Sanders über Seilfett?

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    • Sanders über Seilfett?

      Hallo Rost-Hasser! :)

      Ich habe an meinem Volvo den gesamten Unterboden erst mit FF AS-R dick eingesprüht und jede kleine Ritze damit behandelt. Danach (nach ca. 3 Monaten), habe ich überall Seilfett dick aufgesprüht (Hohlräume nicht, da ich dort eine Sanders-Kur geplant habe). Ich plane nächsten Sommer eine komplette Sanders-Kur. Deshalb frage ich mich, ob das überhaupt etwas bringt (sinnvoll ist), wenn ich über diese Gegebenheiten nochmals alles mit Sanders vollsprühe? Ok, die Hohlräume sind klar, aber was mache ich mit dem Unterboden der voll Seilfett ist?

      Gruss Matthias
    • Ok, die Hohlräume sind klar, aber was mache ich mit dem Unterboden der voll Seilfett ist?
      Mike Sanders Fett ist als Hohlraumschutz gut, aber als Unterbodenschutz ist es nach m. E. nur eingeschränkt tauglich. Die Nachteile liegen auf der Hand: Es ist übelst, unter einem Wagen zu arbeiten, dessen UB großflächig mit MS-Fett eingeschmiert ist. Und da das Zeug so ungefähr bei 65 Grad flüssig wird, kann man es in der Nähe des Auspuffs nicht einsetzen. Wo hohe Spritzwasserbelastung herrscht, ist es nach ca. 2 bis 4 Jahren aufgebraucht. Mit gefällt das nicht.

      Wenn Du Seilfett auf dem Unterboden hast, musst Du allerdings "im System" bleiben. Also wieder was Fettiges drauf, weil Wachs oder andere Beschichtungen nicht auf dem Fett haften.

      Oder alles GRÜNDLICH entfetten. Und dann z. B. UBS 220 auftragen. Oder klaren Bootslack. Oder Protewax. UB-Schutz von Timemax würde ich auch in Erwägung ziehen.

      MfG, Hanseat [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]
    • Angerostete Teile würde ich wiederum nicht mit Seilfett behandeln, da es zu dickflüssig ist. Auf angerostetes kommt bei mir FluidFilm da es besser kriecht und somit in die Rostporen vordringt. Ich habe neulich mit Herrn Sanders persönlich und mit einem FluidFilm-Berater telefoniert und beide mal erzählen lassen. Was angerostetes betrifft bin ich eindeutig auf der Seite Fluid-Film, die Erklärung ist simpel: Die Molekülverbindung ist kleiner als bei Sanders oder Seilfett, deshalb können die anderen Mittel auch nicht so gut kriechen wie FluidFilm. In Deinem Fall wäre FF Liquid A als Vorbehandlung empfehlenswert. Ich hoffe, ich bin mit meinem Rat noch nicht zu spät!

      Gruss Matthias
    • Eckstein schrieb:

      Gruss Matthias

      Eckstein schrieb:

      Was angerostetes betrifft bin ich eindeutig auf der Seite Fluid-Film, die Erklärung ist simpel: Die Molekülverbindung ist kleiner als bei Sanders oder Seilfett, deshalb können die anderen Mittel auch nicht so gut kriechen wie FluidFilm. In Deinem Fall wäre FF Liquid A als Vorbehandlung empfehlenswert


      Molekülverbindung was ist das? Meinst Du vielleicht die Molekülgöße? WIchtig ist neben der Anzahl der Atome auch die Dtruktur-ob die einzelnen Kohlenstoffatome wie aif einer Kette linear angeordnet sind oder ob die Kette verzweigt ist oder eine ringförmige Anordnung vorliegt, Hat der FluidFilm Berater etwas zu den Inhaltstoffen gesagt?

      Gruß
    • Über solche Details habe ich nicht gefragt, da ich selber zu wenig vom chemischen Aufbau verstehe. Mir leuchtete nur die MolekülGRÖsse ein als schlagendes Argument. Ich glaube sonst nicht jeden Mist, aber das glaubte ich :)

      Dass es sich um Lanolin als Basis handelt muss ich ja nicht erzählen, das weisst Du ja sicher. Über die Zusammensetzung der gesamten Substanz wird vermutlich auch der Hersteller schweigen (Geschäftsgeheimnis?!)
    • Eckstein schrieb:

      Dass es sich um Lanolin als Basis handelt muss ich ja nicht erzählen, das weisst Du ja sicher. Über die Zusammensetzung der gesamten Substanz wird vermutlich auch der Hersteller schweigen (Geschäftsgeheimnis?!)
      Hallo zusammen,
      Lanolin macht sich natürlich in der Vermarktung von Fluid Film sehr gut, das gibt dem Produkt so einen Öko-Touch. Tatsächlich enthält Fluid Film ungefähr zur Hälfte Mineralöl. Im SDB wird Mineralöl genannt, allerdings nicht die Höhe des Anteils. Der Mineralöl-Gehalt ergibt sich aus der Patentschrift von FF aus den USA. Das sind auch nicht meine Erkenntnisse, die Info zum Mineralöl in FF kursiert schon länger und erklärt auch, warum manche Gummisorten auf FF empfindlich reagieren.

      Statt an der Molekülgröße würde ich mich eher an der Viskosität orientieren. Wenn man Mike Sanders Fett oder PX-11 heiß verarbeitet, dann ist es dünnflüssiger als Ballistol bei Zimmertemperatur, also auch dünnflüssiger und kriechfähiger als FF Liquid A bei normalen Temperaturen. Kühlt es ab, dann ist die Kriechfähigkeit natürlich wesentlich geringer. Aber mit Hilfe der Heißluftpistole bekommt man MS-Fett und PX-11 so dünnflüssig und kriechfähig eingestellt, dass es sofort in Falzen verschwindet und auch gut in Rost eindringt.

      Trotzdem spricht auch nichts gegen die Methode, erstmal mit FF Liquid A vorzubehandeln und dann mit einem zähen, beständigen Fett drüberzugehen.

      MfG, Hanseat [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]
    • Hallo,

      ich habe Seilfett in der Sprühdose. Ich denke, da ist ein relativ großer Anteil an Verdünnung enthalten, darum wirds, zumindest bis alle Verdünnungen verflogen sind, hoffe ich relativ gut kriechen. Zumindest hatte ich 3 Tage lang "Geruch" im Auto.

      Mal sehen.
      Die problematischen Stellen habe ich zuvor mit Owatrol behandelt.
    • Eckstein schrieb:

      Über die Zusammensetzung der gesamten Substanz wird vermutlich auch der Hersteller schweigen (Geschäftsgeheimnis?!)

      Diese Geheimnisse sind häufig keine mehr. Praktisch zu allen Substanzen gibt es, wie bereits von anderen erwähnt, Sicherheitsdatenblätter, die der Hersteller auf Wunsch auch dem Kunden zur Verfügung stellen muß. Häufig sind sie auch online verfügbar. Über die Gewichts- oder Volumenanteile findet man dort allerdings nur etwas, wenn es sicherheitstechnisch relevant ist.