Vergleich, Fragen sowie Vor- und Nachteile: TimeMax, MikeSanders, PX11, FluidFilm, Dinitrol...

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    • Vergleich, Fragen sowie Vor- und Nachteile: TimeMax, MikeSanders, PX11, FluidFilm, Dinitrol...

      1)Preise & Datenblätter (Annahme: für Hohlraum und Unterboden werden 8 Liter benötigt)

      A)TimeMax(TM), TimeMax 2000, 2x5Liter = 180EUR >> 18EUR/l = 144EUR/8l
      timemax.de/

      B)MikeSanders(MS), MS-Korrosionsschutzfett, 2x4Liter = 108EUR /8L
      mike.british-cars.de/Info_Geraete.htm

      C)PX11 / PX-11, Mischung aus Vaseline & Wachs (PX11a GURULAN)Das gibt es seit Jahrzehnten und es wird auch beim Militär als Korrosionschutz eingesetzt. Es besteht aus 90% technischer Vaseline und 10% Bienenwachs. (Schmelzpunkt ca. 65 Grad)

      D)FluidFilm, NAS fluidfilm.de/produkte/nas/194/ 8x1l = 8x12 = 96 EUR

      E)Carlofon bzw. Dinitrol 3650 Korrosionsschutz (Hohlraumversiegelung), 4l >> 16EUR/l >> 64EUR
      ....Carlofon bzw. Dinitrol 4942 UBS Wachs-Bitumen (Unterbodenschutz), 4l >> 14EUR/l >> 56EUR (4941 ?)
      dinol.com/

      Es wird vom Militär eingesetzt und auch zur Versiegelung von Mercedes beim Unimog und bei städtischen Fahrzeugen für den Winterdienst. (Die müssen ja nun wahrlich einiges aushalten). Beim 4942 handelt es sich übrigens um Blasbitumen, welches auch bei -25 Grad noch elastisch bleibt! Carlofon bleibt bislang auch über viele Jahre elastisch! Man kann also nicht pauschal sagen, Wachs/Bitumen wäre nichts.

      Das Dinitrol (Dinol) 4942 Unterbodenschutzwachs metallic kommt mit Metallpartikeln.
      Ich vermute mal das unser Carlofon 3650 nun dem Dinitrol 3125 entspricht, oder!?
      Zum Dinitrol 3125 schreibt das Korrosionsschutz-Depot, “Das System besteht aus einer extrem kriechfähigen Vorversiegelung „Dinitrol ML“, die in jeden Spalt vordringt und leichte Verrostung stoppt. Dinitrol 3125 wird dann nach ca. 24-48 Stunden als zweite Schicht aufgetragen und siegelt die Oberfläche witterungsfest ab.”

      Datenblätter der verschiedenen Produkte: A, B, C, D, E


      2)Testberichte
      Testberichte sind ja so eine Sache! Da kommt ein scheinbar guter Test raus und zukünftig plappern alle das vor, was der Test sagt. Ob die Testbedingungen (Luftfeuchtigkeit, Kondenswasser, Salz, Temp. uvm.) wirklich sinnvoll & realistisch waren, darüber macht sich meist keiner Gedanken. Mich interessieren deshalb vor allem eure Praxiserfahrungen (hoffe mal ihr seid hier alle “unabhängig” und ohne Vorbehalte). Wer von euch hat über viele Jahre mind. 5 oder 10, besser aber 15 oder 20Jahre, positive Erfahrungen mit einem Produkt gemacht?


      3)Erfahrungen der älteren Generation (Großeltern)
      Früher wurden die Maschinenteile der deutsche Reichsbahn aus einer Mischung aus mittelviskoser technischer (gelber) Vaseline der Nato mit der Bezeichnung S-743 und 10% echtem Bienenwax hergestellt. Dieses Gemisch ist unter dem Namen PX11a “Gurulan” bekannt.
      Die Vaseline ist hier erhältlich oder direkt vaseline24.com/index.html

      In diesem Forums-Beitrag geht es um das Mischen techn. BW-Vaseline S-743 mit Bienenwachs und das Mischen von "Melkfett classic" mit Bienenwachs. Die Konsistenz bei Zimmertemperatur soll sein wie bei "Mike Sanders Korrosionsschutzfett", und es lässt sich angeblich ähnlich verarbeiten. Leute, die schon länger mit dieser Mischung arbeiten so schreibt der Nutzer, sind wohl sehr zufrieden damit.
      Was meint ihr dazu???


      4)TimeMax und Mike Sanders
      Im Test vom Oldtimer-Markt steht ja jeweils TM an erster Stelle. Auf Platz 2 folgt MS. Demnach soll TimeMax besser & länger haften bleiben! Nun folgende Fragen dazu:

      4.1)Wie kann es sein, dass TimeMax bessere Kriecheigenschaften hat, und es gleichzeitig besser haften bleibt, sich also nicht so leicht verdünnisiert (wie Mike Sanders)? Das widerspricht sich doch: Kriechwirkung vs. Zähigkeit/Haftung!?

      4.2)Wie ist das mit der Anwendung solcher Fette in Hohlräumen wie z.B. Schwellern? Es könnte ja bei einem Gebrauchtwagen bereits leichter Rost vorhanden sein! ...und entfernen lässt er sich ja darin auch nicht! ...und mit stark kriechendem Öl vorarbeiten ist auch nichts, da die Fette darauf die Haftung verlieren! ...aber einfach Fett über den Rost schmieren (Experten meinen es würde dann dennoch weiterrosten, da alle Komponenten dafür im Rost vorhanden sind)? Was meint ihr?

      4.3)Nun ist das Fett in den Hohlräumen etc. und man möchte / muss z.B. aufgrund eines Unfalls (wie auch immer) doch mal schweißen, sagen wir außen am Schweller. Fett ist brennbar und ich kann die Stelle von Innen ja nicht vom Fett befreien / reinigen. Der Funkenflug beim Schweißen würde ja dazu führen, dass das Fett im Schweller zu brennen beginnt, oder? Wie seht ihr das?

