Vergleich, Fragen sowie Vor- und Nachteile: TimeMax, MikeSanders, PX11, FluidFilm, Dinitrol...

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    • Je nach Türenaufbau kann das schon etwas kompliziert werden. Manchmal ist auch noch eine Türfolie verklebt, die man zumindest teilweise entfernen und auch wieder verkleben muß.

      Ist aber in jedem Fall einfacher und besser, als neue Löcher zu bohren. Die neuen Löcher können, wenn nicht richtig versiegelt, auch zu neuen Rostnestern werden.
    • Wenn ich jetzt nicht weiter darüber nachdenken würde, komme ich auf folgende Varianten für einen guten Unterbodenschutz:

      Variante A)
      ...Hohlraum: TimeMax2000 oder MikeSanders Fett
      ...Unterboden: Hodt Perma Film transparent (incl. Vorbehandlung mit Fluid Film A)

      Variante B)
      ...Hohlraum: Fluid Film Liquid AR (Fett, kann nach riechen, da Schaffett)
      ...Unterboden: Fertan UBS 220 (Wachsbasis)

      Variante C)
      ...Hohlraum: Carlofon 3650 (transparent gelblich) ...wie “Carlofon Sealant”
      ...Unterboden: Carlofon 4942 (Wachs-Bitumen - BlasBitumen) ...wie “Carlofon Penetrant”
      ...Produkte gibt es mit dieser Bezeichnung auch von Dinitrol (Dinol GmbH)


      FRAGEN:

      1)
      Ich habe von einem allseits bekannten großen Verkäufer für Korrosionsschutz erfahren, dass PermaFilm angeblich die Rezeptur aufgrund einer gesetzlichen Änderung anpassen musste und es dann offenbar zu massiven Problemen kam.

      Es soll bereits nach einem Jahr spröde und rissig geworden sein. Ein Mitarbeiter sagte mir dazu, dass man vor etwa 3 Jahren mal keinen UV-Blocker in der Transparent-Version hatte. Dies wurde aber wieder geändert.

      Allerdings lese ich auch noch Beiträge in Foren aus 2013 und 2014, dass es solche Probleme doch noch geben soll. Und der große Verkäufer spricht auch davon, dass die ständig die Rezeptur ändern (mal zu fest, mal zu weich etc.) und man deshalb MultiFilm oder besser sogar UBS 220 empfiehlt.


      2)
      Der Tst im Oldtimer-Markt Magazin (2013 er Test) überzeugt mich nicht wirklich!!! Zum einen habe ich keine Ahnung ob man sich hier gut kennt etc.! Aber selbst wenn das alle i.O. wäre, ist es schwierig klare Ableitungen daraus zu ziehen.

      Beim erstplatzierten Produkt TimeMax 2000 wurden 586g Fett in den Test-Schweller geblasen, da ist doch jedem klar, dass dann logischerweise durch die Löcher im inneren viel mehr Material in die kleine Nebenkammer gelangt und ggf. auch von der Wand der Nebenkammer auf die Lochaußenseite zurückstrahlt.

      Wie will man da die Kriechwirkung feststellen, wenn bereits durch das Sprühen solche Verfäschungen auftreten können? Zudem kommen noch die extremen Unterschiede hinisichtlich der Mengen, sprich 586g, bei Platz2 nur 320g und bei Platz3 142g und bei Platz4 gar nur 93g.

      Für mich ist der Test damit keine Aussage mehr!!! Schlimm ist, dass solche Tests jeder ließt und dadurch ALLE nur noch den selben Müll erzählen. Denn wer hat es schon selbst überprüft? Meine Erfahrung beschränkt sich auf ca. 20Jahre mit Variante C und bei diesem VW habe ich keine Rostprobleme! Allerding war ich dennoch auf der Suche nach einem mehr ökologischen Produkt und zudem nach einem Unterbodenschutz, der möglichst transparent ist. Ich würde mich freuen wenn hier jemand ein Produkte nennen kann, wo er auch eine solch langfristige Erfahrung damit machen konnte wie ich mit Carlofon. Leider gibt es die 4942 nicht transparent.


      3)
      Perma Film wäre an sich nicht schlecht, da der Untergrund auch fettig oder leicht ölig sein dürfte (z.B. wenn man mit TimeMax etc. den Hohlraum macht). Bei UBS 220 muss der Unterboden trocken bzw. fettfrei sein! Gleiches gilt für MultiFilm. Gibt es alternativ zu PermaFilm noch einen Unterbodenschutz der langfristig TOP ist!!!


      4)
      Vielen Dank für die Links zum Türen aufschrauben. Ich werde aus praktischen Gründen vmtl. dennoch Löcher in die Türen bohren um auch zukünftig leicht kontrollieren zu könnten (oder ggf. auch um nachzusprühen). Mit einem Magnet werde ich beim Bohren versuchen die Spähne zu “fangen”, den Rest ggf. ausblasen (Wasserablaufschlitz).
      Muss man nach dem Bohren das Bohrloch sauber schleifen und grundieren???? Oder reicht es da einfach Mike-Sanders Fett oder FF AR auf das Loch und den Hohlraumstopfen zu schmieren?


