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Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
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12.01.2010, 16:06
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.01.2010 16:09 von florianz.)
Beitrag: #1
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Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
Hallo,
mit Interesse habe ich die (hitzige) Diskussion zum "Gurulan" im WWW verfolgt, wohl auch, weil ich auch mal eine selbstgerührte Mixtur verwendet habe. In einem Post heisst es, das der LKW-Hersteller DAF seine Fahrzeuge mit mit der Nato-Mischung PX11 (a?) konserviert, hergestellt von Valvoline (Vaseline plus Bienenwachs). Die Mischung macht nach etwas Überlegen schon Sinn. Vaseline alleine wird auch als Korrosionsschutz angepriesen (so auf der Seite eines Vaseline- u. Weissöl-Herstellers). Ich recherchiere auch, ob denn alternativ zum "Nato-px11" ein Calzium-verseiftes Fett (wie z.b. die meisten Bootsfette), die sehr wasser-resistent sind, für meinen Oldtimer zur Konservierung (auffrischen Unterboden, evtl. Hohlräume) passen würde. Lt. Liqui-Moly kann man deren Bootsfett zum Rostschutz nehmen (würde das bootsfett mit FF mischen). So, im Rahmen der Recherche zu px11 und calcium-verseiften Fett hat mir jemand, der bei der Shell arbeitet, gesagt, die hätten mal ein ähnliches Fett wie das MS gehabt (bzw. habens noch), genannt "Shell Ensis Fluid". Das Zeug sei fest, bei Erwärmen aber flüssig. Die Recherche im Internet ergab dann: Shell Korrosionsschutzfett, grünbraun, mäßig langziehend; Vaselineartiges Produkt, welches einen gut haftenden Schutzfilm bildet. Die Aufbringung erfolgt im allgemeinen nach Erwärmung auf ca. 65°C; besonders geeignet zur Konservierung von Land- und Baumaschinen sowie für Ketten. oder "Shell Ensis Fluid G, Weicher, vaselineartiger "selbst heilender" Schutzfilm, zur Endkonservierung von Metallteilen aller Art bei Hallenlagerung bis zu 18 Monaten und überdachter Freilagerung bis zu 8 Monaten." Bei "vaselinartig" wurde ich sofort hellhörig, das scheint eine "Nato-Mischung" zu sein. Meine Frage: hat jemand von dem Shell-Produkt gehört, oder kennt von den anderen großen Herstellern ein ähnliches Produkt? Hat wer schon mal calcium-verseiftes Fett verwendet? Ich weiss um die Qualitäten von FF, und ich will auch Mike Sanders nicht madig machen (ganz im Gegenteil). Ich vermute auch, das MS grundsätzlich die Nato-Mischung ist; nachdem er das schon seit ein paar Monden macht, hat er wohl am Mischungsverhältnis (evtl. mehr als 10 % Bienenwachs) und Additiven getüftelt. Mich interessiert das Thema Rostschutzfett einfach grundsätzlich und ich will mir ggf. selber was anrühren. Ich würde entweder das fertige (oder selbst gerührte) px11 oder halt Bootsfett mit Fluid Film mischen, damit ichs einfacher u. mit geringer Hitze verarbeiten kann. Meine letzte wilde Mischung (Resteverwertung) zum Auffrischen der alten Bitumen (Reste aus Fluid Film, österr. Seilfett, Bootsfett, etwas Sägekettenöl, Permafilm) hat gut funktioniert. Die Bitumen wurden weich u. blieben selbst im Spritzbereich ein 3/4 Jahr lang weich, klebrig, wasserabweisend. Die Mixtur wurde gerollt/gepinselt (Wagenheber und Böcke u. etwas Platz reichen dafür). Jetzt ist wieder eine Auffrischung vom Unterboden u. eine Hohlraumkonservierung notwendig (Benz ist ein Alltagsauto). Ich will keine "Mike-Sander-Abzocker" Diskussion lostreten, sondern kucken, obs denn von nem Hersteller das Natofett gibt, um eine preiswerte Lösung für leute mit kleiner Geldbörse (wie ich) zu haben. Ob ich das Zeug selbst anrühren würde, weiss ich noch nicht. Ich hab gestern mal nen Vaseline-Hersteller angemailt, ob der auch kleine Mengen liefert. Alternativ denke ich an eine bootsfett-FF Mischung. Also, kennt jemand das Nato-Fett von Shell oder anderen Herstellern, bzw. hat jemand mit Bootsfetten Erfahrungen gemacht? Danke und beste Grüße flo |
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13.01.2010, 14:41
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.01.2010 14:51 von hanseat.)