      4.4)Welches Produkt von TimeMax wurde im Oldtimer-Markt-Test untersucht? Wurde hier TimeMax 2000 verwendet? ...es gibt ja auch das 1000 oder 3000er und auch diverse TimeWax Produkte! Hier frage ich mich zudem, warum TimeMax Wax-Produkte entwickelt, wo doch das Fett so gut sein soll? Kritische fragen soll man ja durchaus auch mal stellen ;)


      5)Elektrische Leitfähigkeit bei Fett (z.B. Mike Sanders / TimeMax)
      Wie ist es mit der elektrischen Leitfähigkeit von Mike Sanders oder TimeMax Fett? Kann da was passieren, wenn man die Türverkleidungen nicht abschrauben möchte, sondern mit der Sonde einfach das Fett über einen Ablauf in der Tür einsprüht? Nicht das danach der Fensterheber versagt? (Polfett z.B. ist ja nichtleitend)


      6)Ist Fett für Unterboden geeignet?
      Ist Fett neben den Hohlräumen auch für den Unterboden geeignet? Oder sollte man hier doch besser festere Produkte wie Carlofon Wachs/Bitumen verwenden? (die halten auch Spritzwasser und Steinschlag stand)


      7)Verschmutzung / Dreck-Festsetzung und Nacharbeiten bei Fett / Öl
      Wenn man auf einem schönen und sauberen Unterboden/Hohlraum z.B. TimeMax aufträgt, sieht das sicherlich noch gut aus, doch wie ist das nach einigen Jahren? Hat hier jemand Erfahrung damit?

      Der Dreck muss sich doch unglaublich an dieses Fett hängen!??? Im Hohlraum mag das ja noch funktionieren. Aber was macht man nach ein / zwei Jahren mit seinem Unterboden? Muss das Zeug dann vor der Nachbehandlung mit TimeMax komplett wieder runter (Entsorgung / Öl & Fett-Abscheider etc.)? Oder spritzt man einfach über Fett und Dreck drüber???? Wie bekommt man das Fett vollständig wieder ab, falls es doch vorher entfernt werden müsste?????


      8.Verschrottung des PKW?
      Stellt die Entsorgung irgendwann mal ein Problem dar, wenn man sein Auto mit MikeSanders oder TimeMax-Fett vollgeblasen hat? (Alt-Öl etc. muss ja auch abgelassen werden, wie siehts also mit 8 bis 12 Litern Fett aus?). Die Hohlräume auskratzen dürfte schwierig werden!


      9)Autos mit Soundanlage
      Häufig sind Fahrzeuge mit moderner Beschallung auch mit entsprechenden Dämmmatten ausgekleidet z.B. in den Türen. Wie geht man vor, wenn man solche Autos vor Korrosion schützen will? (denn unter den Matten wird sich wohl auch Kondenswasser bilden / sammeln). Und Matten und Fett geht ja auch nicht! Fett auf die Matten bringt ebenso nichts!?


      10)Fahrzeuge mit Schaumstoffen
      Es gibt Fahrzeuge wie z.B. einige Golf-Modelle bei denen der Kotflügel mit einem Schaumstoffteil von innen her stabilisiert bzw. verstärkt wird. Das Schaumstoffteil ist dann z.B. auf einer 30 x 15 cm großen Fläche direkt innen mit dem Kotflügelblech verklebt. Sollte man so ein Schaumstoffteil grundsätzlich herausschneiden? ...ich habe gehört, dass sich zwischen Blech und Schaumstoff Kondenswasser bildet und es dann darunter rostet, kann das jemand bestätigen?


      11)Kriechfähigkeit von FluidFilm und Mike Sanders in der Praxis
      Schaut mal hier den ersten Beitrag an jaguar-forum.de/forum/viewtopic.php?t=41017
      Er kann nicht feststellen das MikeSanders oder FluidFilmA gegen die Schwerkraft nach oben fließt. Hat zwei 4-Kant-Rohre zum Testen auf der Heizung stehen (schon 2 Jahre lang). Da passiert nichts ;-)!!
      Ausserdem hat er einen PKW mit Mike Sanders behandelt und seine Werkstatt gleicht nun einer Schlachtküche!!!!!! Das dürfte bei TimeMax dann vmtl. auch so sein, oder?


      12)Mineralöl-Fette (MS oder TimeMax) vs. PX-11 (Vasiline mit Bienenwachs)
      Welchen Vorteil hat MikeSanders oder TimeMax überhaupt gegenüber PX-11 / techn. Vasiline (Nato-Code S-743)? Hier im Foren-Beitrag Nr. 7 zeigt ein Test, dass PX-11 genauso kriechfähig ist wie MikeSanders Fett. Bei Mineralöl kann man sich die Rostschutzwirkung vorstellen, doch WIE schützt Vaseline und Bienenwachs vor Rost? Wird Bienenwachs eigentlich auch nach einigen Jahren brüchig (Risse etc) wie Billig-Wachse?

      ....

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    • ...hier noch die letzten drei Fragen!


      13)Verursacht Öl oder Fett durch kriechen Flecken auf dem Lack?
      Zieht sich Öl wie FluidFilm oder Fett wie TM, welches man am Unterboden & in Hohlräumen versprüht hat, bis über die Lackierung des Autos? Hier (Beitrag Nr8 hat jemand ein Bild hochgeladen, wo sich FF-NAS über die Tür hochzieht und so ein Fleck (dunkelrot) entsteht. Kann TM, MikeSanders oder FluidFilm den Lack schädigen oder dauerhaft farblich ändern? Oder ist das mit einer Autowäsche wieder weg?


      14)Fett für den Hohlraum und Wachs-Bitumen für den Unterboden?
      Ist es möglich, für die Hohlräume TimeMax zu verwenden und für den Unterboden “Carlofon 4942 UBS Wachs-Bitumen”? Oder hält mir dann Carlofon nicht mehr am Unterboden, weil ja dann doch überall durch Sprühnebel etwas Fett ist?


      15)Muss für die Anwendung von TimeMax der PKW in eine Wärmekabine?
      Wenn man bei TimeMax nachfragt, sagen die einem, man kann den PKW (Hohlräume & Unterboden) direkt mit TimeMax 2000 einsprühen. Eine Wärmekabine sei nicht erforderlich, sie machen das auch einfach in ihrer Werkstatt bei etwa 20 Grad. Ist das richtig??? Ich frage nur, weil im Oldtimer-Markt Test steht doch was von der Wärmebehandlung und die Kosten sind mit bis zu 2000EUR angegeben. Was sagt ihr dazu???


      Ich würde mich sehr freuen, wenn ein paar Profis hier im Forum Ihre praktischen Erfahrungen mit uns teilen würden.

      Mit den besten Grüßen an alle Leser!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von watersailor () aus folgendem Grund: Formatierung

    • Wer von euch hat über viele Jahre mind. 5 oder 10, besser aber 15 oder 20Jahre, positive Erfahrungen mit einem Produkt gemacht?
      Habe seit 2003 gute Erfahrungen mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett gemacht und meine, dass es eines der besten Mittel für den Schutz von Hohlräumen ist. Auch für Gewinde, die Kontaktflächen von Anbauteilen oder für den mittelfristigen Schutz von kleineren Roststellen außen taugt es. Im direkten Spritzwasserbereich ist es kein dauerhafter Schutz, habe ich im Bereich der Hinterachse festgestellt.

