Unterboden sanieren - Tipps, Erfahrungen,...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Unterboden sanieren - Tipps, Erfahrungen,...

      Hallo liebe Leute.


      Meine Freundin und ich haben uns letztes Jahr einen 1996 VW T4 mit Hochdach und langem Radstand gekauft, der von uns bereits zum WoMo umgemeldet wurde.
      Schon beim Kauf war klar, da gibt es noch viiiiel zu tun!
      Es warten einige Rostschutzarbeiten und
      dazu habe ich Fragen mit denen ich mich vertrauensvoll an Euch wende.


      Hauptproblem: Rost am Unterboden,
      insb. an den Übergängen zw. Trägern und Bodenblech

      weiter Probleme: Rost am Rahmen, Rost
      unten in den Türen



      Dazu hier eine längere Abhandlung :whistling: zu den Vorüberlegungen.



      Bevor ich da den Pinsel schwinge und da irgendwo Fertan dran kommt, will ich das so sauber haben wie es nur
      geht.


      Ich erzähl' Euch erstmal was ich NICHT will. (Find ich fair, weil dann braucht Ihr mir das nicht als Lösung vorschlagen)


      Erst habe ich überlegt das mit rotierenden Drahtbürsten (Bohrmschine & Flex) zu machen, aber heute hab ich gesehen das wird nix. Da würden wir wochenlang unterm Auto liegen und am Ende wären die aller übelsten Stellen immer noch nicht sauber - nee, nee, das fang ich gar nicht erst an!


      Bei 'nem LKW-Sandstrahler haben wir schon gefragt, seine Arbeitskosten übersteigen den Wert des Fahrzeugs! 8|
      ...Trockeneisstrahlen das selbe...


      Ich muss da nicht das nackte Blech sehen.


      Es ist nicht genügend Platz (und Muße) da, um mit riesigen Geräten, Baustellenkompressoren oder mobilen Kabinen anzurücken.


      Die Umgebung sollte nicht komplett vollgesaut werden und umweltverträglich sollte es sein (Großmutters Garten ist direkt nebenan!!!)

      Ich will da eine groooße Plane unters Auto packen um den Abfall zu sammeln.



      Jetzt das was ich will (Jaaa, jetzt wird es richtig spannend :P )


      Ich will einfach und effektiv zu dem Ergebnis kommen, dass mir meine Karre von unten nicht wegrostet. Vielleicht überlebt sie ja noch 5-6 Jahre im Einsatz. ...gerne länger...


      Ich will das in Eigenregie auf dem Garagenvorplatz machen können.


      Ich will Dreck, losen Rost und Unterbodenschutz entfernen können.


      Ich will in diese kleinen Ritzen zwischen Rahmen und Bodenblech kommen.


      Ich würde lieber eine kleine Ausrüstung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis kaufen, anstatt was zu mieten wo mich der Preis für die zweite Woche dann nervt. (Den Kompressor brauche ich ja auch um Fertan und/oder Schutzfilm/-fett in die Hohlräume zu bringen - anderes Thema)


      Bei guter Pflege kann ich das Material ja wieder verkaufen. ...oder ich leihe es Euch mal...



      Ich habe verschiedene Methoden gesehen, die interessant sein könnten. Ich stelle sie Euch mal kurz vor:


      Hobbysandstahler vom Discounter
      ebay
      youtube

      Nachteil: Ich befürchte die bringen den Erfolg nicht.
      Vorteil: sehr günstig


      mobile Sandstrahlgeräte
      youtube-Graffiti
      youtube - am LKW
      ebay - simple Ausführung
      ebay - Profi-Ausführung

      Nachteil: Es staubt. ...nicht wirklich kostengünstig
      Vorteil: Kompressor auch für andere Arbeiten am Auto zu gebrauchen. Profi-Version für 130,- EUR scheint sehr gute Arbeit zu amchen (mit dem passenden Kompressor versteht sich)


      Nassstrahler (z.B. Kärcher)
      youtube
      ebay

      Nachteil: der HD Kärcher ist echt teuer und ich kann damit kein Fluidfilm o.ä. verblasen, unterm Auto lieg ich dann im Schlamm
      Vorteil: das staubt nicht (so stark)


      Dann habe ich noch folgendes gesehen

      youtube - Dustless Blasting (engl.) Ist das das selbe wie Kärcher nur in groß!??


