen habe, notfalls faßweise - dazu müsste ich nur kurz vor die Tür frische Luft schnappen gehen. Und da sind auch Sachen für schweren Korrosionsschutz dabei, die Du in Deiner Recklinghauser Bastelbude nicht führst. Nur war es meine private Entscheidung, es an diesen unproblematischen Stellen mal mit Hammerite und "Diamantfarbe" zu versuchen, weil ich auf das Zeug neugierig war, vor allem im Mix mit Owatrol und am Kfz. Und viele Besucher dieses Forums finden einen Produktbericht über das bekannte Hammerite, das es in der Fernsehwerbung und in vielen Geschäften gibt, wohl interessanter als z.B. einen Beitrag über den zweifellos hervorragenden CONRADS-EK-PUR-Reaktionshaftgrund PE-000090.

      Zudem solltest Du mal wieder an Deiner Netiquette arbeiten - etwa Deine Beiträge mit An- und Abrede beginnen. Und immer an die Kunden denken, die Du hier und in anderen Foren durch Deine Beiträge nicht gewinnen, sondern verlieren könntest.

      MfG, Hanseat
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Karl schrieb:


      Du wirst lachen oder weinen, von denen haben einige Meinungen zu diesem Laberforum, die viel härter sind als meine


      Naja, deine Meinung ist sehr Einseitig und ist mit Verlaub so viel wert, wie das "gebastel" von deinen Kumpels, dich eh nichts schreiben können ohne auf das gleiche Niveau wie Du zu kommen.

      Gruß

      Holger
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Hallo zusammen!

      Karl schrieb:


      Verstehe mich mal nicht falsch: Du machst hier Milchmädchenrechnungen auf. Du hast ein paar von de produkten schon gehabt. User, die Deinen Tipp lesen, haben die nicht alle parat.

      Ich mache hier keine Milchmädchenrechnung auf, sondern MEINE individuelle Kostenrechnung. Diese zählt für mich, warum sollte ich also Gegenrechnungen mit höheren Kosten aufstellen, wenn diese FÜR MICH keine Gültigkeit haben? Deine Gegenrechnung ist ebenfalls nicht auf jeden übertragbar, auf mich etwa schon mal nicht. Jeder muss anhand seiner Einkaufsmöglichkeiten, Fahrtwege und evtl. bereits gekauften/angebrochenen Mittel für sich selbst nachrechnen und entspechend einkaufen. Das sollte keinen überfordern.


      Karl schrieb:


      Dasselbe kannst Du mit Bootslacken diverser Hersteller ohne Beimischung eines Additivs haben. Du bebesserst nur, was nicht optimal ist und liegst am Ende beim gleichen Preis wie bei der Verarbeitung eines besseren Produkts.
      Diesen Yachtlack im günstigen 250-ml-Gebinde habe ich gezielt gekauft, weil ich ohnehin noch eine rund vier Jahre alte, halbvolle Dose Owatrol da hatte und weil sich dieser 1K-Bootslack mit Owatrol ausgezeichnet mischen lässt. Für mich war das die optimale Lösung, und das Resultat ist so geworden, wie ich es haben wollte. Deshalb ist es sinnlos mir einzureden, dass ich das besser anders gemacht hätte. Nicht jeder muss diese Arbeit mit exakt den gleichen Produkten 1:1 nachahmen. Es lässt sich aus meinem Beitrag auch nur die allgemeine Empfehlung herauslesen, dass ein geeigneter klarer Bootslack als Langzeitschutz an einem intakten Unterboden eine saubere und gute Sache ist.

      Karl schrieb:

      Du schreibst hier wirklich sehr interessante Dinge und vergleichst einen Salzsprühtest der für Nitrofest bei ab 80 µm durchgeführt wurde mit einem Salzsprühest, der für Hammerite bei ab 200 µm durchgeführt wurde.

      Das ist schlicht falsch. Oben steht eindeutig:
      Der Test von " Branths Nitrofest" wurde mit zwei Schichtdicken durchgeführt, nämlich 80µ und 200µ. Du scheinst damit nicht so vertraut zu sein, kannst es aber im Datenblatt und notfalls bei rostschutzfarbe.com nachlesen, und falls Dir die Seite bekannt vorkommt: Das ist Deine eigene Website. Der Test von Hammerite hingegen wurde mit nur einer Schichtdicke durchgeführt, nämlich 100 µ.