      5)
      Ein weiterer Punkt der mir auch noch zu denken gibt, ist der folgende private Test:

      Ich denke der Test ist durchaus OK, um etwas Beschleunigung in die ganze Sache zu bringen und so in einem Jahr 5 oder mehr Jahre zu simulieren. Aber demnach wären die Testsieger alle Öle: 1.Fluid Film, 2.Ballistol, und 3.Gunex. Die anderen Produkte (siehe auch seinen 2012er Test) wie Wachs und auch die Fette bringen hier fast nichts. Was meint ihr dazu!????

      Das spricht dafür, dass man besser jährlich seinen PKW einfach nur mit Öl einsprüht. Aber am Unterboden dürfte das ja schnell wieder weg sein. Schön wäre, wenn man z.B. mit Fluid Film AR den Unterboden besprühen könnte und es dafür dann eine Deckschicht geben würde die darauf einen schützenden und zähen Überzug bildet, gibt es sowas?



      Ich möchte mich nochmals bei allen hier im Forum sehr herzlich bedanken, und hoffe das wir die letzten 4 Fragen auch noch abschließen können. Ich finde man sollte halt immer offen bleiben auch für andere Gedanken, anstatt z.B. wie anderswo zu pauschalisieren z.B. “ja kein Wachs-Bitumen” etc.! Denn bei meinem 4942 handelt es sich um Blas-Bitumen das auch bei -25Grad noch elastisch ist und das über Jahrzehnte. Man muss also gedanklich immer offen sein, sonst baut man Mauern und die bringen uns alle doch auch nicht weiter.
    • watersailor schrieb:

      Meine Erfahrung beschränkt sich auf ca. 20Jahre mit Variante C und bei diesem VW habe ich keine Rostprobleme!
      Mal ketzerisch angemerkt: Meine Erfahrung von 20 Jahren und 27 Jahren an einem VW lässt auch keine Rostprobleme erkennen, und das bei Variante D: keinerlei Rostschutz in irgendeiner Form nachgearbeitet.

      Zum Test in der OdtimerMarkt und den verschiedenen Mengen: ich kann es aus dem Kopf nicht mehr sagen, aber war es nicht so dass die Anwendung des Produkts streng nach Herstellervorschrift erfolgte? Ich meine, da waren die Herren Geschäftsführer doch sogar bei der Applikation anwesend. Oder war das der Vorgängertest selbiger Zeitschrift?

      Gruß,
      G40
      Me being paranoid doesn't mean they aren't after me.
    • Ich habe mal bei Fertan wegen dem Protewax nachgefragt. Sie meinten, dass man weder TimeMax noch MikeSanders zusammen mit mit Protewax verwenden sollte. Auch wenn man die Fett-Produkte nur im Hohlraum und das Wax am Unterboden nutzen möchte.
      Was meinst du dazu?!
      Wenn es ein zusätzlicher transparenter Unterbodenschutz sein soll, wofür es ja gute Gründe gibt, dann bleibt nicht so viel Auswahl.

      Die Produktbeschreibungen vom Korrosionsschutzdepot sind normalerweise doch recht zuverlässig. Zu Protewax heißt es, es sei
      "ein Polyacrylüberzug, der wie
      Klarlack aussieht nur deutlich
      widerstandsfähiger gegen mechanische
      Beanspruchung ist. PROTEWAX bietet
      einen glasklaren Schutz gegen
      Feuchtigkeit und Steinschlag an
      Achsen, Rahmen, lackierten Unterböden
      und an allen Aluminium- und Metall-
      Teilen wie Tanks, Trittstufen, Stoßfänger,
      Zierleisten… Protewax kann auf blanke
      und lackierte Oberflächen aufgetragen
      werden."

      Das klingt für mich erstmal nicht schlecht.

      Was gäbe es noch? Natürlich Perma transparent. Perma ist aber nicht so transparent wie Protewax und nach meiner Erfahrung nicht sonderlich kratzfest. Und es werden seit ein paar Jahren immer mal wieder Probleme mit der Langzeitqualität von Perma in verschiedenen Foren gemeldet. Dazu passt diese Mitteilung vom Korrosionsschutzdepot:
      "Grundsätzlich ist Perma-Film transparent die
      beste Wahl. Kontollieren Sie unbedingt jährlich
      auf Rissbildung und Versprödung!"

      (Mit "die beste Wahl" sind aber nur die drei verschiedenen Perma-Sorten gemeint - unter den dreien sei "transparent" die beste Wahl, nicht insgesamt beim UB-Schutz.)

      Außerdem gibt es verschiedene Wachs-Unterbodenschutz-Produkte, die aber ebenfalls nicht 100% transparent sind, sondern bernsteinfarben. Beispiele hierfür wären UBS 220 oder Terotex Ultra. Von Dinol gibt es auch was in der Art, sieht dann so aus wie auf dem rechten Foto hinter diesem Link.
      Elaskon UBS gibt es in einem transparent-weißem Ton. Über den liest man in Foren aber wenig bis nichts, und ich habe ihn selbst auch noch nicht ausprobiert.