      ...und das sagenumwobene Soda-Blasting youtube (engl.) gibt es ja auch noch...

      Ich kann nicht einschätzen wie gut das
      ist, wo die Vor- und Nachteile liegen. Ein Vorteil müsste sein, dass
      das Pulver sich bei Regen auflöst, wie (un)schön das für
      Großmutters Garten ist, kann ich nur erahnen :rolleyes:



      Womit wir aber auch schon bei den Strahlmitteln sind. Ich hoffe das sprengt hier nicht ernsthaft den Rahmen.

      Sand?

      Glas?

      Backpulver?

      Sand in Wasser?

      Glas in Wasser? (das ist kein "Glas Wasser")

      etc.....


      Was ist topp? Was ist flopp?


      Mich interessieren Eure ERFAHRUNGEN.

      Wer hat schon mal in Eigenregie zu hause gestrahlt?

      Was könnt Ihr empfehlen?

      Wo liegen die entscheidenen Vor und Nachteile?



      Ergänzend nochmal zum Arbeitsplatz.

      Es gibt 230V Hausstrom und einen Wasserhahn in vertretbarer Entfernung.

      Der Untergrund ist mäßig befestigt (Schotter) und mittlereile wieder mit Moos und Gras bewachsen.

      Rechts und links des Platzes befinden sich der Garten und der Wald (das sollte also so umweltverträglich werden wie eben geht, die groooße Plane wird da viel helfen.)


      Ich freue mich über konstruktive Kritik von Euch.


      Bin sehr gespannt was daraus wird.


      Beste Grüße.


      Sven AKA nordboen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nordboen ()

    • Hallo,

      dieses "wet blasting" kannte ich nicht und sieht ja erstmal sehr sehr gut aus.

      Welche Frage sich mir hierbei allerdings stellt, wie bekomm ich das Blech (in Ritzen und schwer zugänglichen Stellen) zeitnah trocken?
      Und das Wasser läuft bei so einer Aktion halt auch an Stellen, wo es nicht hinsoll.

      Das wären so meine Kontras, ansonsten sieht das wirklich verblüffend aus. Für die Außenhaut gibts wahrscheinlich kaum besseres. :evil:
    • Ich war auch sehr erstaunt was da so geht und erstmal sieht das ja nicht nach mehr dreck aus als das "Abkärchern" nach ner Geländefahrt. Was das anbelang ne ganz andere Nummer als das klassische Sandstrahlen.

      Die Sache mit dem Wasser das überall hin geht (vorzugsweise dahin wo ich's nicht haben will) ist mir auch sehr unangenehm aufgefallen.
      Leider muss ich befürchten, dass mein Unterboden sogar schon Löcher hat dann würde die Nassstrahlmethode möglicherweise etwas ekelig.


      Ich tendiere wirklich stark zum Sandstrahlen mit dem hier.

      ebay - Profi-Ausführung

      Wer hat sowas schon mal benutzt oder life in Action gesehen?

      Gruß, Sven
    • Hallo,
      ich war mit meinem Patrol vor 2 Jahren genau an der gleichen Überlegung wie Du jetzt.
      Ich habe mich damals dazu durchgerungen, es nicht selbst zu strahlen. youtube.com/watch?v=E1KRWXWTgKk

      Du hast gelesen, dass das von Dir favorisierte Gerät einen Luftverbrauch von 700 Litern/Minute hat?
      Ich habe eine Mini-Pistole mit 300 Litern Verbrauch und es ist sehr nervig, damit zu arbeiten, vom Dreck ganz zu schweigen.
      Den Preis für die Sache damals kann ich Dir bei Bedarf via PM schicken.

      Noch eine Bemerkung am Rande: fertan ist nicht so gut wie sein Ruf, jedenfalls nicht, wenn Du nicht den ganzen Wagen für eine Woche darin einlegst.
    • Danke.