      Um ein Testblech im Salzsprühnebeltest 1000 Stunden rostfrei zu halten, braucht Branths "Nitrofest" eine doppelt so hohe Schichtdicke (200µ) wie "Hammerite Metallschutzlack" (100µ). Anders gesagt: Bei gleicher Schichtdicke von 100µ bildet sich mit Hammerite nach ca. 1000 Stunden erster Rost, mit Branths Nitrofest schon nach rund ca. 570 Stunden.


      Karl schrieb:

      Bring bitte mal weirere Vergleiche, wo Hammerite dem Nitrofest überlegen sein soll? Wie säurefest ist es, welche Rauchgasatmosphähre hält es stand? Wie kann man darauf spachteln? Kann man auf Hammerite 2-K Produkte verarbeiten? Wenn ja: auch alle, die auf Nitrofest gehen? Hat es eine Prüfung für den Schutz von Stahlbauten nach DIN 55928-5?

      Tja, nun will ich Federn und Achsteile nicht überspachteln oder mit 2-K-Produkten überarbeiten oder mit Waschbenzin reinigen, und ich brauche für den oben gezeigten Job auch keine 750 ml. Erkläre doch mal bitte: Was nützen mir für obige Arbeiten 750 ml von einer benzinfesten Farbe, die ich überspachteln und mit 2-K-Produkten überarbeiten kann? Für meine Zwecke haben 250 ml Hammerite aus dem Laden um die Ecke (ergänzt mit vorhandenem Owatrol) nun mal besser gepasst als der Kauf einer 750-ml-Dose Brantho Korrux Nitrofest aus dem Internet. Unter ANDEREN Auswahlkriterien und Bedingungen hätte es anders sein können, aber MEINE Auswahlkriterien und Bedingungen waren nun mal keine anderen, und das hast Du so zu akzeptieren.

      Karl schrieb:


      Ich kenne den von Dir zitierten Beitrag seit langem.
      Ich ahbe aber die Testbleche nie diesess privaten Testers nie life gesehen und auch nicht wann er mit seseinem Test anfing.

      Warum auch sollte jemand, der irgendwo in Deutschland auf seinem Grundstück mit einem angerosteten Blech einen privaten Rostschutzfarbentest macht, ausgerechnet Dich dabei hinzubitten?


      Karl schrieb:


      Hammerite Metallschutzlack Schicktdicke nach 2 Aufträgen ca. 50 µm, nach 2 Tagen noch nicht trocken, mehr Farbe im Pinsel als auf dem Blech. Ich lade Dich allrderdings gerne dazu ein, den Test life nachzuvollziehen. Du darfst das Hammerite taufrisch im nächsten Baumarkt Deiner Wahl auf meine Kosten gekauft für einen Vergleichanstrich mitbringen. NAch 60 Minuten werden sich Deine Augen und die der Zeugen, die Du auch gern mitbringen darfst, rollen, wenn das Brantho-Korriux bereits einen trockenen, dicken Film, bildet und man beim Hammerite den Eindruck von "Wasserfarbe", die nicht trocknen will, hat.
      Und nochmals, wer lesen kann, ist klar im Vorteil:
      Ich habe Hammerite bereits gekauft und benutzt, und das Resultat ist gut und oben zu besichtigen. Ich muss diese Farbe also nicht mehr testen, ist schon geschehen. Es stimmt: Die Farbe ist dünnflüssig, und als Kunden hat man eher die Masse der Heimwerker als die Profis im Blick. Trotzdem funktioniert sie für die benutzten Aufgaben im Verbund mit Owatrol offenbar einwandfrei (wie man sieht), und eben das wollte ich ausprobieren. Auch die Trockenzeit ist schnell und nicht etwa so, wie Du sie schilderst. Zudem hält sich Hammerite nicht nur im DIN-Salznebelsprühtest des TÜV und im Frontera-Fahrer-Test gut. Es hat in den Rostschutzfarbentests von "selbst ist der mann" aus den Jahren 2005 und 2008 den ersten und dritten Platz belegt und sich dabei auch gegen solche Hersteller durchgesetzt, die den Profi-Markt bedienen, wie Akzo Nobel (Glasurit) oder Eldekor.



      Karl schrieb:


      Willkommen in der Gegenwart! Wir leben im Jahr 2009 und seid 1928 haben die Lackhersteller soweit optimiert, daß der billigste Heimwerkerlack der Gegenwart erheblich besser als Uropas Liebling sein dürfte.

      Einer von Uropas Lieblingen, eine Schuppenpanzerfarbe mit Leinöl und Eisenglimmer, lag beim Test von 33 Rostschutzmitteln für den ARD-Ratgeber in der Spitzengruppe, "gute rosthemmende Wirkung". (Der Test wurde übrigens durchgeführt von Gerd Cordes, ebenfalls Autor des Autobild-Hohlraumschutztests und heute "Timemax"-Betreiber.) Auch Leinölfirnis mit Graphitpulver findet heute noch Verwendung, sogar für hitzebelastete Gerätschaften wie Grillöfen.


