Scheibenrahmen entrosten, bewährtes Vorgehen?

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    • Hallo Hanseat,

      1. Meine Erfahrung mit 1K und 2K Produkten ist kleiner gleich null. Deshalb bin ich ja hier. Ich muss mich gänzlich auf die Aussagen hier stützen.

      2. Ja, man könnte dem Hobby sagen was ich mache. Dennoch sind für mich meine Hobbys Leidenschaft die ich zu perfektionieren versuche.

      40 Jahre reicht mehr als genug. Wenn ich überhaupt so alt werde! ;) Mir wären 8-10 Jahre schon völlig ausreichend. Nach dieser Zeit habe ich bestimmt wieder neue Energie alles erneut von vorne zu starten ;)

      Ich habe alle meine Reparaturstellen mit Nitrofest so belassen bis auf den Scheibenrahnen. Dort haben mich ich die Aussagen von Michael überzeugt. Ich will nicht dass der Scheibenrahmen unkontrolliert vor sich hin gammelt weil die Haftung auf dem Metall zu gering ist. Deshalb habe ich heute meine Brantho-Grundierung wieder abgeschliffen. Das Zeugs kam ziemlich leicht ab, um einiges besser als die Original Grundierung mit Lack. Bei der originalen Lackierung kam mein Schleifer des Öfteren ins schwitzen. Kann auch an der Aushärtung liegen....war jetzt 4 Tage drauf.

      2 weitere Unschönheiten habe ich heute festgestellt an meinen Arbeiten die nun ca. 2 Wochen alt sind:

      - Am Schlossträger gibt es Blasen zwischen dem Nitrofest und dem Decklack. Der Decklack kam aus der Sprühodse (Originalfarbe die angemischt wurde). Nach meiner Interpretation sind das Dampfblasen. Vermutlich war es zu kalt in der Halle und Brantho war nicht vollständig getrocknet.

      - An der Spritzwand habe ich das Bremsaggregat mit einer blauen RTV Silikonschicht abgedichtet da die originale Dichtung gerissen war. Dort hat sich der Decklack rund um das Silikon gekräuselt. Ich denke aber dass die Brantho Nitrofest Schicht stets intakt ist.

      Morgen werde ich den Scheibenrahmen 2K Grundieren, das Wetter sollte dafür knapp geeignet sein mit etwas über 10 Grad. In meiner Halle muss ich über Nacht mit Heizungen die Temperatur aufrecht erhalten.



      Danke an alle und Gruss

      Matthias
    • Zu dem Ruco-EP kann ich nix sagen. Ausser das es sich liest wie Malerbedarf. Versuch mal was aus dem Lackierbereich zu bekommen. APP, Standox / Spies Hecker, 4CR (ist glaub ich sogar aus der Schweiz?), Kent, Mipa, Glasurit, PPG, Nexa Autocolor. Das gibt es ja auch in der Schweiz alles. Den APP hab ich halt so empfohlen weil er preiswert ist und super Haftung hat und ich damit gute langjährige Erfahrungen gemacht habe. Den interTroton und die umgelabelten Versionen davon empfehle ich nicht so direkt. Erklärung weiter unten im Text.

      Also,
      "fast" undurchlässig bedeutet über 99 Prozent. Normale 2k Acryl- oder PU-basierte Lacke liegen etwas bei 98 Prozent. Die ganz genauen Werte weiß ich nicht mehr, hatte mal eine Tabelle aber keine ahnung mehr wo. Der Unterschied ist jedenfalls relativ gesehen marginal. Aber bei EP kommt die eindeutig beste Haftung noch dazu und die höchste Zähigkeit und Stabilität.

      Die Qualitätsunterschiede sind vorhanden, aber über das gesamte Angebot gesehen muss man beachten das es so für jedermann erstmal nur zwei verschiedene EP-Grundierungen gibt. Einmal die von APP und einmal die von interTroton. Die interTroton ist ein EP der 1:10 mit Härter gemischt wird, der wird von unzähligen Anbietern auch umgelabelt und mit anderem Namen verkauft. So auch von T4U, Ludwig-Lacke und vielen anderen, zu erkennen an der winzigen Härterdose die sehr dünn ist, etwa 4cm im Durchmesser und etwa 12cm hoch. Alle anderen haben ganz normale kurze dicke Dosen für den Härter. Und natürlich auch am Mischungsverhältnis zu erkennen, es ist der einzige der 1:10 gemischt wird.

