Flugrost ohne Ende, was tun?

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    • Gode_RE schrieb:



      Und in welcher Reihenfolge müsste ich jetzt vorgehen, und wieviel Zeit habe ich dafür?
      Zeit = 6 Monate (Gewähleistung mit Beweislast beim Aufbauhersteller) - 8 Wochen (schon vergangen) = ca. 4 Monate restliche Zeit.

      Reihenfolge:
      1. Hände weg vom Fahrzeug - nix sprühen, nix schrauben. Sonst kann man Dir nachher Pfusch und Verursachung des Schadens anhängen.
      2. Reklamation beim Aufbauhersteller, dazu Zeugen mitnehmen! Nachbesserrung musst Du erlauben, aber lass Dir jedesmal eine Rechnung geben die alle ausgeführten Arbeiten bestätigt. Natürlich darf er Dir keinen Betrag in Rechnung stellen, d.h. der Rechnungsbetrag muss 0 sein.
      3. Sollte sich der Aufbauhersteller quer stellen: ab zum Anwalt.
      Du brauchst erstmal kein Rostschutzforum sondern eine Rechtsberatung.

      Just my 2 Cent...
      Me being paranoid doesn't mean they aren't after me.
    • Klar habe ich das Recht auf Nacherfüllung, ggf. auch Schadensersatz. Das bleibt mir unbenommen und das kläre ich auch an anderer Stelle parallel zu der hiesigen Fragestellung. Hier geht es mir darum, in fachlicher Hinsicht Klarheit erlangen. Aber dennoch danke für die rasche Antwort.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gode_RE ()

    • Hey Leute, woran liegt es, dass mir hier keiner ne Antwort in der Kernkompetenz dieses Forums schreibt? Stattdessen bekomme ich Rechtstipps, die ich im Jura-Forum bekommen würde? Warum heißt dieses Forum dann "Rostschutz-Forum"...?

      Ich brauche keine Ratschläge, wie ich rechtlich vorgehen könnte! Da es mein Fahrzeug ist, bin ich nicht verpflichtet, mich auf irgendeine Art und Weise zu verhalten. Ich DARF alle Arbeiten an dem Fahrzeug vornehmen, auch solche, die mir später bei der Rechtsverfolgung von Schadensersatzansprüchen im Wege stehen. Die (fortfressende) Schadenssituation ist das eine, die Rechtsansprüche eine vollkommen andere Frage.

      Um zu verstehen, warum ich das am Anfang meiner Strategieüberlegungen trennen möchte, hier ein paar Gedanken dazu:

      Bei Schlechtleistung eines Werkleisters habe ich das Recht auf Nacherfüllung und ggf. sogar Schadensersatz, gar keine Frage. Und das Vertragsrecht sieht vor, dass ich dem Werkleister die Möglichkeit zur Nacherfüllung geben muss. Diese Verpflichtung habe ich aber nicht, wenn zu befürchten ist, dass die Nacherfüllung die Sache nur verschlimmbessert. Dann habe ich das Recht zur Selbstvornahme, und kann danach meine Aufwendungen auf dem Ersatzwege rechtlich beanspruchen.

      Das ist hier der Fall. Der Werkleister ist schwer (lebensbedrohlich) erkrankt und es steht zu befürchten, dass er auf absehbare Zeit keine sorgfältigen Leistungen mehr erbringen kann. Diese Umstände waren schon die Ursache für die Schlechtleistung. Bei fortfressendem Rost habe ich nicht viel Zeit. Ein selbständiges Beweissicherungsverfahren dauert aber mehrere Monate. Um ein verwertbares Sachverständigengutachten einbringen zu können, reicht nicht ein selbst beauftragtes Gutachten, sondern es muss das gerichtliche Verfahren in Gang gesetzt werden, nachdem Fristen für die Nacherfüllung erfolglos verstrichen sind, dann muss ein Beweisbeschluss erfolgen, dann ein gerichtlicher Gutachter bestellt werden und dann erst können die gutachterlichen Erhebungen erfolgen. Das wäre frühestens in 2-3 Monaten möglich. Bis dahin dürfte ich nichts am Fahrzeug verändern - und bis dahin vielleicht noch oberflächlich AUF Lack befindlicher Flugrost wäre dann möglicherweise schon IM Lack oder sogar schon drunter.