      Früher wurden die Maschinenteile der deutsche Reichsbahn aus einer Mischung aus mittelviskoser technischer (gelber) Vaseline der Nato mit der Bezeichnung S-743 und10% echtem Bienenwax hergestellt. Dieses Gemisch ist unter dem Namen PX11a “Gurulan” bekannt.
      PX-11a und "Gurulan" sind frei erfundene Begriffe von jemand, der offenbar im Web die NATO-Vaseline S-743 verticken wollte. Die Bezeichnung PX-11 (ohne "a") ist eine Spezifikation der britischen Army und bezeichnet im Original eine Mischung aus etwas festerer Vaseline (PX-6) und Bienenwachs im Verhältnis 9:1. Die NATO-Vaseline S-743 ist dagegen eine weichere Sorte, heißt bei der UK-Army PX-7 und hat einen niedrigeren Schmelzpunkt. Ein NATO-Rostschutz wurde bestimmt nicht von der Reichsbahn benutzt, aber das spielt letztlich auch keine Rolle. Gut ist das Zeug trotzdem, und man kann verschiedene Vaseline-Sorten als Grundstoff für eigenes PX-11 nehmen, also auch kosmetische Vaseline aus dem Drogerie- oder Supermarkt.

      Leute, die schon länger mit dieser Mischung arbeiten so schreibt der Nutzer, sind wohl sehr zufrieden damit.
      Was meint ihr dazu???
      Der Nutzer, den Du da ansprichst, bin ja ich selbst. Bin vor ungefähr fünf Jahren von Mike Sanders Korrosionsschutzfett auf PX-11 umgestiegen und kann nur wiederholen: In Verarbeitung und Wirkung sind beide Mittel praktisch gleich. Außerdem gab es bis vor kurzem eine bestimmte Sorte gelber technischer Vaseline von Avia, deren Datenblatt identisch mit dem Datenblatt von Mike Sanders Korrosionsschutzfett war. Hast Du weiter oben sogar selbst verlinkt. Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann findest Du hinter diesem Link mit reichlich Lesestoff. (EDIT: Wie ich jetzt sehe, kennst Du den Thread bereits.) Der Thread ist allerdings etwas mühsam zu lesen. Etliche Beiträge wurden entfernt. Im Thread trafen der "Gurulan"-Werbetrommler und ein gewerblicher Verkäufer von MS-Fett, der um seine Umsätze fürchtete, aufeinander. Der Ton wurde bald ziemlich rau, und es tauchten mehrere neue Nicks auf, hinter denen meist der MS-Verkäufer steckte. Vieles wurde vom Admin gelöscht. Der Gurulan-Werbetrommler ist der Typ, der in Deinem Link C) zu PX-11 als "Schraubschrauber" auftaucht und sich auch unter anderen Nicknames und in anderen Foren fleißig aus meinen Beiträgen bedient hat, was nicht die feine Art ist.

      Wie kann es sein, dass TimeMax bessere Kriecheigenschaften hat, und es gleichzeitig besser haften bleibt, sich also nicht so leicht verdünnisiert (wie Mike Sanders)? Das widerspricht sich doch: Kriechwirkung vs. Zähigkeit/Haftung!?
      Das dürfte wohl das Betriebsgeheimnis von Gerd Cordes bleiben.

      Der Funkenflug beim Schweißen würde ja dazu führen, dass das Fett im Schweller zu brennen beginnt, oder? Wie seht ihr das?
      Zu der Frage gibt es bereits diesen Thread. Dort findet sich auch ein Link zu einem Artikel der Auto Bild, in dem das Thema behandelt wird. Ob Du nun Wachs oder Fett oder Vaseline nimmst, alles kann sich entzünden. Profis schweißen eventuell unter CO2.

      Welches Produkt von TimeMax wurde im Oldtimer-Markt-Test untersucht? Wurde hier TimeMax 2000 verwendet? ...es gibt ja auch das 1000 oder 3000er und auch diverse TimeWax Produkte!
      Es kamen das 1000 und das 2000 zum Einsatz.

      Ist Fett neben den Hohlräumen auch für den Unterboden geeignet? Oder sollte man hier doch besser festere Produkte wie Carlofon Wachs/Bitumen verwenden? (die halten auch Spritzwasser und Steinschlag stand)
      Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Es gibt Leute, die ihren Unterboden mit MS-Fett eingeschmiert haben. Von der Rostschutzwirkung ist das für weite Teile des Unterbodens schon okay. Aber wegen der Temperaturen nicht in Auspuffnähe. Und unter so einem Wagen würde ich nicht arbeiten wollen. Im direkten Spritzwasserbereich ist MS-Fett (oder auch PX-11), wie oben bereits erwähnt, nur eine mittelfristige Lösung, es hält so um die zwei Jahre, je nach Fahrleistung. Wenn man sich für Fett als UB-Schutz entscheidet, dann wäre auch noch die Frage, welches man nimmt. Eine brauchbare Option wäre Hydrantenfett, gibt es in größeren Mengen. - Ich habe zähes Haftfett benutzt, um einige Roststellen im Radkasten erstmal in ihrem Zustand einige Jahre "einzufrieren" und später gründlich mit Brantho Korrux 3in1 zu sanieren. Dazu gibt es einen Thread mit Fotos.

      Schaut mal hier den ersten Beitrag an jaguar-forum.de/forum/viewtopic.php?t=41017
      Er kann nicht feststellen das MikeSanders oder FluidFilmA gegen die Schwerkraft nach oben fließt. Hat zwei 4-Kant-Rohre zum Testen auf der Heizung stehen (schon 2 Jahre lang). Da passiert nichts ;-)!!
      Du siehst auf den Fotos die Kriechwirkung von FF AS-R innerhalb von 14 Tagen (3.6. bis 17.6.), Probestück schräg aufwärts im 45-Grad-Winkel, kriecht also auch gegen die Schwerkraft, und von MS-Fett und PX-11 bei etwas mehr als 30 Grad auf der Heizung.