      Ansonsten gibt es halt die teuren EP von Standox / Spies Hecker, Glasu, PPG, Nexa Autocolor, Mipa, Profix usw.
      Habe bisher nur den von APP und von interTroton probiert, der APP ist besser in der Haftung auch auf schlechtem Untergrund bzw. auch auf nicht angeschliffenem neuen Blech.

      Ja es ist kontraproduktiv Owatrol oder sonstiges vorher aufzutragen. Dann kannst du den EP auch ganz weglassen denn der EP haftet dann ja nicht auf dem Blech sondern auf dem Owatrol. Also ist die gesamte Haftung nur so gut wie die des Owatrol. Und der gesamte Schutz ist auch nur so gut wie der des Owatrol. Und zu guter letzt, der EP hat dann keinerlei Wirkung mehr.

      Hanseat,
      das die 1974 aufgetragene Grundierung heute noch hält glaub ich dir ungesehen, wirklich. Da gabs noch bleihaltiges Zeug, das war auch super, gibts aber nicht mehr.

      Und ja, er ist doch im Hobbysektor gelandet. Muss ich einfach so sagen. Das ist aber auch darauf bezogen das einiges später noch lackiert werden soll. Und da weiß ich nicht ob da überhaupt ein ernstzunehmender Lackierer zu bereit wäre. Ich kenne keinen Berufslackierer der das akzeptieren würde, vielleicht ein paar Hobbylackierer die es mal nicht so genau nehmen, immerhin geht es um da auch um den Ruf. Denn wenn es schiefgeht wird gesagt das der Lackierer schuld ist. Das muss nichtmal der Eckstein sein der das sagt. Wer sich das lackierte mit geschultem Auge dann ansieht und fragt wo das lackiert wurde, der weiss dann Bescheid.

      Und wer pinselt drei Schichten 3in1 auf und erwartet dann das der Lackierer das so hinnimmt und überlackiert?? Wie soll das denn jemals annähernd glatt werden? Da muss man soviel schleifen das es zig Durchschliffe gibt und dann muss man es komplett abschleifen damit man die Unebenheiten der Durchschliffe nicht nacher in der Lackoberfläche sieht. Einfach so überlackieren wird nix, da wird niemals jemand Geld für bezahlen wenn er das Ergebnis sieht.

      Meine Erfahrungen mit 1k sind etwa 28 jahre weit. Angefangen von einfachem Baumarktzeugs was nie taugte, weder beim Schutz noch bei der Haftung. Dann spezielle Rostschutzmittel die für Landmaschinen, Schiffe usw. empfohlen werden die aber am Auto auch nix taugten. Dann 1k Markenprodukte vom Lackierer, war schon wesentlich besser, aber die Haltbarkeit war trotzdem nicht so toll mit meist so 5-7 Jahren, aufgrund der Haftung, nicht wegen Rost. Parallel dazu habe ich mit 2k-Produkten angefangen was auch früher schon eine enorme Steigerung war, von diesen Sachen musste ich in den letzten 10 Jahren nicht ein einziges nochmal machen. Mit EP ist es bei mir vor etwa 7 Jahren dann nochmal extrem vorangegangen. Haftung überirdisch und selbt Flächen mit Restrost musste ich nicht erneut machen.

      Ein Testblech mit Nitrofest und EP hängt seit einem Jahr vor meiner Halle am Autotransporter. Jemand wollte das mal probieren und hat da Nitrofest draufgemacht und mir zugeschickt, ich hab auf den Rest dann EP gemacht. Das Blech ist original aus dem Dach eines Delta integrale das er von einer Seite komplett blankgeschliffen hat und mehrere Monate im Regen liegengelassen hat. Da sind Rostflecken drauf überall da wo sich längere Zeit Wassertropfen hielten. In diesem Zustand hat er es ohne weitere Behandlung 2x mit Nitrofest gestrichen. Ich ebenso ohne weitere Behandlung einmal mit 2k EP. Aber Ergebnisse wirds wohl frühestens in vier fünf Jahren geben, wenn überhaupt.