      Karl schrieb:

      Du wirst lachen oder weinen - ich habe Kunden, die das Forum kennen und regelmäßg lesen, Deine und die Beiträge der beiden anderen Forenkings lesen und die bei mir Ware abholen. Darunter auch Lackierer.
      (...) die liegen nämliche meistens unterm Auto und basteln

      Die armen Teufel! Werden die nie fertig? Mal sollte man auch mal fahren. Offenbar benutzen sie die falschen Produkte und wurden schlecht beraten. Und während man in Villabajo noch schraubt, fährt man in Villarriba schon ins Grüne.


      Karl schrieb:

      und fragen sich, wieso Leute wie du und die beiden anderen Forenkings neben der Bastelarbeit noch so viel Zeit haben können, tagtäglich Weisheiten zu posten, die allzuoft keine sind.

      Tagtäglich? Du kannst doch rechnen? Im Schnitt schreibe ich hier alle vier Tage mal nen Beitrag.

      MfG, Hanseat
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Hallo miteinander!

      Karl schrieb:


      ??? Sorry, Du verwechselst hier was: Nitrofest wurde bei einer Schichtdicke von 200 µm getestet, was nicht besagt, daß es bei einer geringeren Schichtdicke früher rostet. Woher nimmst Du die 570 µm?

      Hm, das "Branth-Nitrofest"-Testblech bleibt unter folgenden Bedingungen rostfrei: Bei 80µ Schichtdicke für 480 Stunden und bei 200µ Schichtdicke für 1000 Stunden (Angaben aus dem Datenblatt von Branth, Salzsprühnebeltest nach DIN 50021). Je dicker die Schicht, desto später der Rost. Daraus ergeben sich dann als Zwischenwert bei 100µ Schichtdicke rund 570 Stunden, Hammerite hält bei 100µ aber für 1000 Stunden.

      Darin sehe ich aber kein Problem - ich würde Dir ohne weiteres abnehmen, dass sich bei den Branth-Farben eine höhere Schichtdicke leichter erzielen lässt als bei Hammerite, also mit ein- bis zweimal weniger streichen. Deckkraft und Schichtdicke haben mich bei Hammerite nicht wirklich beeindruckt, und das ist durch die Verdünnung mit Owatrol nicht besser geworden, das hatte ich ja im Anfangsbeitrag schon geschrieben. Drei Anstriche braucht´s schon, es hätten auch vier sein dürfen. Stellenweise scheint immer noch der Untergrund schwach durch, was auch am transparenten Owatrol liegen dürfte, das zu ca. 1/3 im Anstrich enthalten war. An Federn und Hinterachse spielt das keine große Rolle, und dafür wird der Restrost schon beim ersten Farbauftrag gut durchdrungen. Und dann kommt zum Tragen, dass Hammerite eine gute Rostschutzwirkung bei geringerer Schichtdicke entwickelt - für mal eben 3x über handentrostete Fahrwerksteile drüberpinseln ist Hammerite/Owaratol mehr als o.k. - sieht einwandfrei aus und hält vermutlich länger, als die alte Original-Werksfarbe gehalten hat.

      Karl schrieb:

      Ich lade Dich und alle anderen Leute aus diesem Forum gerne ein, die Hersteller dürfen auch gerne kommen. Dazu brauchen wir dann noch ein paar ganz unabhängige Leute, die das Testmaterial einkaufen und mitbringen. also die einen das Nitrofest, egal wo gekauft, die anderen das Hammerite, egal wo gekauft.

      Das Angebot ist durchaus fair, keine Frage. Aber Du musst mich gar nicht erst von den Vorzügen der Branth-Farben überzeugen. Ich habe die Farben zwar tatsächlich noch nicht benutzt, aber die Produkteigenschaften sind zweifellos gut, die Farben werden auch im harten industriellen Einsatz verwendet, und man findet praktisch keine negativen Erfahrungsberichte, sondern nur Empfehlungen. Auf einem komplett bis aufs Metall gestrippten und mühsam entrosteten Unterboden hätte ich auch keine Versuche mit Hammerite angestellt, sondern Brantho Korrux "Nitrofest" oder "3 in 1" in die engere Wahl gezogen, DAFÜR hätten auch die 750 ml gepasst.