      [IMG:http://www.abload.de/img/asr-r-test-nr06-0ausy.jpg]

      [IMG:http://www.abload.de/img/test-msfett_vs_px11-9dy4qr.jpg]


      doch WIE schützt Vaseline und Bienenwachs vor Rost? Wird Bienenwachs eigentlich auch nach einigen Jahren brüchig (Risse etc) wie Billig-Wachse?
      Vaseline, PX-11 und MS-Fett bilden eine Sperrschicht gegen Wasser und Sauerstoff. Ohne Wasser und Sauerstoff gibt es keine chemische Reaktion, die zu Rost führt. Der Vorteil dieser Mittel ist, dass sie aufgrund ihrer Konsistenz nicht unterwandert werden, wie es bei Wachs mit Lösungsmitteln vorkommen kann. Das Bienenwachs ist im Verhältnis 9:1 mit der Vaseline vermischt, es löst sich darin. Die Vaseline (Mineralölprodukt) hält das Ganze so oder so geschmeidig, also auch dann, wenn Bienenwachs wirklich brüchig werden würde. An alten Bienenwachs-Kerzen kann man aber sehen, dass das ohnehin nicht der Fall ist.

      Wenn man bei TimeMax nachfragt, sagen die einem, man kann den PKW (Hohlräume & Unterboden) direkt mit TimeMax 2000 einsprühen. Eine Wärmekabine sei nicht erforderlich, sie machen das auch einfach in ihrer Werkstatt bei etwa 20 Grad. Ist das richtig???
      War vor einigen Jahren bei TimeMax zu Besuch und kann das bestätigen. Wärmekabine ist vielleicht eine Option, muss aber nicht sein.

      MfG, Hanseat [IMG:http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hanseat ()

    • Nachtrag:
      Wie ist das mit der Anwendung solcher Fette in Hohlräumen wie z.B. Schwellern? Es könnte ja bei einem Gebrauchtwagen bereits leichter Rost vorhanden sein! ...und entfernen lässt er sich ja darin auch nicht! ...und mit stark kriechendem Öl vorarbeiten ist auch nichts, da die Fette darauf die Haftung verlieren! ...aber einfach Fett über den Rost schmieren (Experten meinen es würde dann dennoch weiterrosten, da alle Komponenten dafür im Rost vorhanden sind)? Was meint ihr?
      So kurz wie möglich: Leichten Rost bekommt man mit Mike Sander Fett oder PX-11 in den Griff. Falls einem die Kriechfähigkeit im Sommer nicht ausreicht, kann man mit Heißluftpistole, Infrarotlampe oder als Maximallösung mit einer Wärmekabine nachhelfen. Das Vorarbeiten mit stark kriechendem Öl (etwa FF Liquid A) kann durchaus sinnvoll sein, weil das dünne Öl in den Rost einzieht. Also dann, wenn bereits stärkere Korrosion vorhanden ist. Ein solches Öl bringt nichts, wenn wenig bis kein Rost vorhanden ist. Dann führt es in der Tat dazu, dass ein später aufgetragenes Fett abrutscht. Welche Mittel man benutzt, kommt also immer auf den Zustand des Wagens an.

      MfG, Hanseat [IMG:http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]
    • @Hanseat, MEGA-LOB an Dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wer sich das alles in seiner Freizeit durchliest, und auf so viele Fragen derart professionell antworten kann, ist 1. mit Leidenschaft bei der Sache (insofern würde mich auch interessieren ob du auch beruflich in diesem Bereich tätig bist oder man solche Arbeiten in deine Hand geben kann?) und 2. ist es selten, dass jemand sein Wissen hier sogar kostenlos mit anderen teilt! Vielen Dank nochmals dafür!

      Hier habe ich die für mich nun noch offenen Punkte / Fragen zusammengestellt.
      Ich denke es wird auch vielen anderen helfen, wenn nun die ganzen Fragen & Antworten rund um dieses Thema (Fett/Öl) hier kompakt zu finden sind.

      zu 2)Testberichte / Produkterfahrung
      Mit welchem Mittel / Produkt hast du über 15Jahre positive Erfahrung gemacht? Gerade die Hohlraum-Sache würde ich gerne nur EINMALIG machen und dann soll das schon mal für 20 Jahre ausreichen!! Oder muss man selbst bei dem TestSieger (TimeMax2000) hier alle paar Jahre zusätzlich Öl (z.B. FluidFilm oder Owatrol) in die Hohlräume einsprühen um das Zeug geschmeidig zu halten?

      zu 4.1)Kriechwirkung
      Du schreibst zur Kriechwirkung, "das bleibt Betriebsgeheimnis von Cordes". Doch bist du wirklich der Meinung bzw. hast du die Erfahrung das TimeMax wirklich besser Kriecht (auch langzeitmäßig) als MikeSanders oder PX11 ????

      zu 4.2)Fett in Hohlräumen von Gebrauchtwagen
      Angenommen der PKW BJ2008 wurde gut gepflegt und wenig gefahren (Gesamt 70.000km). Könnte man hier bedenkenlos TimeMax2000 in die Hohlräume blasen? Wenn doch etwas Rost vorhanden wäre, würde dieser dann komplett gestoppt? Man liest teilweise ja, das der bloße äußerlich Ausschluß von Luft und Wasser angeblich nicht den Rost stoppen kann. Manche machen diesbezüglich Werbung das ihre Mittel den Sauerstoff im Rost zum abbinden herausziehen würden ;) ????

      zu 5. ???

      zu 7. ???

      zu 8. ???

      zu 9. ???


      zu 12) ??? TimeMax vs. MikeSanders vs. PX11
      Abschließend zum Thema: TimeMax vs. MikeSanders vs. PX11 würde mich noch deine detaillierte Meinung interessieren.
      Welches Produkt würdest du hier als LANGZEITSCHUTZ in die Hohlräume aufbringen und warum?
      Deinem Schreiben entnehme ich, dass du wohl PX11 nehmen würdest, aber WARUM (ist es besser als TimeMax)?
      Oder ist TimeMax, MikeSander alles ähnlich und zudem auch wie PX11??
      Mich interessiert auch der Unterschied von TimeMax2000 zu MikeSanders??
      Allerdings hast du sicherlich Gründe warum du PX11 verwendest!?

      zu 14) ???

      zu 10) ???

      zu 15) Wärmekabine für TimeMax2000?
      Du bestätigst, dass man bzgl. TimeMax 2000 nicht in die Wärmekabine muss! Wenn ich nun bei z.B. 10Grad (PKW Temp und Luft) TimeMax aufbringe, verbindet es sich dann dennoch optimal mit dem Blech (das 110Grad heiße Fett kühlt ja dann sehr schnell runter)?


      ...weitere Fragen:

      16.Carlofon Wachs Bitumen wie es bei Unimog verwendet wird (auch für Winterdienst-Fahrzeuge)
      Wie ist deine Erfahrung oder auch deine Vermutung bzw. Einschätzung zu folgenden Produkten. Mein Vater schwört darauf und das Zeug scheint auch über länger Zeit 15 / 20 Jahre gute Dienste zu leisten. Außerdem hätten wir von Carlofon noch einiges auf Lager ;)
      -Carlofon bzw. Dinitrol 3650 Korrosionsschutz (Hohlraumversiegelung)
      -Carlofon bzw. Dinitrol 4942 UBS Wachs-Bitumen (Unterbodenschutz)
      ...das 4942 finde ich nirgends mehr im Handel, wurde das Produkt eingestellt oder ist es nur unter neuer Bezeichnung unterwegs?

