Angepinnt Der forumseigene Rostschutzfarbentest

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    • Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Ja, ich weiß dass ich einen Knall habe...:D
      Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, bereite ich einen kleinen Test von Rostschutzfarben vor.
      Hier will ich nun die Fertigung der Prüfbleche zur Diskussion stellen.
      Hinweise werden gerne gehört.
      Vorhanden sind 20 runde Stahlbleche (0.8mm Dicke) mit einem Durchmesser von 14 cm, die jeweils mit 2 verschiedenen Mitteln beschichtet werden sollen (also an einer Seite z.B. Owatrol+Brantho 3in1, auf der anderen Seite POR15)

      So sehen die Teile aktuell aus:
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      Ich will eine Art Falz-Rost simulieren, daher werden die Bleche zerschnitten und aufeinandergenietet mit Alu-Nieten. So kommt noch ein wenig Kontaktkorrosion erschwerend hinzu.

      Schnitt
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      Löcher bohren und eine Nut in die Mitte sägen, damit die Probanten nicht in der überlappenden Stelle ineinander laufen
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      Die Rückseite des unteren Bleches wird blank geschliffen
      [Blockierte Grafik: http://www.afripix.de/Kram/rost/r4.jpg]

      Zusammengenietet, Überlappung ist 16mm
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      Es wird eine Trennlinie zwischen beiden Probanten aus POR15 gemacht, damit auch hier nichts ineinander läuft. Warum POR15? Irgendeines der Mittel muss es sein.
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      Geplante Mittel:
      Brantho Korrux 3in1, Brantho Korrux Nitrofest, Rostux-Spray, echte Bleimennige aus Altbestand, POR15, Owatrol-Öl, Leinöl Firniss, Brunox Epoxy, DupliColor 4in1 - Spray, BOB-Rostversiegelung, Militärlack-Rostpenetrierer, Alpina XTra Metallschutz, Schöner Wohnen Universalgrund

      Die Mittel werden in jeweils optimaler Form (nach meiner Erfahrung, aber dokumentiert) angewendet: eine Grundierung wird beschichtet, vorhandener Rost teilweise mit Owatrol vorbehandelt. Brunox Epoxy bekommt 2 Decklacke, weil es ja noch grundiert werden muss.
      Als Grundierung wird Brantho Korrux Nitrofest oder Rostux benutzt werden.
      Ich will hier jedes Produkt möglichst optimal testen. Niemand, der seine Rostfalzen mit Owatrol vorbehandelt, wird danach irgendeine Baumarktgrundierung anwenden.
      Die Beschichtung wird von beiden Seiten sein, sonst rostet die Geschichte durch, bevor man irgendwelche Ergebnisse sieht.
      Es wird etwa 30 Kombinationen geben, Ratschläge werden jetzt und hier gesammelt

      Es ist nicht geplant, Produkte entgegen ihrer Bestimmung zu testen (z.B. Owatrol als Einzelbeschichtung).
      Es werden auch keine Produkte getestet, die sowieso fragwürdig sind (Hamerite). Vielleicht gibt es noch eine Probe mit Fertan.

      Ein paar "Schmierprodukte" werden auch noch nebenbei dazukommen, aber keine Hohlraumversiegelungen. Das hatten wir oft genug.
    • RE: Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Hallo Frank,

      beachtlicher Einsatz. Großes Daumendrücken von mir vorab. Ich fürchte, dass dieser Testaufbau einen Haufen Arbeit für Dich bedeutet. Willst Du es Dir nicht irgendwie leichter machen? Wenn Du die eine Hälfte mit Mittel X und die ander Hälfte mit Mittel Y beschichten willst, dann könntest Du vielleicht den Falz einfach dadurch erzeugen, dass Du jeweils zwei Zentimeter an den gegenüberliegenden Seiten des Probeblechs im 180-Grad-Winkel umklopfst, also oben und unten, und dann in verschiedene Richtungen. Eine Alu-Niete könntest Du wegen Kontaktkorrosion trotzdem reinsetzen, auch wenn sie nichts halten muss.

      So:

      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/2011-stobis-testblech-hkz2.jpg]

      Ein Mittel auf die Vorderseite, das andere auf die Rückseite.

      Zusätzliche Arbeit:
      2x Zwei-Zentimeter-Linie anzeichnen, 2x Blech umkloppen

      Gesparte Arbeiten:
      In zwei Hälften sägen, Nut sägen, 1x Nieten, Abkleben, POR15 aufpinseln und trocknen lassen, dann POR15 abkleben - und das bei 20 Blechen.

      Falz- und Kontaktrost wären trotzdem noch möglich.

      Heikel wäre, dass die Mittel sich an der schmalen Kante am Rand treffen, das könnte man aber schmal mit Tesa-Krepp rundum abkleben. Dann wäre auch noch Widerstandsfähigkeit gegen Unterrostung im Test dabei.

      Die umgekloppten Falze müssten im fertigen Testaufbau während der Bewitterung bei 3 und 9 Uhr stehen.

      MfG, Hanseat [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]


      Edit: Falls der Vorschlag gut ist, dann kommt er hoffentlich nicht zu spät, weil alle Bleche schon aufwändig in zwei Hälften zersägt, mit Nut versehen und genietet sind ... :D
    • RE: Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Ja sieht gut aus das ganze. Klar mit dem umklappen der Kante wärs natürlich einfacher, stimmt wohl. Aber andererseits ist das aufeinandernieten realistischer weil die bleche dann loser miteinander verbunden sind. So können Haarrisse in den Materialien entstehen, so wie in der Praxis auch im Laufe der Zeit.


