Maik Sanders VS. Fluid, eure meinungen??

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    • RE: Maik Sanders VS. Fluid, eure meinungen??

      Ich habe letztes Jahr mal beim Mike-Sander angerufen. Kann sogar sein, dass ich den Chef persönlich an der Strippe hatte, bin aber nicht ganz sicher. Auf jeden Fall meinte mein Gesprächspartner, er würde empfehlen, ein frisch versiegeltes Auto eine halbe Stunde in eine 70° heiße Lackierkabine zu stellen. Ich interpretiere das so, dass das nicht nur eine Empfehlung ist, sondern notwendig, damit das Mike-Sanders-Zeug richtig flüssig wird und überall hinein kriecht, wobei die Temp zu niedrig bzw. die Zeit aber zu kurz ist, dass es an senkrechten Wänden komplett wieder abläuft.

      @Hanseat

      Dein Löschblatttest scheint in Widerspruch zu meinen Erfahrungen zu stehen. Ich kann mir kaum erklären, warum MS bei so niedrigen Temperaturen bereits so stark kriechen soll. Vielleicht liegt es ja auch nur an der starken Kapilarwirkung des Löschblattes, dass mit gewaltiger Power jeden kriechfähigen Anteil aus dem MS raussaugt.

      Solche Schichten habe auch nicht mit Fluid Film Liquid A durchdringen können. Und immerhin ist Liquid A neben Owatrol bei normalen Temperaturen das kriechfähigste Rostschutzmittel


      Das wundert mich jetzt auch. Wie wäre es denn, wenn man ein explizites Kriechöl wie z.B. WD40 verwendet bei grobem Blattrost. Wenn das Zeug in ein mit Pressrost verbackene Schrauben/Muttern-Rostklumpen eindringen kann, um diese zu lösen, dann müsste es auch in Blattrost eindringen können, der ja relativ locker ist.
    • RE: Maik Sanders VS. Fluid, eure meinungen??

      Karl Römer schrieb:

      Vielleicht liegt es ja auch nur an der starken Kapilarwirkung des Löschblattes, dass mit gewaltiger Power jeden kriechfähigen Anteil aus dem MS raussaugt.

      War kein Löschpapier, nur farbiges Druckerpapier. Habe ähnliches Kriechverhalten von Mike Sanders Korrosionsschutzfett aber auch am Auto festgestellt, also unter Praxisbedingungen. Gibt auch viele andere Nutzer, die von deutlich kriechendem MS-Fett am Fahrzeug berichten.

      MS-Fett hat aber nun mal bei normalen Temperaturen eine Konsistenz wie Margarine, FF Liquid A dagegen ist flüssig wie Sirup. Ist doch klar, welches der beiden Mittel sich schneller verteilt, also besser durch Rost kriecht. Die Methode, erst das dünnflüssige Mittel einzubringen und später das dickere Mittel folgen zu lassen, ist daher sicher gut.

      Bei so dicken Rostschichten wie auf dem Fiesta-Schweller-Foto gerät aber jedes Mittel an seine Grenzen. Und mit dem rechtzeitigen Einsatz von MS-Fett oder einem anderen tauglichen Mittel wäre es nicht so weit gekommen. Dabei ist die Wahl des Mittels gar nicht so entscheidend. Hier mal ein Blick in den Schweller eines 18 Jahre alten Mazda, Fahrerseite, Blick in Fahrtrichtung. Rund zehn Jahre vor Aufnahme des Fotos wurde der Original-Hohlraumschutz mit Teroson-Wachs nachgearbeitet.

      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/323-schweller-r5mm.jpg]


      ... ein frisch versiegeltes Auto eine halbe Stunde in eine 70° heiße Lackierkabine zu stellen. Ich interpretiere das so, dass das nicht nur eine Empfehlung ist, sondern notwendig, damit das Mike-Sanders-Zeug richtig flüssig wird und überall hinein kriecht, wobei die Temp zu niedrig bzw. die Zeit aber zu kurz ist, dass es an senkrechten Wänden komplett wieder abläuft.

      Bei 70 Grad ist das Zeug einfach nur dünnflüssig. Wo es mal war, wird nach einer halben Stunde zwar ein dünner Film zurückbleiben, aber der größte Teil wird sich irgendwo unten in einer dicken Schicht sammeln. Klingt nicht so gut. Die Methode, alles gleichmäßig vollzunebeln und den Rest der Dauerkriechwirkung zu überlassen, scheint mir besser. So wird es ja auch von den MS-Verarbeitungsbetrieben gemacht.


      G40 schrieb:

      Ich verwende FF und PF und bin damit bisher immer gut gefahren.

      FF? Welches ist gemeint? Falls es um Fluid Film Liquid A geht, so ist das längst nicht so widerstandsfähig wie Mike Sanders Fett. Es wird viel schneller ausgewaschen, falls Wasser in die Hohlräume gelangt.
      Perma ist ein Unterbodenschutz und gar nicht kriechfähig. Ist also eine andere Produktklasse als Mike Sanders Fett, welches als Unterbodenschutz mit dem Perma nicht mithalten kann.

      MS-Fett hat als Hohlraumkonservierung seine Stärken. Es ist standfest, und es kriecht dauerhaft, wenn auch nicht so schnell wie dünnflüssige Mittel. Diese zwei wichtigen Eigenschaften von MS-Fett können die meisten anderen Mittel nicht in sich vereinen. FF Liquid A oder AS-R sind deutlich weniger standfest, Teroson-Wachs oder Dinol Tuff Kote oder FF Gel sind nicht dauerhaft kriechfähig. Owatrol kriecht nicht dauerhaft und ist nicht so widerstandfähig wie MS-Fett, ist aber für bestimmte andere Zwecke gut brauchbar.

      Man muss halt überlegen, ob man ein eher kriechfähiges Mittel braucht, oder ein eher haltbares Mittel, oder ein überlackierbares usw. - auch die besten Mittel können nicht alles in einem Produkt bieten. Man sollte weder MS-Fett kritisieren, weil es langsam kriecht, noch sollte man FF Liquid A ablehnen, weil es nur für geringe Schichtdicke aufbaut. Beide Mittel sind gut, weil sie bestimmte Stärken haben.

      MfG, Hanseat[Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/vanishcbrh.gif]