Beitrag: #2
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
Hallo Florian,
das Bootsfett von Liqui Moly eignet sich eher für punktuellen Rostschutz. Es bleibt für längere Zeit (Monate) ziemlich weich, trocknet dann etwas ein und wird dadurch stabiler. Von einem scharfen Wasserstrahl wird es aber verdrängt, obwohl ich in den Produktinfos mal gelesen habe, dass es sogar für den Außeneinsatz an U-Booten geeignet sein soll. Habe es z.B. für den Korrosionsschutz an Verschraubungen genutzt, wo keine Kriechwirkung gewünscht ist oder wo etwas höhere Temperaturen herrschen. Es hält bis 100 Grad aus, da laufen Mike Sanders Fett oder Vaseline schon flüssig davon. Nach m.E. ist das graue SG-Haftfett besser geeignet als das Bootsfett. Es ist sehr zäh und klebrig und sehr spritzwasserbeständig, kriecht aber nicht und penetriert keinen Rost. Zu Deiner Frage nach dem Shell-Produkt: Es heißt "AeroShell Compound 05". Es besteht aus Vaseline und Bienenwachs im Verhältnis 9:1 und wird, wie der Name ahnen lässt, von Shell für Luftfahrzeuge verkauft. Spezifikationen von "AeroShell Compound 05": Schmelzpunkt bei 70 Grad Celsius, NATO Code C-628; Joint Service Designation PX-11. Und bei der Angabe "PX-11" ist klar, dass es nicht nur für Flugzeuge taugt. Denn PX-11 ist gedacht für "long term preservation of MT, artillery & small-arms sub assemblies." Wobei "MT" für "Military Transport" steht. Eine weitere Militärnorm zu Rostschutz mit Vaseline (=Petrolatum) ist diese hier: MIL-C-11796C, MILITARY SPECIFICATION CORROSION PREVENTIVE COMPOUND, PETROLATUM HOT APPLICATION Ein entsprechendes Produkt: "Castrol Braycote® 248 is designed to protect machined, unpainted metal surfaces from the effects of indoor or shed exposure for periods of six months or more. MIL-C-11796C, Class 3, Nato-Code C-627." Als Normalbürger wird man aber schwer an "Castrol Braycote 248" oder "AeroShell Compound 05" oder so herankommen, noch dazu in kleinen Mengen. Vielleicht ist es doch einfacher, sich so ein Zeug aus Vaseline und Bienenwachs selbst zu mischen. Eine günstige Quelle für Vaseline ist das Melkfett Classic aus dem Penny-Markt, das sich nur aus zwei Inhaltsstoffen zusammensetzt, nämlich Petrolatum (also Vaseline) und etwas Paraffinöl. 250 ml kosten 1,49 Euro. (Was sonst als "Melkfett" verkauft wird, muss nicht unbedingt geeignet sein.) Ansonsten für Vaseline und Bienenwachs mal das bekannte Auktionshaus konsultieren oder für techn.Vaseline auch in diesem BW-Shop schauen. Statt Bienenwachs soll man auch weißes Kerzenwachs nehmen können. Das habe ich selbst noch nicht probiert, wohl aber das Mischen von techn. BW-Vaseline S-743 mit Bienenwachs und das Mischen von "Melkfett classic" mit Bienenwachs. Die Konsistenz bei Zimmertemperatur ist wie "Mike Sanders Korrosionsschutzfett", und es lässt sich ähnlich verarbeiten. Leute, die schon länger mit dieser Mischung arbeiten, sind sehr zufrieden damit. Wenn es um Fertigprodukte geht, dann kannst Du auch mal nach "Hydrantenfett" googlen oder das Korrosionsschutz- und Haftfett KH 100 von Wagner in Erwägung ziehen: "KH 100 ist nach einem speziellen Herstellungsverfahren produziertes Korrosionsschutzfett auf Calciumbasis für den Einsatz über und unter Wasser, vor allem bei rauem Betrieb." Mfg, Hanseat |
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13.01.2010, 19:26
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.01.2010 22:03 von florianz.)