      Eine Rostschutzwirkung von Nitrofest habe ich niemals bestritten, dann hast du mich falsch verstanden. Es geht hier um die Haftung. Sowohl die von Nitrofest wenn es mit anderen Produkten überlackiert wird. Wegen der Anlösung des Nitrofest durch andere Produkte, dann kann die Haftung flöten gehen. Und auch die Haftung von den heute üblichen Lacksystemen AUF dem Nitrofest selbst. Bei Wassersystemen wäre ich da erstmal skeptisch. Bei Lösemittelsystemen, die aber nur noch eine Handvoll Lackierer benutzen, wird das Nitrofest ja Oberflächlich angelöst und der Lack "verschmilzt" mit dem Nitrofest. Aber das kann wie gesagt die Haftung vom Nitrofest verändern und es heisst auch nicht das der Lösemittellack auch dauerhaft auf dem Nitrofest hält.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von michaelz ()

    • Hanseat,
      Was ich vergessen hab, probier doch selber mal 2k EP aus. Kein überteuerter Wunder-EP, sondern ganz normalen aus dem Lackierbereich.

      Arbeite damit gewissenhaft, ohne vorher irgendein Zaugs aufzutragen, lass den EP das machen wofür er da ist. Und dann wirst du staunen wie einfach uns effektiv das ist. Vor allem auch im weiteren Verlauf der Arbeiten, also lackieren usw.
    • ....aber ich weiss jetzt trotzdem noch nicht ob ich direkt auf den 2K EP mit dem Scheibenkleber drauf kann oder ob da noch eine weitere Schicht drauf muss damit die Grundierung kein Wasser zieht??!!

      Ansonsten habe ich mir folgenden Aufbau vorgestellt:

      2K EP Grundierung

      2K Eisenglimmer

      (2K PU)

      Wie viele der einzelnen Schichten sind sinnvoll? Kann man das alles nass in Nass machen oder muss ich jedes mal anschleifen?

      Ich werde folgende Produkte versenden:

      ruco.ch/de/produkte/grundieru…-2k-grundierung

      ruco.ch/de/produkte/2k-decklac…pur-2k-eisenglimmer-e0-e2

      ist 2K PU überhaupt sinnvoll?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eckstein ()

    • Hanseat,
      das die 1974 aufgetragene Grundierung heute noch hält glaub ich dir ungesehen, wirklich. Da gabs noch bleihaltiges Zeug, das war auch super, gibts aber nicht mehr.
      War keine Bleimennige. Sondern vermutlich Eisenmennige, eben dieses typische Rotbraun. Lässt sich heute noch auf damals gemachten Fotos sehen. Der Untergrund war neuer, rostfreier Stahl. Die 1K-Grundierung und den 1K-Decklack haben Bekannte mitgebracht, die auf einer Werft arbeiteten. Einwandfreier Untergrund, hochwertige Lacke - da kommt dann auch mit 1K-Produkten eine Haltbarkeit von über 40 Jahren raus.

      Bleimennige auf KH-Basis habe ich zwar auch mal benutzt, zuletzt Anfang der 80er. Der Anstrich hält nach mehr als 30 Jahren ebenfalls noch einwandfrei. Aber Bleimennige würde ich heute wegen der Giftigkeit nicht mehr nehmen.

      Zu 3in1 und Nitrofest:

      3in1 scheidet als Primer für eine 2K-Lackierung sicher aus. Schleifen lässt es sich auch nicht, und es ist nicht beständig gegen Lösungsmittel. Es hat also seine Grenzen. Als Rostschutzfarbe am Unterboden, in Radkästen, an Fahrwerksteilen usw. sind meine Erfahrungen mit 3in1 in DB 703 aber seit Jahren sehr gut. Würde ich jederzeit wieder nehmen. Belastbar und kratzfest. Außerdem sehr elastisch, was man von 2K nicht sagen kann. Schnell und einfach zu verarbeiten. Am wichtigsten ist aber die Schutzdauer von mehreren Jahrzehnten bei hoher Schichtdicke.

      Nitrofest wird von vielen Lackierern als Grundierung zwar nicht gerne gesehen, aber nach Herstellerangaben ist Nitrofest verträglich mit 2K-Lacken. Und man findet auch genügend Erfahrungsberichte von Anwendern, bei denen das funktioniert hat. Aus dem Fahrzeuglackiererforum: "Nun, wir haben in den letzten zwei Jahren ne Menge mit dem Zeug gemacht, auch Unterboden... obwohl es 1K ist, lässt es sich wie versprochen wunderbar mit 2K überarbeiten und ist auch in vielen Farbtönen erhältlich, problemlos zu spritzen." (Link)

      Der Effekt, dass ein lösemittelbasierter Decklack das Nitrofest etwas anlösen kann und mit diesem "verschmilzt", soll nach Angaben von Branth so gedacht sein, also kein Nachteil. Habe das selbst allerdings nicht ausprobiert.