      Im Grunde war die gut halbvolle Dose Owatrol die "Ausgangsbasis" für alle oben gezeigten Arbeiten, also auch für die "Diamantfarbe". Die Stoßdämpfer und Querlenker sind Austauschteile und eh irgendwann fällig; da kann man durchaus was mit Graphit/Owatrol probieren, praktisch ohne Risiko.

      Noch zu Hammerite am Hinterachskörper: Manche geben den guten Tipp, sich einen gebrauchten Hinterachskörper vom Schrotti zu holen, sandzustrahlen, zu lackieren und dann den rostigen Achskörper gegen den sanierten auszutauschen. Sehr gründlich, und bei der Methode hätte ich ebenfalls kein Hammerite genommen, sondern eine Farbe aus dem Industriebereich, z.B. eine von Branth. Das wäre bei dem Aufwand und den Gesamtkosten dann sicherer gewesen. Welche Farbe ist denn nach Deiner Einschätzung kratzfester, "3in1" oder "nitrofest" - oder nimmt sich das nichts?

      Karl schrieb:

      Uropas ist so tot wie seine Weisheiten. Die moederne Lackfarbenindustrie hat längst etwas Besseres entwickelt, als Uropa jemals kannte.

      Wollen mal sehen, wie lange die "Diamantfarbe" mit und ohne Multiwax-Schicht hält. Zur Eisenglimmerfarbe: Kann Dir versichern, Eisenglimmerfarbe ist garantiert kein alter Hut. Die Farbe bietet ausgezeichneten Korrosiosschutz durch ihren hohen Festkörperanteil, damals wie heute. Anwendungsbereiche sind auch weiterhin Masten, Stahl- und Brückenbauten usw. Als ich mit meinem "Hauptlieferanten" mal über geeignete Endanstriche für den Kfz-Unterboden sprach, hat er mir u.a. 1K-Eisenglimmerfarbe empfohlen, auf Kunstharzbasis wegen der leichten Verarbeitung. Gibt es auch in einer PUR- und 2K-Epoxid-Ausführung. Viele Lackhersteller haben Eisenglimmerfarbe im aktuellen Programm, ist also nicht aus Uropas Zeiten.

      Was die Tests angeht: Natürlich lässt sich darüber trefflich streiten, ist hier ja auch schon mehrmals geschehen. Aber wenn ein Produkt in mehreren Tests über Jahre immer wieder vorne dabei ist und auch Privatanwender über gute Erfahrungen berichten, dann ist das Produkt höchstwahrscheinlich tatsächlich gut. Zu Mike Sanders Fett als Hohlraumschutz haben die Tests jedenfalls nichts Falsches behauptet, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Und die Verbreitung dieses Fetts dürfte durch den positiven Autobild-Test einen ziemlichen Schub erfahren haben.

      Karl, wenn Du wirklich mal was Gutes tun willst: Es gibt diese Rostschutz-Mennige von Branth. Und es gibt noch etliche Bleimennige-Fans, obwohl DAS Zeug nun wirklich nicht mehr zeitgemäß ist - auch deswegen ist die Branth-Mennige als Bleifrei-Alternative interessant. Aber auch sonst scheint die Grundierung sehr gut zu sein, die Herstellerangaben sind zumindest vielversprechend. Könntest Du ja mal was zu schreiben, falls Du Näheres weißt, denn zu dieser Mennige gibt es bisher kaum was in Foren. Inwieweit ist die für Kfz geeignet? (Um Irrtümern vorzubeugen - im Moment will ich selbst die Mennige nicht nutzen, wäre Wissen für den Hinterkopf.)

      MfG, Hanseat
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Hallo zusammen,

      knapp zwei Jahre nach Start dieses Threads habe ich heute ein paar Bilder von der Vorderachse gemacht. An den Querlenkern hat sich wieder deutlich Rost gebildet. Die Teile wurden damals mit einer Owatrol-Graphit-Mischung gestrichen und anschließend mit Multiwax-Spray von Teroson beschichtet.

      Eine Erläuterung: Die Schweißnaht, an der sich der Rost hauptsächlich gebildet hat, rostet auch von innen stark. Hatte sie damals etwas halbherzig von innen mit AS-R und Liquid A behandelt.

      Der Stabilisator wurde mit einem Hammerite-Owatrol-Mix gestrichen und ist bis heute rostfrei.

      Die Gegenüberstellung, damals und heute:


















      Der Kunstharzbootslack-Owatrol-Mix am Unterboden, auf dem Foto rechts von den Bremsleitungen, ist weiterhin top. Auf der Innenseite bin ich immer noch nicht zum Anstrich gekommen.