Beitrag: #3
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
moin Hanseat,
mein lieber Herr Gesangsverein, das nenne ich mal ne kompetente Auskunft, danke! ! Bei einem großen hamburger Vaseline-Hersteller habe ich als Antwort bekommen, dass man nur in den üblichen 175 kg Gebinden liefert. Nun, wär auch ne Möglichkeit, einfach einmal den Benz reintunken Wer weiss, vielleicht rühre ich mal, nach erfolgreichen Tests, in großen Mengen an. Vom calziumverseiften Fett komme ich langsam ab, da ich auch ein mangelndes Kriechvermögen beobachtet habe. Die Wasserbeständigkeit ist (je nach Produkt) ja klasse. Doch der Benz ist ja echt nicht neuwertig. Könnte es - mit FF verdünnt - für eine Holraumkonservierung doch brauchbar sein? Eine Test-Mischung bootsfett mit FF hat mich erst mal nicht beeindruckt, trotz des FF dringt die Mischung (bislang) nicht in den Bitumen ein. Dachte dann, es läge an der Kälte, aber ein Heißluftföhn hat auch nix groß gebracht. Da war meine wilde Reste-Mischung besser. Die wurde letztendlich aber ab/ausgewaschen (hat aber lange gehalten). Ich bin auch am Überlegen, ob ich der Mischung (px11 und FF) für den Unterboden Holraumwachs beimische? das Wachs verbleibt als film auf der Oberfläche. Oder vertragen sich die Lösungsmittel nicht mit der Vaseline? Ich tendiere sehr zur hausmacher-px11-Mischung. Spricht etwas dagegen, das px11 mit Fluid Film zu mischen? MS wird ja von manchen Anwendern auch mit FF gemischt. Ich werde höchstens schaffen, das Zeug anzuwärmen, werde das halt in der Mietwerkstatt verarbeiten müssen... wenn ich nun doch kein px11 anrühre, werde ich wohl für die Hohlräume ne wachs/FF Mischung nehmen. Beim Unterboden will ich halt mehrere Durchgänge vermeiden (Zeit, Kosten). FF nas ist jedenfalls mittelfristig nicht ausreichend; Permafilm wär ne Möglichkeit, nur bräuchte ich einige kg. Das wird mir zu teuer. Was ich so herausgefunden habe, soll man kein Kerzenwachs nehmen, das Bienenwachs nimmt man, weil es einen niedrigen Schmelzpunkt hat. Bei Rossmann gibts übrigens Melkfett für 1,39/250g. Eventuell habe ich die Möglichkeit, günstig an altes Hohlraumwachs von Volkswagen zu kommen (das gute, was ewig lang nachtropfte). Beste Grüße flo |
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14.01.2010, 03:03
Beitrag: #4
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
Hallo liebe Leute,
Ihr seit hier aber früh auf das hitzige Thema Gurulan aufmerksam geworden. Das Thema kam bereits im Sommer 2008 in einigen Foren auf. Danach besonders im Dezember 2008. Die hitzige Diskussion wurde im Fiat Forum, Opel Heckantriebler Forum, im Alfa Forum geführt und in einigen dieer Foren wurden die Beiträge auf schon gesperrt, weil man dort etwas schlauer war und durchschaute, wer hinter den Beiträgen stand. Falls hier schon mal einer von Euch Mike Sanders Fett in Gebrauch hatte und die Nato Vaseline Gurulan zum Vergleich gekauft hat, weiss er auch, das es nicht dasselbe ist. Was spart ihr an dem Vaselien Zeug? Nichts. Das verhökert ein Anbieter aus Belgien in der Bucht ind 100 Gramm Dosen, aus denen man es zusammenkratzen muss. Das Zeug ist