      17.PX11 Mischung von "Hanseat"
      Würdest du mir mitteilen (gerne auch per PM) welche Mischung du hier verwendest?
      ...und wo ich die gleichen Ausgangsstoffe am besten und preiswert beziehen könnte?

      18.Verarbeitung / Schweinerei bei Fett
      Du schreibst in einem Thread, das im MikeSanders-Produkt-Datenblatt steht, dass der Produkt-Nebel mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden kann. Da hab ich nun doch etwas Angst, da ich eigentlich vorhatte einen PKW auch mal mit TimeMax2000 (wird ja vmtl. ähnlich sein) in unserer beheizten Werkstatt (mit Holzofen) zu bearbeiten. Wie siehst du das (oder soll ich warten bis der Ofen aus ist / aber da glimmt oder glüht bestimmt noch irgendwas :) )????
      Sieht es nach der Behandlung mit Fett oder PX11 wirklich wie in einer Schlachtküche aus? (hängt sich das Zeug überall an die Werkstattwände etc.)
      Ich würde TimeMax2000 mit 5 Bar in die Hohlräume sprühen, wäre das auch bei PX11 so?

      19.Verarbeitung bzw. Gesundheitsaspekt
      Benötigt man zur Verarbeitung von TimeMax, MikeSanders oder PX11 eine Atemschutzmaske mit Aktivkohlefilter (wie z.B. die 9914 von 3M)?
      Kann man die Fette bedenkenlos auch in der geschlossenen Werkstatt verarbeiten? (Ist ja jetzt im Winter sonst doch recht kalt, so dass die Kriechwirkung sonst ausbleibt).

      Kann man sich irgendwo Pläne zum Fahrzeug besorgen, wo man sämtliche Hohlräume / Abläufe und wichtigen stellen für den Hohlraumschutz finden kann? VW und auch der VW Händler geben leider nichts heraus.

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    • Mit welchem Mittel / Produkt hast du über 15Jahre positive Erfahrung gemacht?
      Da muss ich passen. Mehr als elf Jahre mit Mike Sanders Fett kann ich nicht bieten. Die Zeitschriftentests (Auto-Bild und Oldtimer-Markt) mit ihren Salzwasserduschen und -bädern simulieren aber eine Vielzahl von Jahren unter hoher Korrosionsbelastung und haben für mich deswegen auch eine recht brauchbare Aussagekraft.

      Gerade die Hohlraum-Sache würde ich gerne nur EINMALIG machen und dann soll das schon mal für 20 Jahre ausreichen!! Oder muss man selbst bei dem TestSieger (TimeMax2000) hier alle paar Jahre zusätzlich Öl (z.B. FluidFilm oder Owatrol) in die Hohlräume einsprühen um das Zeug geschmeidig zu halten?
      Das ist bei diesen Mitteln nicht nötig. Im Grunde nicht mal bei gutem Wachs, an meinem 21 Jahre alten Benz ist das Original-Wachs immer noch in gutem Zustand. Sogar Fluid Film AS-R, eigentlich kein Mittel für die Ewigkeit, hält sich seit sechs oder sieben Jahren in einigen Hohlräumen. Wichtig ist, dass geschlossene Hohlräume auch wasserdicht bleiben. Ein Cent-Artikel, nämlich ein undichter oder fehlender Hohlraumstopfen im Radkasten, kann schlimme Folgen haben, wenn auf diesem Weg über längere Zeit unbemerkt dreckiges Salzwasser nach innen gelangt und dort auch bleibt.

      Angenommen der PKW BJ2008 wurde gut gepflegt und wenig gefahren (Gesamt 70.000km). Könnte man hier bedenkenlos TimeMax2000 in die Hohlräume blasen? Wenn doch etwas Rost vorhanden wäre, würde dieser dann komplett gestoppt?
      Ja, könnte man. Der Langzeittest in der Oldtimer-Markt wurde auf bereits angerostetem Blech gestartet. Habe bisher keine eigenen Erfahrungen mit TimeMax-Produkten, aber der Testsieg kommt sicher nicht von ungefähr, und ich habe bisher keinen negativen Bericht über TimeMax in verschiedenen Foren gefunden, was den Rostschutz angeht. Kritik kommt allenfalls wegen der Preise.

      Man liest teilweise ja, das der bloße äußerlich Ausschluß von Luft und Wasser angeblich nicht den Rost stoppen kann. Manche machen diesbezüglich Werbung das ihre Mittel den Sauerstoff im Rost zum abbinden herausziehen würden ;) ????
      Die Bedenken sind teilweise auch berechtigt. Trägst Du ein Mittel mit nur kurz dauernder Kriechfähigkeit auf den Rost auf, dann ist und bleibt diese Schicht eben nur oberflächlich, und drunter geht es munter weiter. Das ist bei Farbe oder normalem Hohlraumwachs der Fall. Dauerhaft kriechfähige Mittel dagegen arbeiten sich immer weiter in den Rost hinein, bis sie irgendwann auf dem noch intakten Stahl angekommen sind, und dann ist der Rost komplett eingebunden und gestoppt. Je mehr Rost vorhanden ist, um so schneller muss das Mittel kriechen, um den Rost zu stoppen, der sich währenddessen ebenfalls weiter vorarbeitet. Ein Wettrennen. Deswegen sind Mike Sanders oder PX-11 erstens im normalen Temperaturbereich und zweitens bei viel Rost - aber nur in dieser Kombination - in ihrer Kriechfähigkeit zu langsam.

      Ist der Rost erst einmal komplett durchdrungen und zum Stillstand gebracht, dann ist anschließend der begrenzende Faktor, wie sich das Mittel gegen aggressive äußere Einflüsse (Wasser, Salz) hält. Dabei spielt die Schichtdicke eine wichtige Rolle, und hier sind die sehr kriechfähigen Mittel leider im Nachteil. Mit FF Liquid A ist eine Schichtdicke von ungefähr 0,15 Millimeter möglich, mit Mike Sanders Fett das Zehnfache. Was das für die Unterschiede bei der Schutzdauer bedeutet, kannst Du Dir selbst denken. Und deswegen wird bei viel Rost eben zum Zwei-Schicht-System geraten. Ist übrigens nur noch Blätterteig-Rost vorhanden, dann können weder Rostumwandler noch Kriechöl helfen, sondern nur Flex, Schweißgerät und neues Blech.