      Generell sollte man im System bleiben, 2K auf 1K geht eigentlich nicht. Nitrofest ist da eine Ausnahme. Für eine paar kleine Stellen im Sichtbereich, die später gespachtelt und in der Werkstatt lackiert werden sollen, würde ich ohne weiteres auf Nitrofest setzen. Geht es um zügiges Arbeiten, größere Teile und höhere Summen, etwa eine komplette Motorhaube, würde ich mich an die Standards der Branche halten und mit 2K grundieren.

      Was ich vergessen hab, probier doch selber mal 2k EP aus. Kein überteuerter Wunder-EP, sondern ganz normalen aus dem Lackierbereich.
      Habe vor einigen Jahren schon 2K-Grundierfüller aus der Spraydose verwendet. Würde ich auch wieder nehmen und keinem von 2K-EP abraten. Natürlich ist das Zeug gut, keine Frage.

      Mir ging es nur darum, dass man 1K nicht generell schlechtreden sollte. Es gibt 1K-Produkte, die in vielen Anwendungsfällen sehr gut und sehr lange funktionieren und zumindest meinen Anforderungen genügen, obwohl die nicht niedrig sind. Beim Anmischen von 2K besteht auch immer das Risiko, dass man entweder zu viel angemischt hat und überschüssigen Lack wegkippen muss oder zu wenig angemischt hat und erneut anmischen muss. Von meinem Spraydosen-2K-Grundierfüller ist damals ein erheblicher Teil mit abgelaufener Topfzeit in die Mülltonne gewandert. Ein paar Kompromisse muss man bei fast jedem Produkt eingehen.

      Ansonsten habe ich mir folgenden Aufbau vorgestellt:

      2K EP Grundierung

      2K Eisenglimmer

      (2K PU)

      Wie viele der einzelnen Schichten sind sinnvoll? Kann man das alles nass in Nass machen oder muss ich jedes mal anschleifen?

      Das ist ein Aufbau für die Ewigkeit, sofern der Untergrund keine Probleme macht. Für Schiffsaufbauten sind 50 μm für die Grundierung, 80 μm für die Zwischenbeschichtung und 80 μm für die Endbeschichtung vorgesehen, also insgesamt 210 μm Trockenfilmdicke. Welche Schichtdicken Deine Produkte ermöglichen, müsste in den Datenblättern stehen. Wenn Du auf eine etwas höhere Trockenfilmdicke kommst, ist das kein Nachteil. Nach wieviel Stunden Du überlackieren kannst, steht ebenfalls im Datenblatt. Weil es sich um eine chemische Reaktion handelt, ist diese Zeit stark von der Temperatur abhängig. Gängig ist: Verarbeitungszeit von 8 Stunden (Topfzeit), dann überlackierbar nach 4-6 Stunden, bei 20 Grad. Vollständig durchgetrocknet sind aber auch 2K-EP-Beschichtungen erst nach ca. 1 Woche. Und es gibt starke Abweichungen. Wenn eine Firma unterschiedliche Härter anbietet, dann kann es beim einen Härter nur 3 Stunden bis zur Überlackierbarkeit dauern, beim anderen Härter hingegen 8 Stunden. Und 2K-EP-Grundierfüller aus der Spraydose hat eine Topfzeit von 4 Tagen. Also immer das Kleingedruckte zum jeweiligen Produkt lesen.

      MfG, Hanseat [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]

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    • Hallo,

      Für die Ewigkeit soll es auch sein, ich bin Extremist :) ...zumindest versuche ich es dass es ewig hält!