weicher und pampig und schmilzt bei 65 bis 70 Grad. Das Zeug kann nicht dasselbe sein wie Sanders Fett, das bei 90 Grad schmilzt. Mit Kerzenwachs vermischt soll Gurulan zu einem brauchbaren Hohlraumschutz werden. Leute, habt ihr noch alle fünfe gerade? Kerzenwachs und Bienenwachs verhärtet das Mittel, zu dem es beigemischt wird. Kerzenwachs verringert die Kriechfähigkeit. Wenn man Kerzenwachs der Wundervaseline oder anderem Hohlraumschutz bemischt, wird die Wundervaseline und das Hohlraumzeugs hart. Dann ist es nicht mehr kriechfähig, nur fester. Die Vaseline wird bei der Nato für schnell drauf und schnell wieder abzukriegen benutzt, zum Beispiel für den Rostschutz von Kanonenrohren, die im Einsatzfall schnell entfettet werden müssen. Mit Kerzenwachs druntermischen wird daraus kein Langzeitschutz. |
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14.01.2010, 07:46
Beitrag: #5
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
moin,
das hab ich ja geschrieben, das Kerzenwachs nicht geht. MS schmilzt wohl bei höheren Tempereturen, ich vermute, er hat mehr Bienenwachs reingemischt. Auch gibt es zahlreiche Vaseline-Qualitäten. Was genau drin ist, darüber können wir nur raten. und das ist auch gut so, der Mann muss ja von was leben! Was daran so hitzig ist, verstehe ich nicht. Wer lust hat, kauft MS, oder FF, oder Wachs, oder er mischt sich selbst was. Die Vaseline kann ich für 5,80 das Kilo bekommen, wer sagt denn, dass ich die 100g Dosen kaufen will, das ist erstens umständlich u. auch nicht sonderlich preiswert. Und: MS kocht doch auch nur mit Wasser... trotzdem finde ich gut, was er macht, da er sehr vielen Leuten mit seinem Fett hilft. Und er hat 20 oder 30 Jahre Zeit gehabt, an der Mischung zu arbeiten. Geschäftsschädigend können die "Hausmacher-Mischungen" für die einschlägigen rostschutz-Geschäfte auch nicht sein, es ist ja nicht die Masse. jedenfalls ist die Selbstmacher-Mischung besser als die Wachse, die in den diversen Tests sehr schlecht abschneiden. aber das ist OT. wenn ich günstig an das alte Volkswagen fett/wachs komme, dann werde ich eh nix selbst anrühren. vg flo |
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14.01.2010, 20:36
Beitrag: #6
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
hallo,
alles klar, ich kenn mich aus... was irgendwie nicht verstehe ist, warum manche Leute (Händler?) so ne Panik kriegen. Letztendlich sind es eine Handvoll Leute, die selbst rumtüfteln. die paar Dosen, die dann weniger verkauft werden, fallen doch echt nicht ins Gewicht. Bei Rossmann gibts Melkfett für 1,39 das viertellieter, macht Eur 5,60 der Liter. Zurück zum thema: wie würdet ihr das Fett mit Fluid film verlängern? Ich hab ja mehrmals gelesen, das man MS mit FF verdünnen kann. Ich kann nur per Saugbecher Pistole arbeiten, und das Fett im Wasserbad heiss machen. Ich kann froh sein, wenn ich hier in Hamburg ne Mietwerkstatt finde, wo ich das machen kann. Danke für nen Tip, flo danke für nen Tip |
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15.01.2010, 02:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.01.2010 07:29 von mike.)
