E36 Rost Stoppen

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    • E36 Rost Stoppen

      Tag liebe Gemeinde. Nach dem ich 18 geworden bin und mir ein e36 gekauft habe brauche ich diesen acc hier. Brauche paar meinungen und Tipps zum langzeit stoppen von Rost. Die Roststellen die ich alle bearbeiten liegen zwischen Flugrost und Blätterteig also Stufe 2. Bis jetzt habe ich gute ergebnisse mit Pelox RE erziehlt.

      Vorgehensweise
      1. Pelox RE gut einwirken lassen (wurde noch mit 75% Phosphorsäure getuned)
      2. Akkubohrer mit Bürstenaufsatz wieder das blech blanck schleifen
      3. Fertan drauf für eine schutzschicht
      4. Nach abwaschen und trocknen erfolgt ein neuer Lackaufbau
      5. Die Stelle wird noch mit UBS 220 Bernstein versiegelt

      Reicht das so damit der Rost nicht mehr aufblüht? Erste mal das ich mich gegen Rost kümmer deswegen....

      Habe ich noch paar fragen zum Unterbodenschutz algemein. ich weiß zwar nicht welchen BMW verwendet hat aber die Stellen, wo ich den Originalen entfernen musste und mit UBS 220 ausgebessert habe sehen ziemlich scheiße aus, weil man absolut kein Übergang hat. Jetzt wolte ich wissen ob ich den ganzen unterboden direkt mit UBS 220 zu klatschen kann (natürlich nach den Saubermachen) oder erst mit was anderen noch behandeln sollte?
      Wie ist das eigenlich mit den Kleben von UBS legt sich das noch? In moment hängen dort bei mir ein paar dreck Körner überall im UBS drin.

      Thema Hohlraum
      Hatte mein Auto zum schweißen die Tage. Von außen auch alles so weit so gut wo das neue Blech ist. Nur im Hohlraum selbst wurde leider der Rost gelassen. Kann ich da direk Fuid NAS rein drücken und gut ist? Meiner Meinung nach ist eine dicke Schicht davon das beste.

      Danke Vielleicht könnt ihr mir ja noch ein paar Tipps mit auf den weg geben.
    • Also erstmal vorweg, Blech niemals mit säure behandeln, denn Säure macht die Oberfläche sauer, und eine saure Oberfläche rostet umso stärker. Um die Fläche wieder zu entsäuern muss man 20-Prozentige Natronlauge nehmen und die Fläche damit neutralisieren. Wenn du Natronlauge kennst, dann weisst du das die noch mehr auf der Haut brennt als jede Säure. Also von vornherein ist das alles echt nicht zu empfehlen.

      Pelox RE, manche empfehlen es, manche nicht. Ich gehör zu letzteren weil alles was Rückstände hinterlassen könnte ja auch die Haftung des anschliessenden Lackaufbaus enorm beeinträchtigt.

      Ok, Blech blankbürsten mit Zopfbürste auf der Flex (NICHT TOPFbürste) ist geeignet um den Unterbodenschutz und lose blättrigen Rost erstmal zu entfernen oder halt leichteren Rost zu entfernen. Blattrost und tiefe Rostporen eher nicht, die werden dadurch nur glattpoliert und sehen dann so schwarz glänzend aus. Prokelt man diese Flecken mal mit dem Schraubenzieher an dann rieselt da wieder braunes Rostpulver raus. Wenn nicht, dann wars noch okay. Aber oft muss man starken Rost halt auch schleifen mit Flex und 2,5er Trenn-Schleifscheibe. Entweder vor dem bürsten oder danach.

      Fertan, nuja, das hinterlässt auch wieder eine Schicht die dem folgendem Lackaufbau schadet. Im Fall von Fertan kann ich aus vielen Erfahrungen bestätigen das es definitiv nur für ganz ganz leichten Flugrost geht. Aber den kann man auch genausogut mit einem Lappen und Silikonentferner wegwischen. Es behindert jedenfalls die haftung von Grundierungen. Auf dickerem Rost ist es völlig wirkungslos und wenn man das nicht beachtet dann ist spätestens einem Jahr das Blech weg. Das Mittel ist also nicht grundsätzlich schlecht, aber es wird fast immer falsch angewendet, nämlich auf zuviel Rost.

      Lackaufbau, woraus soll der bestehen? Ich weiss das viele auf 1k-Washprimer schwören auf den dann 2k-Füller aufgetragen wird. Tu es nicht. Die Washprimer heute enthälten Phophorsäure als Härter, siehe oben. 2k-EP wäre besser.