      Was ich aber anders machen würde wäre die zweite Beschichtung.

      Ich würde auf die Grundierungen allesamt einen beim Lackierer üblichen 2k-Füller auftragen. So wie im KFZ-Bereich immer üblich. Da Füller für gewöhnlich hellgrau sind kann man auch gut sehen wann der Rost sich farblich durchzeichnet und den Füller von unten verfärbt. Das ist das beste Zeichen für ein Versagen der Grundierung. 1k-Füller geht nicht weil der kaum beständig ist, es sollte wirklich 2K sein.

      Zudem würde ich auf jeden Fall auch eine der aktuellen rotbraunen 1K-Grundierungen testen. Beim Lackierer wirste son paar Pinselstriche mit rotbrauner 1K warscheinlich fürn Euro inne Kaffeekasse bekommen. Dann ist zumindest ein übliches Lackmaterial mit im Test.
    • RE: Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Umklappen klappt nicht, weil es nicht fest aufeinanderliegt sondern immer absteht. Eine entsprechende Bank habe ich nicht, müsste das im Schraubstock quetschen und heiß machen.

      1. Änderung zu oben: bei der künstlichen Falz werden die rostigen Seiten zusammenkommen, es wird keine blank geschliffene Seite geben. Die vorgerosteten Bleche sind sehr schlecht identisch zu entrosten.

      2. @michael: liegt das nicht wieder außerhalb der Produktvorgaben? Unser Lackierer Holger, der ja leider damals das Forum verlassen hat, hat immer davor gewarnt, eine 2K Beschichtung auf eine 1K Beschichtung aufzubringen. Es ist ja auch nicht ganz im Sinne des Testes, da ich ja verschiedene Produkte in optimaler Zusammenstellung testen will.
      BOB-Rostprimer hat eine tolle Rostdurchdringung, schützt aber vor weiterem Rost fast gar nicht, sollte sogar noch grundiert werden. Ist also in dem Zusammenhang garantiert schlechter als Brantho Korrux.



    • RE: Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Ja gut, also 1k und 2k muss man unterscheiden.
      Ich meinte mit der Kombination eine 1k Grundierung, und darauf einen 2k Füller. Füller sind direkt dafür vorgesehen auf eine Grundierung oder Altlackierung, egal ob 1k oder 2k, aufgetragen zu werden.

      Allerdings weiß ich nicht ob man auf das Brantho auch sowas machen kann, oder auf POR15. Auf dem Leinölmaterial undso geht das ja sowieso nicht.

      Wenn bei deinen Testkandidaten draufsteht das man es mit anderen Produkten überarbeiten kann, also auch mit einer weiteren Lackierung, dann würde ich Füller drübermachen.

      Irgendwie wär es ja auch Blödsinn wenn man so eine Rostschutzgrundierung nicht überlackieren könnte. Damit wäre so ein Produkt ja total unbrauchbar eigentlich.

    • Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Es stellt sich mir die Frage: "Wieso kommt stobi gerade heute, 01.12., mit dem Bild ?"

      Wird oder ist das der neue [size=x-large]Rostschutz - Forums - Adventskalender [/size] , schön durchnummeriert ? :rolleyes:


      Nein, Spass beiseite. Ich bin auf das Ergebnis wirklich gespannt.



      ;)
      Gruß
      Gentleman-Driver


      Früher hatten die Autos weite und geschwungende Rundungen, heute nur noch der Mensch :cool:

      http://monzaguhru.forumprofi.de/index.php
    • RE: Der forumseigene Rostschutzfarbentest

      Hier mal eine Liste der Testlinge. Ergänzungen kann ich noch machen, 1 Testblech habe ich noch.
      Im Gegensatz zu allen bisherigen Tests habe ich hier jeweils 2 (für mich) besonders interessante Proben jeweils auf ein Blech gegeben, wo dann die Rostbedingungen für diese beiden Proben wirklich 100% identisch sind. Das wird also eine Art KO-Runde.
      1. Brantho 3in1 <-> Bleimennige
      2. Owatrol (als Grundierung) + Brantho 3in1 <-> Owatrol (Gr.) + Brantho Nitrofest
      3. Brantho 3in1 <-> Brantho Nitrofest
      4. Leinöl (pur, als Grund.) + Alpina XT Metallschutz <-> Owatrol (Gr.) + Alpina XT Metallschutz
      5. Bob Rostsiegel (als Grund.) + Alpina XT <-> POR 15
      6. Bob Rostsiegel (als Grund.) + Brantho 3in1 <-> POR 15
      7. Dupli-Color Ruststop 4in1 <-> Prosol Rostux
      8. Brantho Nitrofest <-> Prosol Rostux
      9. Bleimennige <-> Owatrol (Gr.) + Brantho 3in1
      10. Owatrol (Gr.) + Brantho Nitrofest <-> Leinöl mit 30% Terpentin (Gr.) + Brantho Nitrofest
      11. Militärlacke Rostprimer <-> Rostux
      12. Owatrol <-> Leinöl mit 30% Terpentin (Sondertest ohne Deckbeschichtung)
      13. Fertan + Rostux <-> Rostux (pur)

      Die Sachen, die gesprüht werden, erhalten mind. 3 Schichten, die zum Pinseln erhalten mindestens 2 Schichten.