Beitrag: #7
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
Hallo Herr Fettklecks,
[Text vom Admin entfernt] |
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15.01.2010, 09:41
Beitrag: #8
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
Hallo Karl,
ein neues Jahr, eine neue Anmeldung, ein neuer Nickname, nicht wahr? Gib diese Spielchen doch endlich auf! Übrigens, die Mischung aus techn. Vaseline und Bienenwachs habe ich schon im April vergangenen Jahres im "Diamantfarbe"-Thread dieses Forums erwähnt. Das Mittel taucht hier also nicht zum ersten Mal auf. Zitat:Falls hier schon mal einer von Euch Mike Sanders Fett in Gebrauch hatte und die Nato Vaseline Gurulan zum Vergleich gekauft hat, weiss er auch, das es nicht dasselbe ist.Ich kenne beide Mittel aus eigener Nutzung, wie man sieht: ![]() In der Klarsichttüte befindet sich das Bienenwachs-Granulat. Das Messer steckt in PX-11, bestehend aus BW-Vaseline und Bienenwachs im 9:1-Mix. Kann Dir versichern, dass PX-11 und Mike Sanders Fett sich auffallend ähneln. Und ich bin nicht der einzige, der aus praktischer Anwendung zu diesem Schluss gekommen ist, wie Du z.B. aus den Beiträgen mehrerer Nutzer im W124-Forum wissen dürftest. Zitat:Was spart ihr an dem Vaselien Zeug? Nichts.Was man spart? Mike Sanders Fett kostet in kleinen Mengen mehr als das Doppelte. Ein Blick auf die Kilopreise in einer Beispielrechnung: PX-11: 2 x 500 Gramm techn. Vaseline zu 3,80 Euro: 7,60 Euro 100 Gramm Bienenwachs-Granulat: 1,20 Euro Preis von PX-11 pro Kg: 8 Euro Mike Sanders Fett, 750-Gramm-Dose in einem Online-Shop: Preis pro Kg: 16,53 Euro Noch günstiger für PX-11 fällt die Rechnung aus, wenn man sich die Vaseline günstig aus Drogeriemärkten besorgt (etwa "Melkfett classic" von Penny, 250 ml für 1,49 Euro) und dabei Versandkosten spart. Zitat:Leute, habt ihr noch alle fünfe gerade? Kerzenwachs und Bienenwachs verhärtet das Mittel, zu dem es beigemischt wird. Kerzenwachs verringert die Kriechfähigkeit. Wenn man Kerzenwachs der Wundervaseline oder anderem Hohlraumschutz bemischt, wird die Wundervaseline und das Hohlraumzeugs hart. Dann ist es nicht mehr kriechfähig, nur fester.Dann lies mal, was die Shell zu ihrem PX-11-konformen Produkt im "Compound-05"-Datenblatt mitteilt - nämlich dass die Mischung von Vaseline und Wachs einen höheren Schmelzpunkt, bessere Konsistenz und bessere Schutzeigenschaften als reine Vaseline ergibt. Wenn Klitschen wie Shell und auch die NATO die Zugabe von Wachs zur Vaseline für sinnvoll halten, und Du Rostschutz-Held meinst das Gegenteil - wer wird wohl mehr Ahnung haben? Du hast leider keinen Dunst, wovon Du eigentlich schreibst. Aus praktischer Erfahrung kann auch ich Dir sagen, dass S-743-Vaseline plus Bienenwachs im Verhältnis 9:1 ein kriechfähiges, effektives, günstiges Korrosionsschutzmittel ergibt, das zudem andere Werkstoffe nicht angreift. Wenn Ölmultis, Armeen und reihenweise Young- und Oldtimer-Fahrer es als bewährtes Rostschutzmittel nutzen, dann wirkt Dein Versuch, da gegenanzustinken, einfach albern. Zitat:Die Vaseline wird bei der Nato für schnell drauf und schnell wieder abzukriegen benutzt, zum Beispiel für den