      -Carlofon bzw. Dinitrol 4942 UBS Wachs-Bitumen (Unterbodenschutz)
      Habe in den 80ern auch Bitumen genommen, auf grundiertem Blech. Hatte keine Probleme damit. Andere Leute schon, manche Sorten neigen zum Verspröden und zur Rissbildung. Bitumen ist aber immer eine undurchsichtige Sache, buchstäblich. Wird deswegen nicht mehr gerne genommen, auch von mir nicht.

      Abschließend zum Thema: TimeMax vs. MikeSanders vs. PX11 würde mich noch deine detaillierte Meinung interessieren.
      Welches Produkt würdest du hier als LANGZEITSCHUTZ in die Hohlräume aufbringen und warum?
      Deinem Schreiben entnehme ich, dass du wohl PX11 nehmen würdest, aber WARUM (ist es besser als TimeMax)?
      Oder ist TimeMax, MikeSander alles ähnlich und zudem auch wie PX11??
      (...)
      Allerdings hast du sicherlich Gründe warum du PX11 verwendest!?
      Riesen-Unterschiede gibt es nicht. Was TimeMax angeht, so hatte ich ja schon weiter oben was dazu geschrieben. Bin Gerd Cordes vor drei Jahren mal begegnet und meine, dass er einen großen Ehrgeiz hat, wirklich gute Rostschutzmittel auszutüfteln. Er nimmt das mit dem Rost irgendwie persönlich. Cordes hat damals u. a. den Test für die Autobild gemacht, aus dem Ergebnis seine Schlüsse gezogen und dann seinen eigenen Laden gegründet. Ich nehme an, dass TimeMax tatsächlich einen Tick besser als Mike Sanders Fett ist. Cordes kannte das Mike Sanders Fett und hatte das Ziel, ein Mittel zu entwickeln, das noch besser funktioniert. Die Platzierung im Oldtimer-Markt-Test deutet darauf hin, dass das gelungen ist. Außerdem sind die Testläufe von TimeMax, bis ein Mittel rauskommt, wirklich hart. Prüfstand in der Brandung von Helgoland, monatelange Reisen von Testblechen in Ballastwassertanks von Containerschiffen durch verschiedene Klimazonen, das ist schon nicht schlecht.

      PX-11 verwende ich aus verschiedenen Gründen. Man hat Kontrolle über die Zutaten, und pharmazeutische Vaseline und Bienenwachs sind völlig unbedenklich. Könnte man als Hautsalbe nehmen. Außerdem kann man das PX-11 auch sonst anpassen, zum Beispiel mit Pigmenten einfärben. Von Fluid Film Gel gibt es eine weiße Variante, mit der sich die Schichtdicke beim Auftragen besser einschätzen lässt. Das geht mit PX-11 auch, weißes Pigment ist billig zu haben. Die Kosten sprechen ebenfalls für PX-11, vom Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es nichts Besseres. Der Rostschutz ist auf ähnlichem Niveau wie MS-Fett. Außerdem kommt der Hobby-Faktor dazu. Wenn man keinen Spaß dran hat, sollte man ein Fertigprodukt nehmen. Vielleicht sollte man fairerweise in dem Zusammenhang nicht immer nur Mike Sanders Fett oder Fluid Film nennen, es gibt auch andere Firmen, die Vergleichbares anbieten, etwa Biskor.

      Nach meiner Einschätzung sollte man auch nicht das Hauptaugenmerk darauf legen, ob man sich nun beim Hohlraumschutz für Mittel X oder Mittel für Y aus der Top-Liga entscheidet. Ausschlaggebender ist, dass einem sonst keine Fehler unterlaufen. Wenn man z. B. viel zu viel Konservierung in die Türen einbringt, so dass die Abläufe verstopfen, ist das völlig kontraproduktiv. Ganz schlecht auch, wenn man wichtige Stellen vergisst, etwa die hinteren Radläufe von innen, normalerweise erreichbar durch den Kofferraum. Oder das oben erwähnte Beispiel mit dem undichten oder fehlenden Stopfen, der zu stehendem Wasser in Hohlräumen führt. Stehendes Wasser ist IMMER übel. Solche Punkte im Blick zu haben viel ist wichtiger als die Frage, ob man nun TimeMax, PX-11, UBF-2000, Mike Sanders oder Fluid Film nimmt...
    • ...
      Mich interessiert auch der Unterschied von TimeMax2000 zu MikeSanders??
      Gerd Cordes zeigte mir damals auf dem Firmenparkplatz einen mattschwarzen Kleintransporter, deutete auf den Übergang vom senkrechten Karosserieblech zum Dach und sagte, das MS-Fett an solchen Stellen bei großer Sommerhitze ablaufe, im Gegensatz zu den eigenen Produkten. Entweder glaubt man ihm das, oder man testet es aus.

      Du bestätigst, dass man bzgl. TimeMax 2000 nicht in die Wärmekabine muss! Wenn ich nun bei z.B. 10Grad (PKW Temp und Luft) TimeMax aufbringe, verbindet es sich dann dennoch optimal mit dem Blech (das 110Grad heiße Fett kühlt ja dann sehr schnell runter)?
      Natürlich kühlt das Mittel bei solchen Temperaturen sehr schnell ab, aber es haftet sofort richtig auf dem Blech. Deutliches Kriechen findet bei wärmerem Wetter statt.

      Würdest du mir mitteilen (gerne auch per PM) welche Mischung du hier verwendest?
      ...und wo ich die gleichen Ausgangsstoffe am besten und preiswert beziehen könnte?
      Das ist kein Geheimnis. Nehme 8:1- bis 9:1-Mischung. Habe schon die technische Bundeswehr-Vaseline benutzt, vor Jahren auch Melkfett Classic von Penny (schon länger nicht mehr im Regal gesehen), Vaseline von Rossmann und von Edeka. Bei Amazon bietet ein Tattoo-Shop pharmazeutische Vaseline im Kilo für rund 10 Euro an. Viel mehr als in der Größenordnung würde ich nicht ausgeben, alles andere sind ungerechtfertigte Apothekenpreise. Man sollte wohl auch zwischen Einzelhandels-Anbietern und Großhändlern / Herstellern unterscheiden. Ich gehe davon aus, dass die etlichen verschiedenen Anbieter ihre Vaseline von Sasol oder Parafluid beziehen. - Bienenwachs-Granulat habe ich anfangs bei einer Kerzenmacherin gekauft, in diesem Jahr auch einige Platten beim Imker auf dem Wochenmarkt. Wenn man günstig drankommt, kostet es weniger als 1,50 Euro für 100 Gramm. Notfalls kauft man einfach eine Bienenwachs-Kerze, manche nehmen auch Standard-Kerzenwachs (Paraffin).