      Die Sachen werden mit dem Pinsel aufgetragen. Ergibt das einen wesentlichen Nachteil? Ansonsten muss ich mir eine Lackierpistole kaufen...ok, möchte ich sowieso früher oder später, aber jetzt habe ich sie noch nicht und die Zeit drängt allmählich :( Also möchte ich das best mögliche Resultat mit meinen vorhandenen Mitteln. Das Wetter ist jedoch etwas ungeeignet. Wie soll ich das alles anstellen? :(

      Gruss Matthias
    • 2kEP ist Wasserundurchlässiger als alles andere was es gibt.Trägt man vorher etwas anderes auf, ist die gesamte Schutzwirkung von EP hinfällig.
      Es geht da nicht um ganze Wassertropfen, sondern nur noch um einzelne Atome die nicht voll durchgehen, sondern sich nur Oberflächlich zwischen den Atomen des EP einlagern. Also keine Panik. Ne halbe Stunde in ner trockenen Halle und die Oberfläche ist wieder okay.

      Nach dem EP noch was anderes aufzutragen ist kein Problem. Aber, es geht um eine Scheibenverklebung. Also diese Kante wo die Scheibe aufgelegt wird. Da ist alles weitere total kontraproduktiv. AN DIESER KANTE trage bitte nichts weiteres mehr auf, weder vor noch nach dem EP.

      Zu deinem Pinselproblem. Eine Fläche die nacher noch lackiert werden soll kannst du nicht pinseln. Das wird gruselig uneben, auch wenn du denkst das es wahnsinnig glatt ist. Das muss der Lackierer alles wieder glattschleifen und da bleibt von deinem gepinselten nicht mehr viel übrig.

      Ich weiss wie schwierig das ist. Denn eigentlich muss der Lackierer das alles machen damit er vernünftig arbeiten kann. Aber da musst du dann halt einfach hoffen das er es richtig macht und das macht natürlich nicht gerade Mut. Die einzige Lösung wäre eine kleine 0,8mm lackierpistole für 15 Euro mit der du den gut verdünnten EP aufträgst. Dann weiss der Lackierer das es gleichmässig glatt ist und das er nur ANschleifen muss statt WEGschleifen. Und darauf kann er dann beruhigt seinen Spachtel auftragen usw.

      Den Spachtel auf blankes Blech aufzutragen macht jeder schlechtere / billige Lackierer. Und das wollen wir ja nunmal vermeiden, weil Spachtel ja grundsätzlich Feuchtigkeit zieht. Macht man es richtig richtig gut, dann trägt man EP auf, spachtelt dann, und trägt danach wieder EP auf. So ist der Spachtel dauerhaft von einer Wasserundurchlässigen Schicht EP vollständig umkapselt. Aber das kostet wie gesagt weil der EP jedesmal erst trocknen muss um weiterzuarbeiten.

      Ich bin fast schon soweit zu sagen das du mir den Volvo hinstellst und in nem halben Jahr kannste ihn abholen. Wenn ich die Schweissarbeiten für den Preis sehe, dann habe ich für die Lackierarbeiten auch keinerlei Hoffnung mehr in der Schweiz.

      hanseat,
      den Beitrag den du da aus dem Lackforum zitierst kenne ich schon. Aber schau dir an was von denen noch gemacht wird, dann bist du wieder im Hobbybereich.

      Das 1k nicht mit 2k überarbeitet werden kann ist z.B. völliger Unsinn. Denn 1k wird grundsätzlich IMMER mit 2k überarbeitet. Basislack ist z.B. immer 1k, ob nun Wasser- oder Lösemittelbasiert. Darüber kommt der Decklack in 2k, also z.B. der Klarlack.

      Bei einer Werkslackierung ist der Basislack auch 1k und darüber 2k Klarlack. Bei dessen Reparatur schleift man ja eine Schadstelle und da schleift man auch oft genug den Klarlack durch und hat dann den 1k Basislack vor sich. Da kommt dann auch Spachtel drauf der 2k ist, oder ein neuer Lack der 2k ist. Klar, der Spachtel hält auf dem 1k Basislack alleine nicht so gut, daher spritzt man diese Durchschliffe vorher mit 2k Füller. Jedenfalls wenn man grossflächig den Basislack vor sich hat. Aber du siehst, auch der Füller ist 2k.

      Und wie gesagt, es geht mir um die Unverträglichkeiten. Ich will jedenfalls nicht auf Nitrofest spachteln müssen oder Füller auftragen müssen. Da weiss ich nämlich nicht ob ich Glück hab das es gut geht oder ob es garantiert gutgeht. Oder ob ich erst in zwei Jahren sehe ob der Spachtel oder Füller oder oder oder immer noch drauf hält.