      MfG, Hanseat
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      Na, so ein Update nach 2 Jahren finde ich ja richtig klasse (ein gewisser ehemaliger Nutzer würde jetzt wieder sagen: die Forenkings beweihräuchern sich mal wieder gegenseitig).
      Bedecken wir also die "Diamantfarbe" mit dem Mantel des Schweigens :rolleyes:
      Was mich wundert, wenn Deine Querlenker von innen AS-R drauf hatten, dass es doch dermaßen modert. Alles schon ausgewaschen?

      Welche Mischung willst Du als nächstes antesten?
      Mal Standard (Fluidfilm A + Permafilm)?
      Sanders Fett?
      Kreidezeit Schuppenpanzer?


    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      stobi_de schrieb:


      Was mich wundert, wenn Deine Querlenker von innen AS-R drauf hatten, dass es doch dermaßen modert. Alles schon ausgewaschen?

      Dem möchte ich mich anschließen. Ausserdem wäre eine Erläuterung der Aussage "Hatte sie damals etwas halbherzig von innen mit AS-R und Liquid A behandelt." nett. Bezieht sich das "halbherzig" auf die Mittel (an denen ich - gerade an der genannten Stelle - nichts auszusetzen finde) oder auf die Verarbeitung (schnell mal reingehalten nach dem Motto "wird schon werden)?

      Danke und Gruß,
      g40
    • RE: hammerite, graphitpulver, bootslack - im mix mit owatrol (mit neun fotos)

      stobi_de schrieb:


      Was mich wundert, wenn Deine Querlenker von innen AS-R drauf hatten, dass es doch dermaßen modert. Alles schon ausgewaschen?

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      G40 schrieb:

      Bezieht sich das "halbherzig" auf die Mittel (an denen ich - gerade an der genannten Stelle - nichts auszusetzen finde) oder auf die Verarbeitung (schnell mal reingehalten nach dem Motto "wird schon werden)?

      Letzteres. Habe nicht alles darangesetzt, um die Dinger der Nachwelt zu erhalten. Hatte etwas AS-R reingepustet, aber bei einem Verschleißteil nicht so viel und sorgfältig wie bei Karosserie-Hohlräumen. Außerdem nicht später nachgearbeitet. Querlenker gibt es bei Taxiteile derzeit zum Stückpreis von knapp 100 Euro. Deswegen auch der Versuch mit Diamantfarbe; bei so einem Teil kommt es nicht so drauf an. Möglich, dass das AS-R überwiegend ausgewaschen wurde. Die Querlenker bekommen durch ein Loch von oben einiges an Wasser ab, und viel Spritzwasser aus dem Radkasten sowieso. Dazu gab es ein paar längere Winterfahrten auf salzgestreuten Autobahnen. Also sehr ungünstige Bedingungen.

      Bin mir nicht sicher, in welchem Maß eine Korrosion auch ohne Durchrostung an Schweißnähten von innen durchschlagen kann, dagegen wäre jede Beschichtung machtlos. Was mich zudem stutzig macht: Selbst wenn Diamantfarbe gar nichts taugen würde, der zusätzliche Schutz mit Multiwax-Spray außen hat den Rost auch nicht verhindert, obwohl die Teroson-Wachse gut sind.

      stobi_de schrieb:

      Welche Mischung willst Du als nächstes antesten?

      Schuppenpanzerfarbe würde mich schon interessieren. Aber ich muss auch mal meine Reste aufbrauchen. Etwas Schmieriges werde ich nicht nehmen. FF Liquid A habe ich da, und Perma in Schwarz. Das wäre am einfachsten und sieht auch einigermaßen ordentlich aus.

      Den Vorteil von Diamantfarbe, dass sie schnell und billig nachgearbeitet werden kann, sehe ich nach wie vor. Aber für gerade mal zwei Jahre inkl. zusätzlicher Wachsschicht ist das gezeigte Ergebnis dann doch zu schlecht. Die Stoßdampfer vorne hatte ich 1x mit Owatrol-"Diamantfarbe" gestrichen, auch dort kommt wieder Rost durch. Viel mehr kann man bei einer Schicht wohl auch nicht erwarten. Aber der ganz große Bringer ist das Zeug nicht.

      Das Ergebnis mit Hammerite-Owatrol ist bei etwas höherem Preis und Aufwand deutlich besser, siehe Stabilisator. Diese Mischung hatte ich ja auch an der Hinterachse verarbeitet, sogar an den Federn. Kurzen Blick darauf geworfen, sieht immer noch gut aus, genauere Inspektion und Fotos werden folgen.

      MfG, Hanseat