      Zur Verarbeitung mit dem Kompressor müsste mal jemand anders was schreiben. Ich habe bisher alle möglichen Anbauteile (etwa Tür- und Kofferaumverkleidungen) und Hohlraumstopfen demontiert und MS-Fett oder PX-11 aufgepinselt. Damit kommt man erstaunlich weit. Für die Stellen, die so nicht erreichbar waren, habe ich Fluid Film AS-R und die 60-cm-Hohlraumsonde genommen. In Berichten anderer Nutzer steht aber, dass man beim Verarbeiten von MS-Fett schon großzügig abdecken und abkleben sollte, weil sich der fettige Sprühnebel überall niederlegt. Zur Explosionsgefahr: Mir sind keine Fälle bekannt, und so was würde sich bestimmt schnell rumsprechen. Aber Du musst ja nicht der erste Fall sein, vielleicht kannst Du ja warten, bis die Temperaturen wieder angenehmer sind, so dass der Holzofen ausbleiben kann. Bei Kälte verzögert sich auch das Rosten, und bei einem Wagen von 2008 besteht höchstwahrscheinlich ohnehin kein Grund zur Hektik.

      Kann man sich irgendwo Pläne zum Fahrzeug besorgen, wo man sämtliche Hohlräume / Abläufe und wichtigen stellen für den Hohlraumschutz finden kann? VW und auch der VW Händler geben leider nichts heraus.
      Dazu müsstest Du in VW-Foren fragen. Die wichtigen Stellen sind aber immer die gleichen: Schweller, Falze, Radläufe, Böden von Türen und Kofferraumdeckeln, Karosseriedurchbrüche, Anbauteile. Manche Autos haben zusätzlich noch ihre eigenen speziellen Rost-Schwachstellen, die man aber in den Fahrzeugforen zum jeweiligen Modell normalerweise kennt.

      MfG, Hanseat [IMG:http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]
    • ...besten Dank Hanseat! Kannst du noch kurz was zu folgenden Fragen sagen.


      5)Elektrische Leitfähigkeit bei Fett (z.B. Mike Sanders / TimeMax) / Muss man die Türverkleidung abbauen?
      Wie ist es mit der elektrischen Leitfähigkeit von Mike Sanders oder TimeMax Fett? Kann da was passieren, wenn man die Türverkleidungen nicht abschrauben möchte, sondern mit der 360-Sonde einfach das Fett über einen Ablauf in der Tür einsprüht? Nicht das danach der Fensterheber versagt oder das Zeug innen aus der Verkleidung läuft?


      7)Verschmutzung / Dreck-Festsetzung
      Wenn man auf einem schönen und sauberen Unterboden/Hohlraum z.B. TimeMax aufträgt, sieht das sicherlich noch gut aus, doch wie ist das nach einigen Jahren? Hat hier jemand Erfahrung damit?

      Muss das Zeug dann vor der Nachbehandlung mit TimeMax komplett wieder runter (Entsorgung / Öl & Fett-Abscheider etc.)? Oder spritzt man einfach über Fett und Dreck drüber???? Wie bekommt man das Fett vollständig wieder ab, falls es doch vorher entfernt werden müsste?????


      8.Verschrottung des PKW?
      Stellt die Entsorgung irgendwann mal ein Problem dar, wenn man sein Auto mit MikeSanders oder TimeMax-Fett vollgeblasen hat? (Alt-Öl etc. muss ja auch abgelassen werden, wie siehts also mit 8 bis 12 Litern Fett aus?). Die Hohlräume auskratzen dürfte schwierig werden!


      9)Autos mit Soundanlage
      Häufig sind Fahrzeuge mit moderner Beschallung auch mit entsprechenden Dämmmatten ausgekleidet z.B. in den Türen. Wie geht man vor, wenn man solche Autos vor Korrosion schützen will? (denn unter den Matten wird sich wohl auch Kondenswasser bilden / sammeln). Und Matten und Fett geht ja auch nicht! Fett auf die Matten bringt ebenso nichts!? Oder Matten raus und dann dick Fett an die Tür so dass dadurch auch ein Schallabsorber entsteht (selber Effekt wie durch die Platten)? ;)


      10)Fahrzeuge mit Schaumstoffen
      Es gibt Fahrzeuge wie z.B. einige Golf-Modelle bei denen der Kotflügel mit einem Schaumstoffteil von innen her stabilisiert bzw. verstärkt wird. Das Schaumstoffteil ist dann z.B. auf einer 30 x 15 cm großen Fläche direkt innen mit dem Kotflügelblech verklebt. Sollte man so ein Schaumstoffteil grundsätzlich herausschneiden? ...ich habe gehört, dass sich zwischen Blech und Schaumstoff Kondenswasser bildet und es dann darunter rostet, kann das jemand bestätigen?



      ...welches VW Forum ist für die Frage nach den Plänen am besten (wo sind viele unterwegs)?
    • Ich hake mal ein wenig hier ein, wenn es recht ist.

      5. Wenn Du bind hinter die Verkleidung spritzt, ist natürlich immer die Gefahr gegeben, dass das Zeug irgendwo landet, wo es nicht hingehört oder irgendwo nicht landet, wo es dann doch hingehört. Gerade Bei FF-ASR ist es ja eigentlich so einfach, durch die Ablauflöcher zu spritzen oder einfach ein paar Löcher in die Tür zu bohren und nachher mit entsprechenden Stopfen zu verschließen (mache ich z.b. gerne). Abbauen ist aber immer besser!
      Einen Fensterheber wird sowas aber nicht beeindrucken, nur wenn Du irgendwelche Führungsgummis einsprühst, hast Du nach jedem Fensteröffnen und Schließen das Fenster fettig.
      FF und die anderen Fette/Wachse haben auch zerstörerischen Einfluss auf manche Gummisorten. Hier ist PX-11 besser.

      7. Ich habe einen Geländewagen und dort FF-ASR in den Rahmen gesprüht. Das war wirklich kontraproduktiv. Es bildete sich eine fettige matschige und auch nasse Masse im Rahmen, die sehr Widerstandsfähig ist. Hier wäre ein festeres Fett angebracht gewesen oder Wachs, was ich aber nicht nehmen konnte auf Grund bestehender Anrostung. Am meinem "Normalauto X-Trail" habe ich ebenfalls in diversen Verstärkungsstreben FF-ASR am Unterboden drin. Dort sammelt sich kaum Dreck.