      Habe vor einigen Jahren klaren Kunstharz-Bootslack plus Owatrol-Beimischung für den UB und die Radkästen genommen. Bin mit dem Ergebnis immer noch zufrieden, aber wenn Protewax nach Angaben des Korrosionsschutzdepot "deutlich widerstandsfähiger gegen mechanische Belastung" als Klarlack ist, dann wüsste ich nicht, was gegen Protewax spricht. Es sei denn, die Angabe vom KSD ist falsch.

      Der neue Multi-Film aus dem FF-Programm hört sich in der Produktbeschreibung so ähnlich wie Protewax an.

      Wenn Unklarheiten wegen des Tests der Oldtimer Markt bestehen, so kann man sich diesen Test im PDF-Format in diesem Forum runterladen, ist nicht schwer zu finden. Steht alles über den Testablauf drin. Falls die Absicht bestanden hätte, die Ergebnisse durch unterschiedliche Produktmengen zu verfälschen und damit bestimmte Produkte zu begünstigen, dann wäre man sicher nicht so dumm gewesen, die "Verfälschung" durch genaue Angabe der Mengen der Öffentlichkeit bekannt zu geben, oder? Die Mengen wurden bekannt gegeben, eben damit man Rückschlüsse daraus ziehen kann. Ein Nachteil des Tests ist, dass die Kästen keine Ablauflöcher hatten, so dass sich vor allem bei TimeMax und MS-Fett größere Mengen am Boden gesammelt haben, die sonst abgelaufen wären. Ich denke aber nicht, dass dieser Bodensatz auf den Rostschutz im oberen Teil des Testkastens oder im Nebenkasten einen nennenswerten Einfluss hatte.

      @G40:
      Hast Du richtig in Erinnerung. Es hieß beim Start des Tests in Ausgabe 9/2008:
      "Um uns nicht der späteren Kritik der Hersteller auszusetzen, ihr Produkte seien nicht korrekt verarbeitet worden, luden wir sie ein, beim Einbringen der Mittel dabei zu sein - eine Chance, die mehr als die Hälfte der Firmen bereitwillig nutzte."

      Wenn der Hersteller eine geringe Menge vorgibt und vielleicht auch noch der Veranstaltung fernbleibt, ist das sein Problem. Außerdem ist klar, dass sich das ursprüngliche Gewicht eines stark lösungsmittelhaltigen Produktes etwa zur Hälfte buchstäblich in Luft auflöst.

      Ein weiterer Punkt der mir auch noch zu denken gibt, ist der folgende private Test
      Habe den Test schon vor einigen Jahren auf der Test-Übersichtsseite hier im Forum verlinkt. Ich gebe allerdings nicht allzuviel auf das Ergebnis. Erstens zeigt dieser Test, dass die Mengenangabe für die Transparenz eines Tests eine sinnvolle Sache ist, denn in diesem Fall fehlt diese Angabe. Zweitens läuft der Test meinen eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen von Dutzenden anderer Nutzer entgegen, die in Internet-Foren berichten, dass Mittel wie Mike Sanders Fett länger vor Rost schützen als dünnflüssige Öle. Dazu passend hat der Testsieger aus diesem Christian-Merten-Privattest, das Gunex 2000, im Langzeittest der Auto Bild nur ein "ausreichend" bekommen: "Als Roststopper nur bedingt geeignet. Wirksamer Schutz nur bei sehr häufiger Nachbehandlung".

      Es besteht nun mal bei Ölen und Fetten ein Zusammenhang zwischen der Schichtdicke und der Schutzwirkung, und daher ist völlig logisch und nachvollziehbar, wenn die Mittel mit geringerer Schichtdicke, also die dünnflüssigen Öle, weniger gut schützen und keine Langzeitwirkung haben. Dieses Usta-Öl, dass in dem Christian-Merten-Privattest auch auf dem Siegertreppchen gelandet ist, liegt in der Endauswertung des Oldtimer-Markt-Tests auf Platz 26, also dem vorletzten Platz. An einem dieser beiden Tests ist in der Tat was faul. Und aus meiner eigenen Erfahrung mit solchen Mitteln weiß ich auch, an welchem.

      Außerdem kann jeder seine eigenen Testbleche im Freien postieren, dann eines der Bleche z. B. mit einem dünnflüssigen Öl wie Ballistol oder Liquid A und das zweite mit PX-11 oder Mike Sanders Fett versehen. Ab und zu ein wenig Salzlösung drauf sprühen und dann mal schauen, wie die Bleche nach zwei bis drei Jahren ausschauen.

      Das spricht dafür, dass man besser jährlich seinen PKW einfach nur mit Öl einsprüht. Aber am Unterboden dürfte das ja schnell wieder weg sein.
      Du hattest doch eigentlich explizit nach Mitteln mit Langzeitqualitäten gefragt. Wenn Du aufgrund dieses unkontrollierten Privattests im stillen Kämmerlein mit seinen etwas seltsamen Resultaten nun in Erwägung ziehst, Deinen Wagen einmal jährlich mit Öl einsprühen, dann geht das zwar auch, ist aber ein völlig anderer Ansatz.

      MfG, Hanseat [IMG:http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]