Karosserie Instandsetzung/ Epoxidharzgrundierung

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    • Karosserie Instandsetzung/ Epoxidharzgrundierung

      Hallo Gemeinde,

      Ich bin im moment an meiner Karosserie am schweißen etc. Den Unterbodenschutz werde ich komplett entfernen und den ganzen Rost auch. Habe schon (vielleicht war es blöd ich weiß es nicht) Mipa Epoxidharzgrundierung Mipa EP 100-20, 2K-Zinkphosphat Epoxydharz Grundierung RAL 1014 Elfenbein, 5 kg gekauft. Ich möchte nicht wieder in 2 Jahren anfangen um die Karossie wieder aufwändig zu bearbeiten. Würde es funktionieren wenn ich den Rost mit einer Topfbürste entferne und den kompletten Unterboden mit der Mipa streiche? Wie sieht es aus mit weiteren Bearbeitungsschritten, denn ich habe mal gelesen dass manche folgeschichten von anderer Farbe blässchen bilden können (Hab ich auch selber teils schon die Erfahrung gemacht), könnte man Brantho Korrux 3 in 1 danach verwenden oder doch besser etwas anderes? Ich möchte echt gerne lange ruhe haben. Oder wie wäre es mit einem Terson Unterbodenschutz nach der Mipa? Oder würdet ihr Mipa gar nicht verwenden? Wäre echt sehr dankbar!!

      Marius
    • Grundsätzlich ist eine Zopfbürste (Nicht Topfbürste) eine ganz brauchbare Wahl, man kommt gut in Kanten entlang und Flächen lassen sich auch in ertrgälicher Zeit damit säubern. Leichter Rost geht damit auch gut weg. Allerdings nicht Porenrost, wenn da an manchen Stellen schon so Narben sind dann hilft da oft nur schweissen.

      Meine empfehlung wäre das du die stellen die dann tatsächlich rostig sind nochmal kurz mit Flex und Schleifscheibe nachsäuberst damit auch stärkerer Rost weggeht den eine Bürste halt nicht wegbekommt.Sieht man daran das solche Stellen nach dem Bürsten eher schwarz aussehen, da ist der rost noch vorhanden, er wurde nur poliert. Kratzt man da mit dem Schraubenzieher dann sieht man das dort Rost ist und der staubt auch richtig braun beim kratzen.

      Und ja, ich bin anderer Meinung was den rostschutz angeht. Für mich (wie für Hunderttausende andere) gibtes derzeit keine Alternative zu 2K-EP, auch auf leichtem Restrost nicht. Ein weiteres Mittel wie Brantho doer sonstwas brauchst du danach nicht auftragen. Ganz einfach aus dem Grund weil es nichts bringt. Die Mittel haben ihre Wirkung auf Blech. Nicht auf anderen Anstrichen.

      Was brauchbar wäre ist halt ein Steinschlagschutz der sich aufspritzen lässt. Hab ich öfters mit einer ganz normalen billigen Lackierpistole gemacht. Damit bekommt man auch eine schicke fast Werksähnliche Struktur hin wenn man die Pistole schräg hält beim ziehen und nicht ganz so schnell zieht. Hab von Novol eine Liter-Dose Antigravel, der soll okay sein, hab die aber noch nicht benutzt, kann da noch nix zu sagen. Aber alles was überlackierbar ist sollte eigentlich okay sein.

      Danach kannste ja einen Unterbodenschutz deiner Wahl auftragen, oder es lackieren, wie du willst.
    • spaßgerät schrieb:

      Da teilen sich die Meinungen, auf Restrost (Porenrost) würd ich 2K EP Grund jedenfalls nicht einsetzen, da gibt es m.E. bessere Alternativen.
      Da schließe ich mich an. Der 2K-EP-Grund ist an sich eine feine Sache, sehr widerstandfähig, aber nach m.E. beim Untergrund und in der Verarbeitung nicht so "fehlertolerant" wie z. B. Brantho Korrux 3in1. Für 2K-EP entweder den Untergrund so vorbereiten, dass von Restrost nicht mehr die Rede sein kann, oder lieber zu 3in1 greifen.