Rostschutz von Kanonenrohren, die im Einsatzfall schnell entfettet werden müssen. Mit Kerzenwachs druntermischen wird daraus kein Langzeitschutz.Falsch, das Militär benutzt PX-11 auch für den Langzeit-Rostschutz an Fahrzeugen, wie bereits oben zu lesen ist. Aus "British Military Oils and Lubricants" von Clive Elliott: "PX-11 - corrosion prevention, soft film, hot application, long time preservation of M(ilitary) T(ransport)." PX-11 ist ein universeller Rostschutz. Sieht man auch daran, dass Shell das PX-11 unter eigenem Namen für Luftfahrzeuge anbietet. Nicht nur, dass sich das PX-11 in dem Frontera-Fahrer-Test gut hält. Schon 2004 hat jemand einen privaten Rostschutz-Test inkl. Vaseline für ein Messer-Forum gemacht. Ein Ergebnis: "Als Konsequenz aus dem Test würde ich bei robusten Teilen ohne Mechanik, z.B. Äxten, anderen Werkzeugen und schmiederauhen Teilen, die im Freien verwendet werden, zur Konservierung -schon aus Kostengründen - Vaseline verwenden, die sich sehr ordentlich geschlagen hat. Hier wären teure Spezialpräparate Verschwendung." Und: "Das gute Abschneiden der Waffenvaseline deutet an, dass es weniger auf rostverhütende chemische Bestandteile, sondern mehr auf die physikalischen Eigenschaften ankommt. Der Rostschutz beruht offenbar in erster Linie auf einer unverletzten, Feuchtigkeit und Luftsauerstoff abschirmenden Schicht. Die anhaltende Integrität dieser Schicht auch unter Bewitterung entscheidet über Erfolg oder Versagen." - (Quelle) Mfg, Hanseat |
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15.01.2010, 13:48
Beitrag: #9
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
zur Vaseline hier ein Input. z.b. im Pipelinebau vertraut man darauf
http://www.denso.de/produkte/pipelines/p...masse.html und "Eine wirksame Möglichkeit zur Vermeidung dieses Problems besteht in der Verfüllung der Schiebergestänge-Hüllrohre mit einer dauerplastischen Korrosionsschutzmasse auf Petrolatum-Basis. Petrolatum-Korrosionsschutzbänder und -Füllmassen werden seit über 80 Jahren für die Umhüllung erdverlegter Rohrleitungen und Bauteile eingesetzt und haben sich seitdem aufgrund Ihrer guten Korrosionsschutzeigenschaften bewährt." auf der seite gibts noch mehr Interessante infos zum Korrosionsschutz mit Petrolatum. mahlzeit flo |
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16.01.2010, 02:18
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.01.2010 11:00 von mike.)
Beitrag: #10
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RE: Input zur Gurulan Diskussion/Frage zu Bootsfett
Fettklecks schrieb:Hier wird demnächst ein wissenschaftlicher Test nach VDA Norm von Gurulan und Sanders im 1:1 Vergleich durchgezogen: Die Herren, die den Vergleichtest machen wollen und auf deren Beitrag Sie verlinken, machen sich so lächerlich wie Sie sich hier machen. "Lange Einleitung, kurze Bitte: Wer von Euch kann mir etwa 100 ml Sanders zur Verfügung stellen?" Was, die kennen beide Produkte, wissen seit langem, beide sind identisch, aber sie haben keine 100 Gramm Mikes Sanders Fett und kein Geld dafür? Wovon wollen die den Vergleichtest bezahlen? |
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