      Was habe ich dann davon? Vielleicht komme ich rechtlich durch und erwerbe einen Titel, dass ich monetäre Ansprüche habe. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Und mit dem Titel sind die Ansprüche noch nicht durchgesetzt. Vor allem nicht, wenn´s den Werkleister bis dahin nicht mehr geben sollte. Wer weiß. Und auf jeden Fall hat sich der Schaden bis dahin ausgeweitet. Was dann auch noch dem Werkleister in die Hand spielt, der dann berechtigt sagen kann, warum ich nicht zum Zeitpunkt des Bemerkens dieses Schadens alles unternommen habe, dessen Ausweitung (und teils Irreversibilität) zu begrenzen.

      Und eines noch: Dieses Projekt, an dem ich Jahre meines Lebens gewerkelt und mein ganzes Geld reingesteckt habe, ist "mein Baby". Da sehe ich nicht abwartend zu, bis es untergeht - ungeachtet davon betroffener Rechtsansprüche. Die sind ohnehin von Höhe und Grad der Durchsetzung mehr als fraglich, auch wenn sie vom Grunde nach total unfraglich sind.

      Also - die Rechtssituation ist komplex - und wird von mir ganz bestimmt ebenso wohl überlegt erwägt und angegangen, wie zugleich meine parallele Überlegung auf der Sachebene. Dieses Forum hat seine Sachkompetenz auf der Frage der Rostschutzebene. Nur darüber möchte ich hier einen Austausch führen. Daher habe ich die Bitte an Euch, dass sich in diesem Thread eher Fachleute beteiligen mögen, die zum Thema des Forums kompetent sind und mir nur zu diesem Teil meines Anliegens antworten können, den ich hier angefragt habe. Ok? Danke.

      LG Gode
    • Ok. Danke. Zumindest ein paar Überschriften...

      Ich schaue mal bei Amazon nach nem Fachbuch.

      Sollten hier Firmen oder Dienstleister mitlesen oder Mitglied sein, bitte ich um Angebote an meine Emailadresse oder PN, die in meinem Mitgliedsprofil hinterlegt ist. Macht ja hier wenig Sinn.
    • Demontage:
      Lösen von Schraub / Schweißverbindungen und abheben der Konstruktion bis auf Rahmen.

      Schlackestrahlen: Schlackestrahlpistole and Kompressor anschliessen und dann strahlen

      Lennezink: Unmittelbar danach 10-15 µm Lennezink aufspritzen

      Epoxy: nach ca. 3 Stunden nass in nass als Haftgrund aufspritzen

      Bei 20°C nach 3 Tagen Trocknungs / Reaktionszeit mit Schleifvlies mittel anrauhen

      Chassislack Deiner Wahl aufspritzen.


      Hohlräume wie Korro-Buch.
    • Ok, auf Deinen Humor kann ich mich einlassen: In der "detaillierten" Beschreibung hast Du noch vergessen, das Anschließen des Druckluftschlauches zu erwähnen...

      Aber vielleicht mag mir ja noch mal wer anderes antworten, vielleicht auch unter Bezugnahme auf meine eingangs gestellten Fragen, was es heutzutage für Techniken und Technologien gibt, um solch einen Rostbefall so zu behandeln, dass es nicht zum Gau wird?

      Und mich interessiert die Frage, was ich machen kann, um angesichts der derzeitigen Temperaturen erst mal ein Zeitfenster zu bekommen, in dem sich der Schaden nicht weiter ausweitet?

      Ich habe nach der gestrigen Behandlung mit IRON.X und Entfernen der sich damit lösenden Rostpartikel heute 3 Schichten von epoxy BRUNOX aufgesprüht, und warte dessen Umwandlungsprozess ab. Bin mir bei -8 Grad nicht sicher, ob´s funktioniert. Danach habe ich mir vorgenommen, eine Wachssschicht aufzusprühen. Ich habe hier WK 210 von Teroson und "Wachs-Korrosionsschutz" von Liqui Moly da. Da hätte ich mal gerne eine Einschätzung, welches der beiden jetzt aktuell besser geeignet ist. Und ob meine Vorgehensweise wohl trotz Witterungsverhältnisse zu dem von mir beabsichtigten Erfolg führt, für´s erste das Fortfressen aufzuhalten, so dass ich wärmeres Wetter abwarten kann?

      Hier mal ein paar Bilder:





      Die Quelle von dem Flugrost sind jeweils die Schnittkanten der Knotenbleche, und die angeschweissten Rohre am Zwischenrahmen. Diese Roststellen sind offen sichtbar. Auf den Tanks und den Fahrzeugteilen darunter liegt eine Flugrostschicht, die teils wegschiebbar ist. Es war mal eine Wachsschicht von einem (angeblich "professionellen") Konservierungsbetrieb darauf, die ist aber teilweise überhaupnt nicht mehr feststellbar, und das nach nicht einmal nem viertel Jahr.

      LG Gode

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