      8. Noch nie irgendwo was dazu gehört oder gelesen.

      9. Matten: ist immer ein Problem. Natürlich sind Dämmatten immer auch ein Speicher für Feuchtigkeit. Im Car-Hifi-Bereich werden diese aber eher auf flache Bleche geklebt, um eine Vibration zu verhindern. Vorausgestzt, dass die Matten nicht auf Rostflecken angebraucht wurden, ist dort nichts zu befürchten.
      Sind hingegen Falze und Ecken damit zugeklebt, so darf man das als Todsünde bezeichnen und Du hast das Recht nach §7a des Rostschutzgesetztes, einer solchen Person einen Tritt zu verpassen. Aber im Ernst, solche Matten gehören wirklich sorgfältig verlegt.
      Wenn Butyl-Alu-Matten verlegt sind, solltest Du beim Versiegeln tunlichst aufpassen, dass kein Fett an die Matten kommt. Die Bitumenmatten neigen dazu, sich aufzulösen und dann hast Du eine schwarze klebrige Pampe in der Tür. An einer solchen Stelle also sehr sauber arbeiten, die Kriechwirkung des Fetts bedenken, oder Owatrol und Wachs benutzen..

      10. Ich neige dazu, Schaumstoffe immer zu entfernen, auch wenn es danach etwas dröhnt. Der Ford einer Kollegin ist dermaßen ausgeschäumt, dass im hinteren Radlaufbereich nichts gespritzt werden kann. Noch ist da keine Durchrostung zu sehen, wäre aber für mich ein Nicht-Kauf-Grund

      Gruß
      Frank
    • Hallo zusammen,

      dann will ich auch noch meinen restlichen Senf dazugeben. Vor allem der letzte Punkt, der die verwendeten Menge betrifft, scheint mir wichtig zu sein.

      5)Elektrische Leitfähigkeit bei Fett (z.B. Mike Sanders / TimeMax) / Muss man die Türverkleidung abbauen?
      Wie ist es mit der elektrischen Leitfähigkeit von Mike Sanders oder TimeMax Fett? Kann da was passieren, wenn man die Türverkleidungen nicht abschrauben möchte, sondern mit der 360-Sonde einfach das Fett über einen Ablauf in der Tür einsprüht? Nicht das danach der Fensterheber versagt oder das Zeug innen aus der Verkleidung läuft?
      Würde entweder die Sonde nur max. eine Handbreit durch die Regenablauflöcher einführen oder die Türverkleidung abbauen und dann auf Sicht arbeiten. Letzteres ist in jedem Fall die bessere Variante, so kann man das Mittel gezielt dort auftragen, wo es hingehört. Zur Leitfähigkeit: Vaseline wird auch als Schmiermittel in der Elektrotechnik eingesetzt und ist nicht leitfähig, sondern isolierend.

      Wenn man auf einem schönen und sauberen Unterboden/Hohlraum z.B. TimeMax aufträgt, sieht das sicherlich noch gut aus, doch wie ist das nach einigen Jahren? Hat hier jemand Erfahrung damit?
      Ob die Hohlräume "schön" aussehen, kann einem letztlich egal sein. Sieht ja eh keiner. Hauptsache, sie sind rostfrei. Und wenn sie dicht sind, gelangt auch kein Dreck hinein. Das ist wieder der Punkt mit dem undichten oder fehlenden Hohlraumstopfen, regelmäßige Kontrollen hierzu sind sinnvoll.

      Was den Unterboden betrifft: Meine Erfahrung ist, dass die paar Stellen, die ich temporär mit MS-Fett oder PX-11 zugekleistert habe, schnell Schmutz angesetzt haben. Ich würde kein Fett oder ähnliches Zeug großflächig am Unterboden benutzen. Eine saubere Lösung auf einem noch intakten UB-Schutz ist Protewax. Man könnte auch Terotex Ultra oder ein anderes Schutzwachs zur Nachbehandlung nehmen. Ich habe Klarlack genommen.

      Muss das Zeug dann vor der Nachbehandlung mit TimeMax komplett wieder runter (Entsorgung / Öl & Fett-Abscheider etc.)? Oder spritzt man einfach über Fett und Dreck drüber???? Wie bekommt man das Fett vollständig wieder ab, falls es doch vorher entfernt werden müsste?????
      Allein aus Deinen Fragen kannst Du schließen, dass Fett am Unterboden großflächig wahrscheinlich keine gute Idee ist. Bringt ne Menge Probleme mit sich. Natürlich kriegt man es mit fettlösenden Mitteln wieder ab. Aber warum hat man es dann eigentlich aufgetragen? Ich hab´s bisher nur hier und da für Stellen am UB genutzt, die maximal etwa die Größe einer Postkarte hatten. Bei den überschaubaren Dimensionen ist es mit Bremsenreiniger oder Silikonentferner schnell weggewischt.

      Stellt die Entsorgung irgendwann mal ein Problem dar, wenn man sein Auto mit MikeSanders oder TimeMax-Fett vollgeblasen hat? (Alt-Öl etc. muss ja auch abgelassen werden, wie siehts also mit 8 bis 12 Litern Fett aus?). Die Hohlräume auskratzen dürfte schwierig werden!
      Unter Umweltaspekten sind solche Mittel nicht mit Altöl zu vergleichen, Du hast ja selbst die Datenblätter verlinkt. Das Zeug ist vergleichsweise harmlos. Aber 8 bis 12 Liter, die Menge scheint mir für einen Golf eindeutig überdimensioniert. Deswegen hatte ich weiter oben auch extra die Sache mit den verstopften Türablauflöchern erwähnt. Viel hilft nicht immer viel.

      Wenn Du ca. 1 Kilogramm PX-11, Mike Sanders Fett oder ein vergleichbares Mittel hast, dann reicht diese Menge für ca. 1,5 bis 2 Quadratmeter, also z. B. für beide Schweller zusammen, und das locker. Ungefähr 10 Liter wären für einen Pkw maßlos zuviel und brächten eher Nach- als Vorteile. Auch dafür ist der Test der Oldtimer Markt ein guter Anhaltspunkt. Die großen Mengen von TimeMax und MS-Fett, die in den Testkästen landeten und wegen fehlender Ablauflöcher auch drin blieben, haben sich einfach nur unten gesammelt. Zum Rostschutz in der oberen Hälfte und in der unbehandelten Nebenkammer hat dieser Bodensatz kaum beigetragen.

      Edit: Bei den Strich-Acht-Benzen gibt es eine Thread mit dem Titel "Wasser in den Türen". Passt in diesem Zusammenhang gut. Ursache des stehenden Wassers: Zuviel Hohlraumkonservierer, der die Ablauflöcher zugesetzt hatte.


      MfG, Hanseat [IMG:http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]

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