      Zufällig war ich heute beim TÜV: Die Stellen am Unterboden und im Radkasten, die ich vor drei Jahren mit 3in1 in DB703 gemacht habe, sind weiterhin einwandfrei, und wenn dort nach immerhin drei Jahren nichts wieder durchgekommen ist, dann ist erfahrungsgemäß nichts mehr zu erwarten, also Ruhe für ca. 20 Jahre und mehr. Allerdings hatte ich damals sorgfältig entrostet, mit Negerkeks und Gitterschleifscheibe bis auf das blanke Metall runter. Rosttechnisch hatte die Dekra am ganzen Wagen (21 Jahre alter Benz) nichts zu beanstanden.

      lorch900 schrieb:

      Würde es funktionieren wenn ich den Rost mit einer Topfbürste entferne und den kompletten Unterboden mit der Mipa streiche? Wie sieht es aus mit weiteren Bearbeitungsschritten, denn ich habe mal gelesen dass manche folgeschichten von anderer Farbe blässchen bilden können (Hab ich auch selber teils schon die Erfahrung gemacht), könnte man Brantho Korrux 3 in 1 danach verwenden oder doch besser etwas anderes?
      Mit der Topfbürste lässt sich nur grober Rost gut entfernen. Eine festsitzende Restrost-Schicht wird mit der Topfbürste oberflächlich poliert, aber nicht entfernt. Sieht erstmal okay aus, ist es aber nicht. Zum Entrosten lieber Negerkeks, Bristle Disk oder an sehr kleinen Stellen auch einen Korund-Schleifstein nehmen. Rost mit der Topfbürste bearbeiten, darauf dann 2K-EP? Das würde ich nicht tun.

      Wenn der Untergrund blank ist, kannst Du bedenkenlos die 2K-EP-Grundierung nehmen. Ein Hochziehen der folgenden Beschichtung gibt es nicht, problematisch kann nur 2K- auf 1K- werden, nicht umgekehrt. Allerdings würde ich am Unterboden wieder zu Brantho Korrux 3in1 greifen. Die langen Trocknungszeiten haben mich nicht so gestört, für mich hätte eine 2K-Grundierung keinen wesentlichen Vorteil gehabt.

      michaelz schrieb:

      Für mich (wie für Hunderttausende andere) gibt es derzeit keine Alternative zu 2K-EP, auch auf leichtem Restrost nicht. Ein weiteres Mittel wie Brantho doer sonstwas brauchst du danach nicht auftragen. Ganz einfach aus dem Grund weil es nichts bringt.
      Äh, Moment, der Thread-Starter hat nur erwähnt, dass er eine 2K-EP-Grundierung hat. Selbstverständlich muss er noch ein weiteres Mittel auftragen, eine Grundierung allein genügt nicht. Und da kommt nicht nur 2K-Epoxy in Frage. Im Prinzip kann man auch Brantho-Korrux 3in1 als Decklack auf 2K-Grundierung nehmen. Wenn man im System bleiben will und auch den Hersteller nicht wechseln will, dann wäre dieses Zeug mein Tipp.

      MfG, Hanseat [IMG:http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hanseat ()

    • Okay hab mich vielleicht nicht so gut ausgedrückt. Klar, man kann da natürlich was von Brantho oder noch was anderes auf den EP machen. Aber was ich meinte ist halt das die Rostschutzeigenschaften die das zweite Produkt hat dann nicht zum tragen kommen. Dises Rostschutzeigenschaften sind ja für Blech ausgelegt, und wenn man es nicht auf Blech aufträgt dann nutzen diese Eigenschaften ja nichts mehr.

      Deswegen muss man da ein wenig umdenken. Als zweite Schicht käme dementsprechend was anderes in Frage, so wie der Mipa PUR, den hab ich auch zusammen mit EP auf Achsteilen benutzt. Allerdings ist der recht spröde find ich, da sollte man lieber etwas zu wenig Härter nehmen als zuviel hab ich so die Erfahrung gemacht. Dann ist es recht zäh und stabil und platzt nicht bei Steinschlägen oder sonstiger mechanischer Beanspruchung so schnell ab. Ich mach in Decklack immer 5 Prozent (ungefähr) Elastifizierer rein, das hilft echt ungemein.

      Und halt wirklich spätestens nach 10 Stunden auftragen, also EP drauf, nach 10 Stunden dann spätestens den PUR. Das gilt für alles was auf EP kommt. Sonst sollte man den EP nochmal mit einem Schleifpad / Schleifschwamm leicht anpadden damits rauh ist und genug Haftung da ist.
    • Hallo,


      auch wenn der Thread alt ist, hole ich ihn hoch, wenns genehm ist. Ich muss Achsträger bearbeiten und andere Bereiche am Unterboden. Habe so gut es geht den Rost grob mit Drahtbürste und Topfbürste entfernt, aber es bleibt halt nun mal Restrost den man nicht wegbekommt wie Hanseat schon sagte und in manchen Bereichen komm ich kaum bis überhaupt nicht rein.

      Folgender Aufbau wäre nun:

      Spiritus zum entfetten
      BK 3 in 1, 2-3 Schichten
      Billig Alkydharzlack (2 in 1, Lack+Grundierung steht drauf) aus Sprühdose
      Seilfett

      oder

      Spiritus zum entfetten
      BK 3 in 1, 2-3 Schichten
      Seilfett

      Verarbeitung mit Pinsel

      Seilfett soll jedenfalls als letzte Schicht eingesetzt werden, das steht fest. Muss vor BK noch ein Rostumwandler eingesetzt werden? Also BK soll man wohl auf Restrost geben können, aber Restrost klingt relativ. Flugrost oder Porenrost? Und wie sieht es mit der Trocknungszeit von 3 in 1 aus? Gehen die Meinungen ziemlich auseinander. Ist mein Vorhaben von Erfolg gekrönnt oder sollte ich lieber was anderes als Grundierung nehmen?