      UBS220 hatte ich noch nie, kenna ich nix zu sagen. Hab fast immer Permafilm gemischt mit Fluidfilm benutzt. Keine Probleme die letzten 10 Jahre ungefähr.

      Fluidfilm NAS ist auf jeden Fall ne gute Maßnahme.

      Wenn das auto geschweisst wurde, warst du dabei? Wurden die neu eingeschweissten Bleche von der Rückseite grundiert? Und wurde das alte entrostete Blech auch vorher grundiert? Es gibt Schweissprimer, das sind Grundierungen auf denen man schweissen kann. Bietet einen einfachen Rostschutz so das man nicht gleich wieder Rostbildung bekommt an den Stellen. Nachdem es auch von aussen grundiert ist sollte man die Kanten dann mit PU-Dichtmasse abdichten, wenn es am Unterboden ist. Anschliessend halt Steinschlagschutz und dann Unterbodenschutz. Man kann die PU-Dichtmassen auch als Steinschlagschutz benutzen, man verteilt die dann recht dünn mit dem Pinsel.

      In der Regel sieht Werkstattarbeit so aus das eine Roststelle einfach mit Blech übergeschweisst wird und das wars. Darunter rostet es so gut das man im nächsten Jahr ein noch grössers Blech drübermachen kann. Man plant quasi den nächsten Auftrag gleich mit ein. Zu allem Übel machen Werkstätten Silikondichtmasse auf die Bleche, manche auch zwischen die Bleche, drücken es dann auf und schweissen drumherum. Silikon enthält Essigsäure. Da brauchts manchmal kein halbes Jahr bis es wieder durchgammelt.
    • Ok danke
      Habe leider keine möglichkeit zu Sansdtrahlen deswegen nehme ich Phosphorsäure. Bis jetzt waren die Ergebnisse meiner Meinung nach sehrr gut. Für den Lack aufbau darauf sollte der Lackierer schon eine Lösung finden. Zum schweißen kann ich nur sagen das von außen eine Grundierung aufgetragen wurde aber im Hohlraum rost Hinterlassen wurde. Zu mir wurde nur noch gesagt das ich es verisiegeln sollte und gut ist. War jetzt leider nicht dabei..

      Fertan verwende ich nur nach der Pelox RE behandlung die ich weggeschliffen habe. Habe dann nämlich Blankes Metal ohne rost was ich dann mit der Fertan Schicht schützen will. Und man liest überall das die auch eine gute Basis zum lackieren Bietet. Wenn ich den rost jetzt nur wegschleifen würde hätte ich bestimmt das Problem das ich nicht alle Poren weg bekomme und es wieder anfängt zu blühen...

      UBS 220 ist auf Wachsbasis was keine Risse bildet. Nur ich mach mir sorgen das es im Sommer klebt und ich dann den Scheiß mit dreck voll habe.
    • Ganz ehrlich...der Lackierer wird sich bedanken. Fertan ist weder eine gute Grundlage zum lackieren noch sonst was. Ok wenn der Lackierer das alles nicht so genau nimmt lackiert er halt einfach drauf und ab dafür. gibt genug denen das egal ist wenn der Kunde es halt so haben will. Wenn er vernünftig arbeitet und das alles wieder schleift um vernünftig lackieren zu können und auch den Rest gut vorbereitet kannste gleich nen Tausender drauflegen.

      Ich kann dazu nur sagen das du es lassen solltest.

      Wie gesagt, das normale vorgehen ist völlig schlicht und unkompliziert, kostet so gut wie nix, man kann es selber machen, und der Schutz ist das höchste was du erreichen kannst.

      Grobes mit Flex und Zopfbürste wegbürsten. Poren richtig mit Druck bearbeiten. Bei tiefen Poren kanns sein das man dann ein Loch ins Blech schruppt, aber dann war das Blech da eh schon zu dünn vom Rost und muss geschweisst werden. Enge Stellen mit der 2,5er Trenn-Schleifscheibe nachschleifen, ebenso Stellen wo Poren sind usw. Dann mit Silikonentferner saubermachen und 2k-EP-Grundierung draufpinseln, in zwei Schichten.
      Bevor du den dann zum Lackierer bringst schleifst du die Stellen dann (Falls er dort lackieren muss) leicht mit einem Schleifpad/Softpad Körnung Superfine einmal leicht an. Besser isses natürlich wenn man an Stellen wo nacher lackiert werden soll mit der Pistole den EP draufmacht, soll ja glatt sein.

      Ja und damit kann auch ein Lackierer dann was anfangen.

      Nach dem lackieren machst du in alle Hohlräume und vor allem da wo geschweisst wurde Fluidfilm rein. NACH dem lackieren. Sonst gibts übelste Probleme.