      Hab Dir ne Nachricht geschickt (ich glaube über Umwege :S )

      Ja der Luftverbrauch ist schon unschön, das macht den Kompressor natürlich teuer.

      Der Youtube Beitrag ist ja ganz eindrücklich. Einige Stellen an unserem Bus sind ähnlich schlimm, das kriecht jertzt auch in den Rahmen, sehr unangenehm!

      Das mit dem Fertan lese ich in letzter Zeit öfter... Vielleicht lass ich das dann mal besser. Owatrol-Öl ist da vielleicht die bessere Wahl!? Angeblich überlackierbar.... hmmm...

      Über Tipps zum günstigen Strahlen in Südwest-Deutschland bin ich auch dankbar. Hohe Halle ist leider muss, 245 Dachhöhe.


      Wird schon noch was werden - auf jeden Fall tuer und viel Arbeit, aber vielleicht ja auch der erhalt eines echt tollen Campingbusses!

      Grüße
    • @ stobi_de
      Wie ging es denn Deinem Patrol nach dem Peeling?
      War da alles inkl. Luftfilter und Handschufach auf alle Zeiten mit Sandstaub eingesaut* oder hielt sich das in Grenzen?
      Wie haben denn die Bremsleitungen, Kühlerschläuche und Kabel diesen Tag in Erinnerung??

      Welche Schritte, hast Du dann gemacht und wie sieht der Wagen jetzt - zwei Winter später - von unten aus?

      Vielleicht ist das doch ne Option, dieses Feinsandstrahlen... in ner Firma.

      Also, Danke für die Denkanstöße und die Impressionen.



      *ich weiß, das is'n Patrol, der muss vollgesaut sein, sonst fährt der nicht :D



      P.S. Kennt Ihr die Geschichte von Räuber Hotzenplotz, wo Kasper und Seppel die schwere Kiste voller Sand und der Aufschrift "VORSICHT GOLD" dem Hotzenplotz unterjubeln? Durch ein Loch in der Kiste riselt der Sand heraus und zieht eine Spur zum Versteck von Hotzenplotz...
      So etwas möchte ich bitte NICHT haben!!! Ich will nicht das jemand weiß wo mein Räuberversteck ist...
      [Blockierte Grafik: http://m.tagesspiegel.de/images/raeuber-dapd-4/6949060/2-formatOriginal.jpg]
    • Ich bin nicht der Freund vom eingesauten Patrol.
      Wenn der sich mal im Gelände einsaut, saue ich mich am nächsten Tag mit dem Kärcher unterm Auto ein.
      Ein alter Patrol wird nicht verkauft oder verschrottet, der wird vererbt (wenn ich mal nen Erben finde) :D

      Ich habe wirklich Aufwand getrieben mit dem Rostschutz. Restrost, der trotz Strahlens noch da war, habe ich weggeschliffen oder mit einem verbogenen dicken Schraubendreher "weggekratzt" (um die Ecke strahlen geht halt nicht), halt alles, was möglich war ohne den Body vom Rahmen zu trennen. Dann komplett Owatrol, dann 3 lagen Brantho 3in1, dann Wachs-Hohlraumversiegelung am Unterboden, dann UBS-Wachs. In die Hohlräume Fett.
      Nach 2 Jahren ist das Ding sowas von rostfrei.

      Die Sauerei im Innenraum war sehr dezent, der Sandstrahler hat nach dem Strahlen alles mit Druckluft ausgeblasen, danach habe ich nochmal eine Stunde mit dem Kärcher drunter gelegen. Gab zwar dann sofort Flugrost, aber was solls. So unbedeutenden Rost schluckt Owatrol mit Sicherheit. Es gab nur eine Stelle, an der sich Sand hartnäckig reingesetzt hatte in einem Querträger, den habe ich dann mit Draht rauspopeln müssen.
      Alles in Allem ein gelungenes und empfehlenswertes Unterfangen.

      ABER: der Strahler muss Erfahrung haben! Ich habe auch in einem anderen Laden Felgen strahlen lassen, die waren danach im Eimer, weil sie nicht mehr gewuchtet werden konnten.