      Schon mal Danke im vorraus

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von terminator7 ()

    • Also hier ging es ja um EP-Grundierung.

      Vergiss Rostumwandler, was soll der umwandeln, aus Rost wird nicht wieder Metall. Zudem sind viele Sachen Säurehaltig und Säure produziert nunmal neuen Rost. Logisch. Du wärst nicht der erste der nach ein zwei Jahren kein Metall mehr unter der Farbschicht hat.

      Brantho Korrux, manche schwören drauf. Es hilft auch ne Weile aber dauerhaft eben nicht. 1k-Materialien sind nicht auf Dauer widerstandsfähig genug. Dazu gehört auch das sie Dampfdurchlässig sind, Feuchtigkeit dringt eben durch.

      Solange noch Rost vorhanden ist kommt er aber immer wieder durch egal was man macht. Dauert vielleicht einige Jahre, aber irgendwann isses soweit.

      Versuch es mal mit Schleifleinen für Metall. Wenn du das in Streifen machst dann kommst du damit vielleicht an einige Stellen ran, halt immer längs drüberziehen. An besonders engen Stellen hab ich auch schon einen Dremel (hab ne Skil Minibohrmaschine mit Welle) mit Fächerschleifern benutzt.

      Denk mal über 2k-Epoxidgrundierung nach. Lohnt sich wenn man was aus dem Lackierbedarf nimmt. Meinetwegen Standox, APP oder Mipa.
    • ich habe vor 4 jahren meinen damals neu und rostig gekauften Nissan Patrol (von 1992) sandstrahlen lassen, ohne Rahmen und Chassis zu trennen.
      ich habe KEINE Epoxy-Grundierung genommen, weil auch nach dem Sandstrahlen immer noch in Falzen und Ecken Restrost sitzt.
      Ich habe mit Leinölfirniss / terpentinersatz 1:1 "grundiert" und dann nach ein paar tagen Brantho 3in1 mit Eisenglimmer benutzt.
      Danach habe ich extrem Schutzwachs aufgetragen

      Nach nun 4 jahren kann ich ein gewisses Fazit ziehen
      1. Die Lackierung ist nicht sehr stabil. Steinschlag oder Hebebühne führen zu größeren Lackschäden
      2. Rost? Außer an abgeplatzten Stellen oder an Stellen, wo ich nachweislich schlampig war, KEINER!

      meiner Meinung nach liegt der große Vorteil dieser Lösung an der wirklich einfachen Wartbarkeit dieser Lösung. Schnell mal irgendwo mit Bremsenreiniger gesäubert, Dose auf, Pinseln, fertig.
      Bei 2K-Komponenten ist das immer eine Kannte aufwändige, auch beim Ölwechsel oder reifenwechsel ist mal eben eine Stelle ausgebessert.

      Ich will bei Weitem nicht sagen, dass Michaels Lösung schlechter ist. Wenn perfekt ausgeführt, vielleicht viel besser. Aber die leinöl-Brantho Lösung liegt wesentlich näher an der Natur des Menschen: der Faulheit. Es ist einfach einfacher !

      frank
    • Ich würde ja gerne mit 2K in ordentlich machen, mein Problem ist der teils unterrostete PVC Unterbodenschutz, mit dem Multitool brauch ich ewig was zu Rostbildung am gesunden Blech führt. Bisher ist der anschließende Schutzanstrich mit Brantho nitrofest die einzig praktikable Möglichkeit in einer Garage ohne Strom.

      Das ganze Trockeneisstrahlen und machen lassen wäre schön, aber der Kostenaufwand schreckt doch ab. Hat da jemand Erfahrung?

      Gruß
      Justus
    • Mit Trockeneis, Nussschale oder Reis usw. kann man PVC nicht entfernen. Rost kann man damit auch nicht entfernen.

      Nimm die Flex und Zopfbürste und dann die schwierigen Stellen halt mit Schraubenziehrr sauberkratzen, schleifen, so wie es halt machbar ist. Man kann nicht jede Ecke perfekt machen, wenn man nicht drankommt dann isses eben so.

      Helfen tuts wenn man soviel wie möglich demontiert. Achse entfernen, Kabel und Schläuche aus den Halterungen nehmen und beiseite schieben. Verkleidungen und was darunter sitzt muss man sowieso abbauen.

      Platz zum arbeiten unterm Auto muss man sich leider immer selbst schaffen.