Hilfe - Galvanische Tankentrostung (180qdm) und Nachbehandlung

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    • Hilfe - Galvanische Tankentrostung (180qdm) und Nachbehandlung

      Hallo ihr Rostfanatiker.
      Ich bin der Ole ausm Ruhrgebiet und restauriere gerade einen Oldtimer samt vergammelten Stahlblechtank. Beruflich bin ich Mechaniker, habe da aber weniger mit Rost zu tun. Zumindest nicht in dem Ausmaß.

      Es geht um einen 60 Liter Tank mit etwas (deutlich) mehr als Flugrostbefall.
      Der Tank soll innen galvanisch entrostet werden und anschliessend NICHT mit 2K versiegelt, so die Idee.

      ...und um möglichst alles richtig (oder mit meinen beschränkten Mitteln, fast richtig) zu machen, wende ich mich in meiner Not nun an die Experten.
      UND DAMIT MEINE ICH AUCH DIE EXPERTEN! Bitte helft!

      Hinweise wie: Nimm doch das Markenprodukt XY oder: Ich habe mit Zitronensäure bei meiner Mofa gute Ergebnisse erzielt helfen nicht weiter.

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      Zuerst haben wir den Tank gereinigt, danach mit Split und Wasser gefüllt und 45 Minuten geschüttelt und geschwenkt um gröberen Rost zu beseitigen.
      Der Tank ist nun seit 4 Tagen an einer 60 AH Batterie, welche täglich 10 Stunden am Tank hängt und 14 Stunden nicht. Das 5A Ladegerät hängt dauerhaft an der Batterie. Als Anode habe ich ein VA Stahl mit 220x20x3mm, sowie 60 Liter Elektrolyt bestehend aus Natriumhydroxid (26gr je Liter).
      Die Brühe wird morgens auf 45 Grad Celsius gebracht und danach sinkt die Temperatur ab. Der Stahl ist ja nun mal sehr klein, kann das funktionieren, wenn ich die Zeit verlängere???
      Ich hoffe das in weiteren 20 Stunden der Fall erledigt ist. Zur Not kann ich die Anlage auch länger laufen lassen. Bisher wird der Tank jeden Tag sauberer, aber zufrieden bin ich noch nicht.

      Nun zu meinen zahlreichen Fragen.
      1. Gibt es schon einen ähnlichen Thread der dieses Thema behandelt (dann bitte ich um einen Link)?
      2. Was mache ich falsch, oder könnte ich verbessern?
      3. Was mache ich mit dem Zunder?

      Ich dachte daran den Tank hinterher nochmals mit Split zu reinigen, spülen und dann........

      Genau, was dann???
      Es sind aktuell ja nocht rostige Stellen zu sehen, gehen die noch weg? Wie neutralisiere ich die Lauge?
      Tannin oder Phosphorsäure (P habe ich noch in 80%) oder beides und wenn in welcher Reihenfolge und Konzentration?
      Oder doch was anderes? Spülen oder antrocknen lassen?
      Beschichten mit 2K möchte ich nicht, das kann man immer nochmal machen!
      Mit einer umgewandelten, HALTBAREN (Kraftstoffresistenten!!!) Zunderschicht oder wie auch immer das man nennt könnte ich allerdings gut leben.
      Und 1x im Jahr den Sprit zur Kontrolle ablassen ist ja auch keine Tat.
      In die Benzinleitung kommen dann 2 parallel geführte Kraftstofffilter, falls einer mal verstopft.
      Der Wagen wird dann eigentlich täglich gefahren, kann aber sicherlich auch mal 3 Wochen mit vollem Tank stehen.

      So, das war es.
      Ich BITTE um fachkundige Hilfe, Tipps und Anregungen, damit mein Leid ein Ende nimmt.
      Hinweise zum Arbeitsschutz, Explosionsgefahr und Hautverätzungen werden dankend zur Kenntnis genommen, sind aber bekannt.

      Danke - Ole

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von louisaner ()

    • Hallo Ole,
      unter dem Begriff "elektrolytisches Entrosten" findest Du z.B. diesen Beitrag
      forum.pelam.de/board18-fachber…ch-entrosten-edelmetalle/

      Meine Erfahrungen mit diesem Vorgang sind Null, ich habe unübersichtliche Stellen bisher immer chemisch entrostet (z.B. Primax Turbo aus Ebay)
      Sollte Dein Tank innen lackiert gewesen sein und dort noch unterrostete Farbreste sein, so ist Natronlauge eine gute Sache, weil sie gleichermaßen Farbe wie auch Rost löst.
      Für 2K Farbe ist GRÜNECK POWER ein guter Farblöser.

      Ich verstehe nicht ganz, warum Du den Tank nach der aufwändigen Entrostung nicht neu beschichten willst, aber wenn es so ist, solltest Du nach vollbrachter Entrostung Deine Phosporsäure noch einwirken lassen, um zumindest eine Phosphatierung aufzubringen. Phosporsäure direkt auf Rost geht nur gut, wenn Du zwischenzeitlich das Umandlungsprodukt abbürsten kannst, was innerhalb eines Tanks natürlich ausfällt.

      Sinnvolleres kann ich erstmal nicht dazu schreiben

      Frank
    • Hmm, scheint mir sehr aufwendig.

      Falls der Tank innen eine Beschichtung hat, dann einfach zum Abbeizer bringen. Den Rost anschliessend im Galvanisierbetrieb machen lassen, die Beize mit der die Teile vorher behandelt werden entfernt den Rost, Lack kann die nicht entfernen, deswegen vorher abbeizen. Anschliessend wird der Tank dann verzinkt, am besten gelb verzinken (gelb chromieren). Aussen wird das dann top sein, innendrin wird es nur leicht verzinkt sein weil das in einem Hohlkörper mit dem Stromfluss nicht so gut geht. Aber das ist auch nicht so wild, es sollte dann ohnehin eine neue Tankbeschichtung innen rein.

      Meiner Meinung nach ist bei einem Tank alles andere zwar erstmal eine schöne Beschäftigung, aber dir fehlen einfach die nötigen Stromstärken glaube ich.

      Die zweite Möglichkeit ist halt tovalisieren. Es gibt ja Gleitschleifkörper die klein genug sind und damit würde das gehen. Aber da brauchste halt etwas das vibriert / schwingt und wo du den Tank dran befestigen kannst. Bis in jede Ecke wird das aber trotzdem nicht wirken weil die Schleifkörper dann halt nich dahinkommen.