      Und wenn mir einer gesagt hätte das man zugeschweisst und den Rost dahintergelassen hat...dem würd ich gleich nen Scheitel ziehen. Und Geld würd der schon garnicht bekommen.
    • Pelox RE ist Phosphorsäure.

      Neutralisation der Säure geht auch mit Soda (Natriumbicarbonat).
      Die Salzreste müssen dann trotzdem sorgfältig abgewaschen werden.

      Fertan würde ich -wie vorher schon geschrieben wurde, nicht verwenden, speziell nicht bei blankem Metall.

      Zur Entfernung von Blattrost ist eine Drahtbürste ok.
      Für den festhaftenden Rost würde ich Dir eine CSD-Scheibe (Negerkeks) vorschlagen, keine Drahtbürste
      (kann sonst eine bläulich / schwärzlich glänzende Magnetitschicht durch die Reibungshitze erzeugen - drunter ist immer noch der Rost..).
    • Mit nem Negerkeks bekommst Poren aber auch nicht anständig weg? Hab die vor ein paar Jahren mehrmals probiert, so für Flächen die glatt sind waren die ja super und die Fläche ist auch schön gatt geschliffen. Aber in Poren gingen die kein Stück rein. War da recht Erfolglos.

      Da hab ich dann wieder mit Zopfbürste weitergemacht. Mit VIEL Druck, dann lassen sich Poren auch entrosten. Glänzt erst leicht schwarz vom polierten Rost undso, aber dann wird es wieder blank wenn man weitermacht. Die dunkle Färbung geht dann wieder weg, kann man sehr gut sehen eigentlich.

      Aber, man hat dann halt auch Löcher im Blech wo die Poren zu tief waren. Nutzt ja nix, was weg muss, muss weg.
    • Medwed schrieb:

      Sorry, aber Soda ist Natriumcarbonat und nicht Natriumbicarbonat. Natriumbicarbonat ist Natriumhydrogencarbonat!
      Die eifrigen Mitleser sollten schon die richtige Chemikalie bestellen.
      Warum nehmt Ihr nicht einfach Vollwaschmittel-Lauge und eine alte Zahnbürste zum Abschrubben? Persil o. ä. hat einen ph-Wert von ungefähr 8-9, ist also alkalisch und somit gut zum Neutralisieren von Säure geeignet. Hinterher noch mit klarem Wasser spülen und dann schnell trocknen und grundieren.

      e36Bimmer schrieb:

      Fertan verwende ich nur nach der Pelox RE behandlung die ich weggeschliffen habe. Habe dann nämlich Blankes Metal ohne rost was ich dann mit der Fertan Schicht schützen will.
      Wie die anderen schon schrieben: Fertan auf blankem, entrostetem Blech ist sinnlos. Dafür gibt´s Primer / Grundierung. Fertan ist ein Rostumwandler, und manche sagen, dass er auch in der Rolle sinnlos ist.

      michaelz schrieb:

      Mit nem Negerkeks bekommst Poren aber auch nicht anständig weg? Hab die vor ein paar Jahren mehrmals probiert, so für Flächen die glatt sind waren die ja super und die Fläche ist auch schön gatt geschliffen. Aber in Poren gingen die kein Stück rein. War da recht Erfolglos.
      Mit dem Negerkeks auf der Bohrmaschine und mit einem Korund-Schleifstift auf dem Dremel zum Nacharbeiten besonders übler Stellen kriegt man den Zustand hin, den man auf dem Foto sieht:

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      Bei diesem Entrostungsgrad kann man problemlos mit Brantho Korrux 3in1 lackieren und ist dann mit dem Thema durch. Wie man am Datum sieht, habe ich die Stelle vor vier Jahren gemacht. Rost hätte sich da schon längst gezeigt, denn der lässt erfahrungsgemäß keine vier Jahre auf sich warten, wenn er wieder hochkommt. Da passiert nach vier Schichten 3in1 mindestens die nächsten 25 - 30 Jahre nichts mehr, ist meine Prognose.

      MfG, Hanseat [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]
    • Ich sage nur eins bei solchen Stellen:

      SANDSTRAHLEN, z.B. mit der Buran Plus vom Korrosionsschutzdepot.
      Funktioniert hervorragend, macht wenig Staub, geht einfacher als gedacht.
      Und dann hast Du wirklich Ruhe!
      Und das ganze ist weniger Arbeit als Schleifen, Drahbürster oder Negerkeks!
      Eine Stelle habe ich Dir in max. 5 min perfekt gestrahlt, ohne stärkeren Staubanfall.

      Dirk